Wer sich neue Kopfhörer kauft, wählt aktuell meist zwischen neuen In-Ear- oder klassischen Over-Ear-Kopfhörern, die oft kein Kabel mehr besitzen. Es gibt aber auch noch eine eher unbekannte Klasse der Necklace-Kopfhörer, die für mich einen positiven Nebeneffekt besitzet. Welcher das ist, verrate ich euch im Test zu den Huawei FreeLace Pro.

 

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Huawei FreeLace Pro vorgestellt

Huawei FreeLace Pro im Test: Fazit

Die Huawei FreeBuds Pro machen sehr vieles richtig. Sie sitzen noch besser im Ohr als die FreeBuds Pro, besitzen einen sehr guten Klang und haben vor allem eine extrem lange Laufzeit. Ich hab diese Kopfhörer mit eingeschaltetem ANC mehrere Tage verwendet, ohne zwischendurch aufladen zu müssen. Und falls das doch sein muss, dann ist ein USB-C-Stecker vorhanden, den ich eigentlich überall einstecken kann – zur Not am Notebook oder Handy.

Bei einem Preis von 119 Euro darf man qualitativ natürlich keine Wunder erwarten. Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass sich der glänzende Kunststoff etwas besser anfühlen würde. Das matte Gummi fühlt sich hingegen ganz gut an und passt zum Kopfhörer. Der Kunststoff hinterlässt aber keinen guten Eindruck und glänzend hätte er auch nicht sein müssen. Man fasst ihn immer an, wenn man den Kopfhörer steuert, und erzeugt so zahlreiche Fingerabdrücke.

Zunächst war ich kein Fan von Necklace-Kopfhörern. Seit dem Test der Huawei FreeLace Pro hat sich das aber komplett gewandelt. Man bekommt den Vorteil von kompakten In-Ear-Kopfhörern in Kombination mit der langen Laufzeit von Over-Ear-Kopfhörern. Sie hängen zudem einfach den ganzen Tag um meinen Hals und ich muss mir keine Sorgen darum machen, wo ich sie verstauen soll.

Vorteile:

  • Klang
  • Gesprächsqualität
  • ANC
  • Tragekomfort
  • Preis
  • USB-C-Anschluss
  • Multipoint Bluetooth
  • Akkulaufzeit

Nachteile:

  • Materialwahl
  • Voreinstellung ohne ANC

Huawei FreeLace Pro im Test: Wertung

  • Klang: 8/10
  • Tragekomfort: 9/10
  • Hardware, Design & Funktionen: 7/10
  • Akku: 9/10

Gesamt: 8.3 / 10

Huawei FreeLace Pro im Test: Klang, ANC und Gesprächsqualität

Die Huawei FreeBuds Pro haben in diesem Bereich sehr stark abgeschnitten. Die FreeLace Pro sind bei der Klangqualität auch ziemlich gut, man muss aber bei der aktiven Geräuschunterdrückung Abstriche machen. So gibt es nur ANC aus oder an. Was sehr nervig ist: Immer wenn man die Kopfhörer einschaltet, ist die aktive Geräuschunterdrückung deaktiviert. Man muss die Funktion also immer wieder neu einschalten. Das geht zwar einfach über einen langen Druck auf den linken Kopfhörer oder die App ist aber trotzdem nervig. Ob ANC an oder aus ist, sollte sich der Kopfhörer merken.

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Die Gesprächsqualität des Huawei FreeLace Pro überzeugt. Das Mikrofon sitzt in der rechten Fernbedienung und ist in Richtung Mund gerichtet. Man wird in Meetings oder bei Telefonaten gut verstanden. Wenn man sich bewegt oder starker Wind weht, wird es schwieriger für das Mikrofon, die Stimme einwandfrei zu übertragen. Generell sind die Kopfhörer sehr windanfällig; ANC kann das nur in einem gewissen Maße ausgleichen.

Huawei FreeLace Pro im Test: Bedienung

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Die Bedienung der Huawei FreeLace Pro erfolgt über eine Fernbedienung. Die Tasten sind sehr gut ertastbar. Müssen sie auch, denn man kann nicht draufschauen. Nur die aktive Geräuschunterdrückung lässt sich direkt am linken Ohrhörer mit einem langen Druck ein- oder ausschalten. Eine weitere Touch-Bedienung ist nicht möglich. Die Restlaufzeit wird in der App angezeigt. Hier wäre es toll, wenn Huawei die verbleibende Akkulaufzeit ansagen würde, wenn man den Kopfhörer einschaltet. Das macht beispielsweise mein Bose-Kopfhörer. Aufgeladen wird direkt über einen USB-C-Anschluss. Hat man kein passendes Netzteil, liegt ein USB-C-auf-A-Adapter bei. Alternativ steckt man den Kopfhörer einfach in ein Handy und lädt ihn so auf.

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Durch das Nackenband hängt der Kopfhörer bei mir einfach die meiste Zeit am Hals. Führt man die Enden des Kopfhörers zusammen, werden sie von Magneten zusammengehalten, gehen so automatisch in den Ruhemodus und pausieren die Musik. Das ist sehr praktisch. Komplett ausschalten kann man sie über einen Knopf an der Fernbedienung.

Extrem praktisch ist die Möglichkeit, zwei Geräte gleichzeitig zu verbinden. So habe ich mein MacBook und Android-Handy immer gleichzeitig verbunden. Höre ich beispielsweise am Mac Musik und es kommt am Handy ein Anruf rein, schaltet der Kopfhörer automatisch um und wieder zurück. Das Zurückschalten funktioniert aber nicht immer zuverlässig – genau wie bei den FreeBuds Pro. Wenn es funktioniert, dann dauert es auch sehr lang. Das muss schneller gehen. Ein Software-Update dürfte da helfen.

Huawei FreeLace Pro im Test: Akkulaufzeit

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Einer der größten Vorteile der Huawei FreeLace Pro liegt in der Akkulaufzeit. Während die FreeBuds Pro mit aktivierter Geräuschunterdrückung auf vier Stunden kommen, sind es bei den FreeLace Pro über 12 Stunden, die wir erreicht haben. Ohne ANC soll es sogar mehr sein. Wir haben ihn aber die meiste Zeit mit aktiviertem ANC verwendet.

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