Huawei hat heute endlich sein neues Mate 40 Pro vorgestellt. Ein High-End-Smartphone, das zu einem wirklich sehr hohen Preis und ohne Google-Dienste in Deutschland auf den Markt kommt. In unseren Augen ist aber ein anderes Produkt viel interessanter.

 

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Huawei Mate 40 Pro kostet tatsächlich 1.199 Euro

Als Amazon den Preis des Mate 40 Pro vorzeitig veröffentlicht hat, konnten wir es fast gar nicht glauben. Huawei will für das neue High-End-Smartphone tatsächlich 1.199 Euro. Ab dem 7. November ist es in Deutschland verfügbar. Vorbesteller erhalten immerhin die Huawei FreeBuds Pro im Wert von 179 Euro kostenlos dazu. Aber auch so ist der Preis sehr hoch, wenn man bedenkt, dass man weiterhin keine Google-Dienste und -Apps nutzen kann.

Technisch hat sich beim Huawei Mate 40 Pro natürlich viel getan. Das chinesische Unternehmen verbaut den ersten 5-nm-Prozessor in einem Android-Handy und weltweit den ersten 5-nm-Chip mit integriertem 5G-Modem. Die Performance im Vergleich zum Vorgänger steigt bei der CPU um über 30 Prozent, die GPU wird sogar um über 50% schneller. Der 4.400-mAh-Akku lässt sich nun viel schneller aufladen. Per Kabel geht es mit 66 Watt, kabellos mit 50 Watt. Wie beim Vorgänger kann man per Reverse Wireless Charging andere Geräte aufladen. In dem Fall die FreeBuds Pro, die man kostenlos dazu bekommt, oder ein anderes Smartphone.

An der Front des Mate 40 Pro ist ein 6,67-Zoll-Display mit 2.772 x 1.344 Pixeln und 90 Hertz verbaut. Die Aussparung für die Frontkamera und den 3D-Sensor ist im Vergleich zum P40 Pro etwas kleiner geworden. Dieses Mal ist tatsächlich auch ein 3D-Scanner verbaut, sodass eine sichere Anmeldung mit dem Gesicht möglich ist. Eine Steuerung mit Gesten ist ebenso möglich. Der Fingerabdrucksensor sitzt unter dem Display.

Auf der Rückseite ist 50-MP-Ultra-Vision-Triple-Kamera verbaut, die noch bessere Fotos und Videos ermöglichen soll. Die „Cine Kamera“ wurde besonders im Bereich der Videografie weiterentwickelt. So können beispielsweise automatisch Objekte verfolgt werden, die man markiert hat. Mit dem 50x-Periscope-Zoom kann man Objekte näher heranholen.

Als Betriebssystem ist Android 10 mit dem EMUI 11 vorinstalliert. Das Betriebssystem wurde um viele Funktionen erweitert. Darunter auch Multi-Screen-Collaboration, mit dem man mehrere Apps auf einen PC spiegeln und dort in Echtzeit verwenden kann. Besonders großen Wert legt Huawei auf das Ökosystem und hat mit Petal Search und Petal Maps Alternativen zur Google Suche und Maps gestartet. Maps bisher aber nur als Beta. Huawei arbeitet also weiter am Ausbau des eigenen Ökosystems.

Nachfolgend alle Spezifikationen des Huawei Mate 40 Pro in der Übersicht:

Bildquelle: Huawei

Huawei FreeBuds Studio: Der eigentliche Star der Show

Neben einer Huawei Watch GT 2 im Porsche Design für 695 Euro und Sonnenbrillen mit integrierten Lautsprechern für über 300 Euro, die in Zusammenarbeit mit dem Modelabel Gentle Monster entwickelt wurden, hat Huawei heute auch die FreeBuds Studio enthüllt.

Bildquelle: GIGA

Es handelt sich um die ersten Over-Ear-Kopfhörer von Huawei, die in direkte Konkurrenz zu Bose und Sony treten. Dabei sind die ANC-Kopfhörer mit 299 Euro günstiger als die Konkurrenz. Insgesamt verbaut Huawei zehn Mikrofone. Vier sind allein für das ANC zuständig und scannen 100x in der Sekunde die Umgebung und passen das Noice Cancelling automatisch an. Sechs Mikrofone kümmern sich um Sprachanrufe. Huawei verwendet sehr hochwertige Materialien für den Kopfhörer und nutzt eine Gestensteuerung zur Bedienung, die sehr gut mit Wischgesten funktioniert.

Wir konnten die Kopfhörer vorab ausprobieren und sind von dem ANC, das bis zu 40 dB erzeugt, sehr angetan. Besonders die automatische Anpassung der Geräuschunterdrückung funktioniert ziemlich gut. Außerdem pausiert der Kopfhörer die Musik, wenn man ihn abnimmt. Dieses nützliche Feature ist längst keine Selbstverständlichkeit. Praktisch ist zudem die Möglichkeit, sich mit zwei Geräten gleichzeitig zu verbinden. Die Umschaltung funktioniert automatisch. Mehr zu den Huawei FreeBuds Studio erfahrt ihr dann im Test von GIGA. Der erste Eindruck ist überraschend gut und das Highlight dieses Events. Bose, Sony und bald auch Apple müssen sich warm anziehen.