Das Acer Swift 3 ist als Allround-Talent bekannt. Dank der hohen Akkulaufzeiten und der damit verbundenen Mobilität hat sich der Laptop schnell einen Namen gemacht. Inzwischen gibt es neue Modelle – wir haben uns das Acer Swift SF314-57-58VL genauer angeschaut. Im GIGA-Test erfahrt ihr, ob uns das Swift-Modell überzeugen kann und was seine Vor- und Nachteile sind.

Das Acer Swift SF314-57-58VL wirbt mit Mobilität im Alltag, soll dabei platzsparend und flexibel sein. Ausgeliefert wird der Laptop mit Windows 10 Home und kann nach kurzer Einrichtung sofort genutzt werden. Wir haben das Gerät im Alltag ausgiebig getestet, um uns ein eigenes Urteil darüber zu bilden und einen Vergleich zu anderen Modellen der Swift-3-Reihe ziehen zu können.

Unser Test-Fazit zum Acer Swift SF314-57-58VL:

Für Gaming zu langsam, für den Alltag zu schnell: Diese Version des Acer Swift 3 ist mit einem Kaufpreis von rund 800 Euro zu teuer. Zumindest für das, was der Laptop bietet. Wir bemängeln besonders die spärliche Ausstattung und die unzureichende Tonqualität. Auch die Hardware müsste stärker sein, um den Preis zu rechtfertigen. Da hatten wir uns mehr erhofft! Punkten kann das Gerät mit seiner tollen Bildqualität, dem angenehmen Tippgefühl der Tastatur und der langen Akkulaufzeit im Normalbetrieb.

Dank der kompakten Form und dem niedrigen Gewicht ist das Acer Swift 3 optimal, wenn man unterwegs arbeiten möchte. Gamer, Grafiker und Berufscutter werden mit diesem Modell aber eher nicht glücklich. Unser Preis-Leistungs-Sieger bleibt das verwandte Acer Swift 3 SF314-41G-R491, auch wenn der Datenspeicher nur halb so groß ist wie bei unserem Testmodell.

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Vorteile:

  • Besonders leicht und schlankes Design
  • Äußerst leise selbst bei fordernden Aufgaben
  • Astreine Bildqualität und angenehme Bildschirmgröße
  • Schnelle Ladezeiten durch den verbauten SSD-Datenspeicher
  • Tastatur ist intuitiv und angenehm zu bedienen
  • Dank leichtem Gewicht und starkem Akku ideal für unterwegs

Nachteile:

  • Unzureichende Tonqualität
  • Spärliche Ausstattung (vor allem CPU und RAM)
  • Performance könnte bei dem Preis besser ausfallen
  • Ungenaues Touchpad
  • Fingerabdrucksensor benötigte oft mehrere Versuche
Quelle: GIGA I Das Mousepad des Acer Swift 3 ist leider etwas ungenau, dafür ist die Bedienung der Tastatur umso angenehmer.

Unsere Test-Wertung zum Acer Swift SF314-57-58VL:

  • Verarbeitung, Haptik & Design: 70 Prozent
  • Display: 90 Prozent
  • Video & Audio: 60 Prozent
  • Performance: 60 Prozent
  • Konnektivität & Speicher: 80 Prozent
  • Akku & Alltag: 100 Prozent

Gesamtwertung: 77 Prozent

 

Verarbeitung, Haptik und Design: Liebe auf den zweiten Blick

Unser erster Eindruck des Acer Swift 3 fiel nicht sonderlich positiv aus. Das Material fühlt sich im geschlossenen Zustand nicht besonders hochwertig an, auch das leichte Gewicht trägt nicht zu einem wertigen Gefühl bei. Beim Öffnen ist das Gewicht ebenfalls nicht von Vorteil: Das Acer Swift 3 ist so leicht, dass es nicht mit einer Hand geöffnet werden kann. Die Einkerbung, die zum Öffnen des Laptops gedacht ist, ist darüber hinaus nicht ausreichend. Für jeden, der gerne auswärts arbeitet, ist das geringe Gewicht dafür ein großer Pluspunkt.

Und im geöffneten Zustand wirkt der Laptop direkt viel hochwertiger. Neben der angenehmen Farbgebung trägt dazu auch die Tastatur bei. Das Gefühl beim Tippen ist sehr angenehm, die Bedienung des Testgerätes funktioniert von Anfang an intuitiv. Die in 3 Stufen regulierbare Tastenbeleuchtung erleichtert die Koordination. Das Touchpad ist hingegen nicht so präzise und lässt den Mauszeiger beim Auf- und Absetzen des Fingers gelegentlich ruckartig über den Bildschirm springen. Hier empfiehlt sich der Kauf einer zusätzlichen Maus.

Auch der Fingerabdrucksensor arbeitet nicht zuverlässig und benötigt oft mehrere Anläufe, bis er das Gerät entsperrt. Immerhin ist der Fingerabdrucksensor gut platziert und stört im Alltag überhaupt nicht.

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Display: Klein, aber oho

Das Display des Acer Swift 3 ist mit 14 Zoll recht klein bemessen und somit maßgeblich für die kompakte Größe des Geräts. Obwohl das Display nur 14 Zoll aufweist, trägt es maßgeblich zur hochwertigen Optik im aufgeklappten Zustand bei. Selbst Kinoliebhaber kommen durch das 16:9-Format voll auf ihre Kosten.

Mit der Bildqualität sammelt das Acer Swift 3 ordentliche Pluspunkte. Neben der Full-HD-Auflösung, die für gestochen scharfe Bilder sorgt, bietet das Display knallige Farben und ordentlich Helligkeit. Damit sind die Grundvoraussetzungen für einen tollen Filmabend gelegt. Wäre da nicht die Sache mit dem Ton ...

Im Video zeigen wir euch, wie ihr auch Live-TV am Laptop verfolgen könnt:

TECH.tipp: Live-TV am Laptop, Smartphone und Tablet verfolgen

Video und Audio: Der Sound ist erschreckend nostalgisch

Videos und Filme machen mit dem Swift 3 solange Spaß, bis der erste Ton die Lautsprecher verlässt. Der blecherne Sound sorgt nämlich dafür, dass euch ein unangenehmer Schauer über den Rücken jagt. Auf nostalgische Weise wird man zurück in die Kindheit versetzt, in der Blechbüchsen das Smartphone ersetzten. Heutzutage haben selbst Smartphones eine bessere Klangqualität – zum Glück kann schon mit einem vernünftigen Headset Abhilfe geschaffen werden.

Die Videoqualität hingegen spricht wieder für das Acer Swift 3. Mit einer Wiederholungsrate von 60 Hz laufen Videos flüssig und dank der intensiven Farben sind vor allem animierte (Kinder-)Filme schön zu betrachten.

Performance: Ausbaufähige Leistung bei mucksmäuschenstillem Lüfter

Die Standard-Prozessor-Taktfrequenz liegt bei 1 GHz, wird bei Bedarf jedoch auf 3,6 GHz erhöht. Somit sorgt der eingebaute Intel Core i5 für ausreichend Leistung, um alltägliche Aufgaben bestens bewältigen zu können. Die CPU-Temperatur liegt beim Arbeiten, Surfen und YouTuben bei durchschnittlich 45 °C. Das ist so kühl, dass selbst der Lüfter keine Anzeichen sonderlicher Anstrengungen zeigt und das Gerät kontinuierlich leise arbeitet.

Quelle: GIGA I Bei alltäglichen Arbeiten am Acer Swift 3 ist die Lüftung angenehm leise.

Leider besitzt das Acer Swift 3 keine dedizierte Grafikkarte. Das zeigt sich auch deutlich in 3DMark beim Time-Spy-Test. Während der Intel Core i5 immerhin 2.645 Punkte holt, erreicht die GPU nur 468. Das macht sich bei der alltäglichen Benutzung zwar nicht bemerkbar, wird aber spätestens bei Spielen wie Anno 1800 relevant. In unserem Test stockt das Spiel selbst bei der niedrigsten Grafik-Einstellung – und Anno 1800 ist nicht gerade anspruchsvoll!

Auch bei der Bild- und Videobearbeitung kommt das Acer Swift 3 schnell an seine Grenzen. Einfache Videoschnitte in Vegas Pro 17 stellen noch kein Problem dar. Das Rendern eines dreiminütigen Full-HD-Videos mit wenigen Effekten dauert 15 Minuten und läuft entsprechend fix ab. Besonders positiv fällt auf, dass vom Lüfter während des Renderns wieder nichts zu hören ist. Sobald jedoch die ersten Videoeffekte und Übergänge eingefügt werden, läuft die Vorschau des Videos nur noch unter niedrigsten Einstellungen flüssig. Für aktuelle Spiele, aufwendige Bild- und Videobearbeitungen eignet sich das Acer Swift 3 also nicht.

Konnektivität und Speicher: Mit neuester Bluetooth- und Wi-Fi-Technik Daten blitzschnell übertragen

Bei der Ausstattung kommt dem Acer Swift 3 seine Bluetooth-5.0-Schnittstelle zu Gute, deren Reichweite im Vergleich zum Vorgänger Bluetooth 4.2 viermal größer ist. Auch das eingebaute Wi-Fi 6 ist auf dem neuesten Stand der Technik und ermöglicht besonders schnelle Downloads. Neben einem USB-2.0- und USB-3.0-Anschluss verfügt der Laptop auch noch über einen USB-C-Anschluss, der mit Thunderbolt 3 für rasanten Datenaustausch sorgt.

Quelle: GIGA I Das Acer Swift 3 verfügt über alle gängigen Anschlüsse – sogar USB Typ C kann ohne Adapter angeschlossen werden.

