Diese zwei Trophäen in Uncharted 4 sind mindestens so witzig wie genial

Dominic Stetschnig 9

Ohne Spoiler, versprochen: Dass Uncharted 4: A Thief’s End im einen oder anderen Kapitel selbstreferenziell über den Werdegang der eigenen Reihe reflektiert, ist nichts Neues. Das Naughty Dog euch allerdings auch noch mit Trophäen für unheimlich kluge Anspielungen an die reale Welt belohnt, ist der Hammer! Zwei dieser Trophäen sind sogar so genial, dass wir sie euch genauer vorstellen wollen.

Wie sie sehen, sehen sie: Nichts!

Erinnert ihr euch noch an die Präsentation von Uncharted 4 auf der E3 2015? Die PlayStation-Konferenz war am Laufen, die Leute waren im Euphorie-Rausch, nachdem The Last Guardian, Final Fantasy VII Remastered und Shenmue 3 angekündigt wurden. Und dann: Nathan Drake! Uncharted! Die erste, richtige, ausführliche Gameplay-Sequenz. Wir sehen Nathan und Sully, wie sie aus einem antiken Gemäuer auf einen belebten Marktplatz schreiten, in der Ferne hört und sieht man eine Explosion - genau dort müssen wir hin! Die Zwischensequenz ist in Spielgrafik, absolut nahtlos ist der Übergang von Cutscene zu Gameplay, Sully fordert uns auf, ihm zu folgen. Und dann: Stille. Drake steht regungslos auf dem Marktplatz und rührt sich keinen Zentimeter. Geschlagene 30 Sekunden passiert nichts. Und dann ein Neustart der Demo. Beim zweiten Mal klappt es dann auch.

Solltet ihr diese Stelle im Spiel erreichen und exakt das Gleiche tun, nämlich 30 Sekunden lang regungslos dastehen, bekommt ihr eine Trophy namens „Schockstarre“ verliehen. Im englischen Original heißt diese Trophy „Stagefright“ und beschreibt daher noch genauer das, was Nathan wohl in diesem Moment gefühlt haben muss: Lampenfieber.

Bilderstrecke starten(17 Bilder)
Im 7. Grafik-Himmel: Das sind die schönsten Screenshots, die es je gegeben hat

Unser Lieblingsheld, der gnadenlose Killer

Im Zuge der Veröffentlichung der Uncharted-Spiele, hat sich im Bereich der Videospieltheorie ein wissenschaftlicher Begriff etabliert, der sich „ludonarrative Dissonanz“ nennt. Dabei geht es um die Widersprüchlichkeit zwischen dem Spielgeschehen und der Geschichte. Zum allerersten Mal kam dieser Begriff 2007 im Kontext von Bioshock auf, doch viele weitere Titel wie beispielsweise Tomb Raider oder eben Uncharted müssen sich dieser Beschreibung stellen. Drake wird als sympathischer, liebenswerter und humorvoller Held dargestellt, der schatzsuchend quer über den Globus reist und dem das Wohl seiner Mitmenschen wie Sully, Elena oder Chloe sehr am Herzen liegt. Dabei vergisst man doch glatt, dass er dabei dutzende von Menschenleben in Form von Gegnern ausknipst.

Solltet ihr in Uncharted 4 euren 1000. Gegner erledigt haben, erinnert euch das Spiel mit der „Ludonarrative Dissonanz“-Trophy. Ihr miesen Massenmörder, ihr!

Hier findet ihr einen Leitfaden für alle Uncharted 4 Trophäen*

E3 Fails Compilation.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung