Spider-Man: Der Raubüberfall – Darum ergibt der DLC nur im Paket Sinn

Lisa Fleischer

Als Marvel’s Spider-Man vor einem Monat erschien, hatte ich damit den Spaß meines Lebens. Kein Wunder also, dass ich mich auf den ersten DLC „Der Raubüberfall“ freute. Leider hat mich die Erweiterung nach dem Durchspielen eher ernüchtert zurückgelassen.

Im Hauptspiel wurde ihr Auftreten schon angeteast, im DLC „Der Raubüberfall“ war es dann soweit: Spider-Man trifft auf die zwielichtige Black Cat. Hinter ihr steckt Felicia Hardy, die Ex-Freundin von Peter Parker – natürlich sorgt das nicht nur in professioneller Hinsicht für Probleme, auch privat kommt Spidey ganz schön ins Straucheln. Schließlich hatte er sich erst mit seiner anderen Ex, Mary-Jane Watson versöhnt.

Das sind aber längst noch nicht alle Probleme, die auf dich mit „Der Raubüberfall“ warten: Nachdem Spider-Man im Hauptspiel die Sinister Six ausschalten konnte, versucht sich jetzt die Maggia an einem Comeback. Das heißt für dich: Wieder massig Gegnerhorden, die du mit deinen verschiedenen Gadgets und Moves versuchst im Zaum zu halten. Und Screwball, die verrückte Streamerin aus dem ersten Teil, feiert ein Comeback und macht dich zum dauerhaften Star ihrer Serie – natürlich ganz ohne dein Einverständnis.

Was der Spider-Man-DLC „Der Raubüberfall“ im Detail alles beinhaltet, erfährst du in folgendem Video.

Marvel's Spider-Man DLC – Der Raubüberfall – Just the Facts.

Neben der Screwball-Herausforderungen warten weitere Nebenquests auf dich: Es kommt heraus, dass es schon mal eine Black Cat gab, die Kunstwerke in der ganzen Stadt versteckt hat – und du musst sie jetzt für die Polizei finden. Hinzu kommen zahlreiche kleine Crime-Scenes, die die aus dem ersten Teil ergänzen und dich Fälle jetzt auch mit deinen Gadgets lösen lassen.

Ganz schön viel für ein DLC, das gerade einmal zwei bis drei Stunden lang ist? Oh ja! Und deshalb haben sich die Entwickler offenbar auch entschieden, nicht etwa eine abgeschlossene Geschichte zu erzählen, sondern die Story durch drei zu teilen – jeder DLC bekommt offenbar ein paar Happen. „Der Raubüberfall“ endet mit einem ganz schönen Cliffhanger – bist du genauso neugierig wie ich, wirst du quasi gezwungen, den nächsten DLC auch zu kaufen.

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Hinzu kommt, dass Marvel’s Spider-Man mit dem DLC zwar neue Quests, Anzüge und Geschichten hinzugefügt werden, dein Skill-Set und deine Gadget, ja sogar dein höchstes Level bleiben dieselben wie im Hauptspiel. Du bekommst also eigentlich nur etwas mehr vom selben – nett für Fans des Gameplays, aber nichts, worauf ich nicht hätte verzichten können.

Da „Der Raubüberfall“ mit seinen acht Euro nicht sehr teuer ist, tut das nicht sonderlich weh – um dir die Ernüchterung zu ersparen, solltest du aber trotzdem von vornherein für 20 Euro das komplette Paket „Die Stadt, die niemals schläft“ holen. In Hinblick darauf, dass du für das komplette Erlebnis sowieso alle DLCs benötigst, sparst du dabei auch noch ein paar Euro. Und dann erlebst du wenigstens von vornherein eine zusammenhängende Geschichte und wirst vom abrupten Ende des ersten DLCs nicht enttäuscht. Bezahlen kannst du für das DLC-Paket im PSN-Store unter andere mit Guthaben-Karten, wie du sie erhältst.

Mit der Veröffentlichung von „Der Raubüberfall“ kündigte Sony gleich auch schon das nächste DLC für Marvel’s Spider-Man an. „Revierkämpfe“ erscheint voraussichtlich im November diesen Jahres – wenigstens müssen wir also nicht mehr allzu lange warten, bis die Geschichte um Black Cat und die Maggia weitererzählt wird. Hast du „Der Raubüberfall“ schon gespielt? Hat dich der DLC so ernüchtert zurückgelassen wie mich oder haben dich die zusätzlichen Inhalte voll und ganz überzeugt? Was wünscht du dir vom nächsten DLC „Revierkämpfe“?

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