Die 1-TB-SSD-Festplatte lässt das System in wenigen Sekunden hochfahren und führt installierte Programme in Windeseile aus. Lediglich die Größe des verbauten Arbeitsspeichers könnte in dieser Preiskategorie deutlich üppiger ausfallen. Bei einem 800-Euro-Laptop erwarten wir mehr als lediglich einen verbauten, nicht erweiterbaren RAM-Riegel mit 8 GB Arbeitsspeicher.

16 GB RAM: Sinnvoll oder nicht?

Akku und Alltag: Ideal für unterwegs

Bei normaler Nutzung von Firefox, Word und Google Drive sowie dem gelegentlichen Abspielen  kurzer YouTube-Videos und dem Herunterladen kleinerer Dateien hält der Akku des Acer Swift 3 rund 6 Stunden. Das ist ordentlich, wenn man bedenkt, dass viele Laptops der gleichen Preiskategorie eine geringere Laufzeit aufweisen. Für Pendler und Menschen, die gerne aus einem Café heraus arbeiten, reicht dies allemal.

Das matte Display spricht für eine Benutzung des Laptops außerhalb dunkler Räume. Aber auch die Nutzung bei Nacht oder im abgedunkelten Raum ist dank der beleuchteten Tastatur problemlos möglich.

Acer Swift SF314-57-58VL: Für wen er geeignet ist + Alternativen

Durch sein leichtes Gewicht, die Größe und die gute Akkulaufzeit ist das Acer Swift 3, das wir getestet haben, perfekt für Pendler, die regelmäßig von außerhalb arbeiten. Vielflieger, die keine Lust auf das öde Bordprogramm haben, bekommen zudem einen tollen Bildschirm, auf dem Filme und Serien aller Art geschaut werden können. Auch für Autoren und andere Berufsgruppen, die in geringer Menge Bilder bearbeiten oder kurze Videos schneiden, eignet sich der Swift 3 gut. Und auch Nutzer, die einfach nur einen soliden Laptop zum Surfen, Skypen und den Alltag suchen, dürfen gerne zugreifen.

Alternative für den alltäglichen Gebrauch: Acer Swift 3 SF314-41G-R491

Acer Swift 3 SF314-41G-R491

Acer Swift 3 SF314-41G-R491

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist nach wie vor jedoch das verwandte Modell Acer Swift 3 SF314-41G-R491. Hier ist sogar eine Grafikkarte verbaut, die AMD Radeon 540X sorgt für ausreichend Leistung, um Games abzuspielen – für AAA-Titel reicht es natürlich trotzdem nicht, aber immerhin. Der RAM-Riegel kann zwar nicht ausgetauscht werden, immerhin lässt sich ein zweiter ergänzen und der Arbeitsspeicher so auf maximal 12 GB erhöht werden. Den SF314-41G-R491 gibt es inzwischen schon für unter 700 Euro – wir können den Laptop für den alltäglichen Gebrauch also definitiv empfehlen.

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Alternative mit mehr Leistung: Dell XPS 13 (9380)

DELL XPS 13 (9370)

DELL XPS 13 (9370)

Wer mehr Ansprüche an die Leistung hat, der muss leider auch etwas tiefer in die Tasche greifen: Das Dell XPS 13 gilt als eines der besten leistungsstarken und gleichzeitig dünnen Laptops auf dem Markt. Allerdings kostet es auch immer noch 1.350 Euro – also 550 Euro mehr als das getestete Acer Swift 3. Dafür bekommt ihr auch einen leistungsstarken Intel Core i7, 16 GB Arbeitsspeicher und ein hochwertiges Touchpad. Was schmerzlich fehlt, ist ein USB-A-Anschluss, dafür gibt es inzwischen aber zum Glück Adapter.

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Der Akku hält gut durch, bei leistungsintensiven Anwendungen wie älteren Rollenspielen gibt er aber schon nach rund drei Stunden den Geist auf. Wer unbedingt von unterwegs arbeiten muss, sollte das kompakte Ladekabel also immerhin im Handgepäck haben.

Acer Swift SF314-57-58VL im Test: Technische Daten im Überblick

Display 14 Zoll Full HD-IPS-Panel @ 60 Hz, matt
Prozessor Intel Core i5-1035G1 (4 Kerne, 8 Threads, maximaler Boost-Takt 3,6 GHz)
Grafikkarte Intel UHD-Grafik
Speicher 1 TB PCIe SSD
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4 RAM @ 2666 MHz (2 Riegel verbaut)
Anschlüsse
  • 1x HDMI
  • 1x USB Typ-C
  • 1x USB 3.0
  • 1x USB 2.0
  • 1x Kopfhörer/Mikrofon Kombianschluss
Akku 48 Wh
Betriebssystem Microsoft Windows 10 Home 64-bit
Gewicht 1,19 kg
Preis 800 Euro

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