Surface Pro 4 in Einzelteile zerlegt: Kleinerer Akku & schlechte Reparierbarkeit

Peter Hryciuk 3

Das Surface Pro 4 ist seit gestern in den USA und Kanada erhältlich und wurde jetzt schon von iFixit in einem Teardown in seine Einzelteile zerlegt. Das Unternehmen gibt damit einen Einblick in das neue Windows 10 Tablet und bewertet auch die Reparierbarkeit. Es dürfte aber wohl niemanden wundern, dass diese weiterhin sehr mäßig ausfällt. Das Surface Pro 4 lässt sich nur sehr schlecht reparieren und hat somit nur 2 von 10 möglichen Punkten erhalten. Selbstständig wird man das Tablet wohl eher nicht öffnen können. Die Gefahr der Beschädigung ist einfach zu groß. Surface Pro 4 und Zubehör vorbestellen *

Surface Pro 4 in Einzelteile zerlegt: Kleinerer Akku & schlechte Reparierbarkeit

Surface Pro 4 im Teardown von iFixit

Das Surface Pro 4 ist ähnlich wie das Surface Pro 3 gebaut und lässt sich auch genau so schwer öffnen. Zunächst muss man eine Seite erwärmen, um den dort verwendeten Kleber weich zu bekommen. Nur so lässt sich mit einem Saugnapf eine Kante leicht anheben, um genug Platz zu erhalten, damit man mit einem weiteren Tool die Seiten lösen kann. Wie schon bei der letzten Generation muss man dort sehr vorsichtig und langsam vorgehen. Bei zu viel Druck bricht das Display sofort und man muss teure Ersatzteile bestellen. Das Display ist zudem der teuerste Part an dem Tablet mit der kleinsten Intel Core m3 Konfiguration.

Surface Pro 4 iFixit-Teardown_03

Wenn man das Display entfernt, muss man auf zwei Kabel achten, die mit dem Mainboard verbunden sind. Hat man diese gelöst, lässt sich das Display komplett entfernen und man bekommt einen Einblick auf die inneren Bauteile.

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Der Teardown von iFixit bestätigt endlich auch final, dass das Surface Pro 4 mit Intel Core m3 Prozessor komplett passiv gekühlt wird. Dort wo bei den größeren Modellen der Lüfter sitzen würde, ist der Bereich leer geblieben. Auf diesem Bild ist auch sehr gut die neue Kühlkonstruktion zu sehen. Der 4,5 Watt starke Prozessor wird so effektiv gekühlt und es entstehen in keiner Situation Geräusche. Der Kühler zieht sich sogar über den Akku, der damit noch schwerer zu erreichen ist. Microsoft fängt so aber die aufkommende Wärme auf, die vom Akku stammt, und mindert damit eine weitere Wärmequelle im dünnen Gehäuse.

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Rechts neben dem Akku findet sich der SSD-Speicher von Samsung, der sogar recht gut erreichbar ist. Ein Austausch bzw. eine Vergrößerung wär theoretisch möglich, wenn das Display nicht so massiv verklebt wäre. So ist die Gefahr einfach zu groß, dass das Display beim Öffnen beschädigt wird.

Hat man den Kühler und die weiteren Abdeckungen entfernt, bekommt man Zugriff auf den Akku und weitere Komponenten, die sich dann wieder relativ leicht austauschen lassen.

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Insgesamt fällt der Akku mit 5087 mAh gut 9% kleiner aus als noch beim Surface Pro 3 mit 5547 mAh. Um tatsächlich an den Akku zu kommen, müssen diese Komponenten auch entfernt werden. Zusätzlich ist der Akku an das Gehäuse geklebt, um in Position zu bleiben. Ein einfacher Austausch ist hier kaum möglich. Man muss im Grunde das komplette Surface Pro 4 zerlegen, um an den Akku zu kommen, dessen Lebenszeit begrenzt ist. Auch deswegen erreicht das Surface Pro 4 nur 2 von 10 Punkten.

Surface Pro 4 iFixit-Teardown_01

Was sagt ihr zum Surface Pro 4 Teardown von iFixit?

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