RuneScape: Spieler erhielt 6 Jahre Gefängnis für scherzhafte Amok-Drohung

Michael Sonntag

Als er 19 war, stritt sich Josh Pillault mit einem Spieler im MMORPG RuneScape. Auf eine bestimmte Aussage folgte eine sechs-jährige Gefängnisstrafe. Nun ist Pillault wieder frei.

Laut PC Gamer ist Pillault bei guter Gesundheit und bereits dabei, seine weitere Zukunft zu planen. Vor kurzem veröffentlichte er ein Video auf seinem YouTube-Kanal, um von seiner Zeit im Gefängnis zu erzählen. 2012 drohte der RuneScape-Spieler einem anderen mit einem Amoklauf. Zudem könne er, so schrieb er damals, es gar nicht abwarten, „Gehirne aus Schädel zu pusten“. Eine Aussage, die er heute zutiefst bereut, auch wenn er sie damals nicht ernst gemeint hat.

Vier Tage später verhaftete das FBI Pillault in seinem eigenen Haus. Als sein Fall vor Gericht kam, wurde er wegen Tötungs-Androhung über das Internet zu 6 Jahren Haft verurteilt. Es wurde vermerkt, dass seine Strafe aufgrund belastender Beweise 28 Monate länger ausfiel als es für Personen in seinem Alter üblich ist.

Auf seinem Computer wurden nämlich diverse Bombenbau-Anleitungen und Material zum Columbine High School-Massaker gefunden. Laut Pillault und seiner Mutter handle es sich dabei aber um eine Fehl-Interpretation seitens des Gerichts, da er sich über die Jahre nur aus eigenem Interesse mit diesen Dingen beschäftigt hat. Seine Eltern, beide Juristen, hatten damals auch mit ihrem Sohn nur aus beruflicher Perspektive über den Amoklauf gesprochen.

Die Anleitungen stammten zudem aus einem Buch, in dem viele Konstruktionen beschrieben wurden, unter anderem auch Spieleautomaten und gehackte Handys, um die es Pillault eigentlich gegangen war.

Auf dass sich die Taten in dieser Liste nicht wiederholen werden:

Bilderstrecke starten
13 Bilder
Die schlimmsten Straftaten, die Gamer jemals begangen haben.

Während seiner Gefängnisstrafe hat Pillault viel gelesen und diverse Instrumente gespielt. Aktuell spielt er wieder RuneScape, aber nur die Old School-Variante, da die Server des klassischen Spiels August 2018 für immer abgeschaltet werden.

Wenn Pillaults tragischer Fall eines zeigen soll, dann dass, egal wie stark sich Internet-Nutzer durch die Anonymität fühlen, sie nichtsdestotrotz für jede Aussage mit gravierenden Konsequenzen zur Rechenschaft gezogen werden können.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung