Rollercoaster Tycoon für die Switch: Crowdfunding-Kampagne will seine Spender quasi ausbeuten

Michael Sonntag

Was als Crowdfunding-Kampagne begann, endete in einem PR-Desater. Die Zukunft für eine Nintendo Switch-Version des Vergnügungspark-Simulators sieht nicht rosig aus.

Gehört es auch zu einen deiner schönsten Gaming-Kindheitserinnerungen?

RollerCoaster Tycoon Classic - Trailer.

Kürzlich hat Atari auf Startengine eine Spendenkampagne gestartet. Es geht darum, mit 1,07 Millionen Dollar Rollercoaster Tycoon auf die Nintendo Switch zu holen. Dazu gibt es schon ein paar hübsche Bilder. Warum die Kampagne aber bereits scheitert, liegt am Finanzierungsmodell, das der COO Todd Shallbetter im Präsentations-Video vorstellt.

Die Spender sind im Gegensatz zu gewöhnlichen Kampagnen hier gleichzeitig Investoren, denen Atari verspricht, am Gewinn des Spiels beteiligt zu werden. Wie diese Beteiligung letztendlich genau aussieht, verliert sich aber in etlichen Bedingungen und Klauseln. Allein für einen 25-prozentigen Rabatt des Spiels müsste der Investor 750 Dollar einzahlen.

Sei doch mal ehrlich, das Park-Bauen macht nur die Hälfte des Spaßes aus. Die andere besteht darin, sich „gut“ um seine Besucher zu kümmern:

Bilderstrecke starten
15 Bilder
Spieler vs. Parkbesucher: So geht Trolling in RollerCoaster Tycoon!

Die Gewinnbeteiligung ist an sehr viele Wenns und Falls geknüpft. Sie hängt davon ab, wie viel der Investor investiert hat, wie viel das Spiel nachher einbringt und ob die Lizenz bis dahin nicht entzogen wird. Zudem gibt das Studio an, dass das gespendete Geld auch für den „Reisen und Unterhaltungs“-Posten verwendet werden darf, also quasi für alles Mögliche ausgegeben werden kann.

Hierzu schrieb ein User auf der Crowdfunding-Seite: „Glaubt ihr bei Atari, dass wir Idioten sind? Ihr habt sogar eine Klausel eingefügt, die besagt, dass ihr unser Geld für alles benutzen könnt, was ihr wollt.“ Das Präsentations-Video hat auf YouTube bei 10.000 Aufrufen bereits 1000 Dislikes. Bei dem aufkommenden Shitstorm wird es also immer unwahrscheinlicher, dass Atari die Summe in den nächsten 89 Tagen zusammenbekommen wird.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung