Samsung kann mehr als nur Smartphones – das stellt das Unternehmen mit dem Samsung Galaxy Book Flex eindrucksvoll unter Beweis. Das Ultrabook mit Convertible-Funktion entpuppt sich als der perfekte Laptop für unterwegs – zumindest fast. Ein paar Kritikpunkte sind im Test dann doch aufgefallen. 

Samsung Galaxy Book Flex im Test: Fazit

Das Samsung Galaxy Book Flex wirkt auf den ersten Blick wie das MacBook unter den Convertible-Laptops: Wenig Leistung für viel Geld. Doch dem ist nicht so. Zwar eignet sich das Premium-Notebook nicht zum Schneiden von Videos oder für andere intensive Rechenaufgaben, kann dafür im Alltagstest aber voll und ganz überzeugen. Der sparsame i5-Prozessor bietet im Zusammenspiel mit den 8 GB RAM und 256 GB großen PCIe-SSD mehr als genug Leistung. Das Hochfahren des Laptops etwa geht innerhalb weniger Sekunden über die Bühne, Gleiches gilt für das Starten des Browsers und anderen Programmen.

Das eigentliche Highlight des Samsung Galaxy Book Flex ist jedoch der Bildschirm. Das 13,3 Zoll große QLED-Display lässt sich trotz spiegelnder Beschichtung selbst bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesen. Grund hierfür ist die hohe maximale Bildschirmhelligkeit des Panels, das sich zudem durch besonders starke Kontraste und leuchtende Farben auszeichnet.

Dank seines geringen Gewichts und der exzellenten Erfassung von Touch-Eingaben lässt sich das Samsung Galaxy Book Flex zudem hervorragend als Windows-Tablet nutzen. Besonders das Lesen von Online-Artikeln im Porträt-Modus war während des Tests eine wahre Freude. Der beigelegte S Pen eignet sich zwar fantastisch, um kleine Skizzen oder Notizen im Tablet-Modus anzufertigen, ist am Ende jedoch eher ein nettes Gimmick als eine echte Notwendigkeit.

Was ebenfalls positiv auffällt, ist die hohe Erkennungsgeschwindigkeit und die Zuverlässigkeit des Fingerabdrucksensors. Hier funktionierte alles einwandfrei. Gleiches gilt für Tastatur und Touchpad. Beide Komponenten machten sowohl optisch als auch während des Praxistests einen sehr guten Eindruck. Vertipper aufgrund des Tastatur-Layouts oder fehlerhafte Erkennungen von Gesten auf dem Touchpad gab es so gut wie nie.

Bei einem Kaufpreis von rund 1.500 Euro spielt auch die Optik des Gerätes eine Rolle. Auch hier leistet sich das Samsung Galaxy Book Flex keine Schnitzer. Das Gehäuse aus Aluminium in der Farbe Royal Blue sorgte beim Großteil der Kollegen für neidische Blicke. Die saubere Verarbeitungsqualität tut ihr Übriges. An keiner Stelle knackt oder knarzt auch nur irgendetwas – selbst das 360-Grad-Scharnier machte zu keiner Zeit Probleme. Einziges Manko: Die Oberflächen des Convertibles sind ein echter Magnet für Fingerabdrücke.

Alles in allem bietet Samsung mit dem Galaxy Book Flex ein fantastisches Ultrabook, das vor allem mit einer soliden Akkulaufzeit, prachtvollem Bildschirm und sauberer Convertible-Funktion aufwarten kann. Lediglich der Verkaufspreis sorgt nach einem Blick auf das technische Datenblatt für Sorgenfalten – zumal sich lediglich die verbaute SSD im Gerät ersetzen / aufrüsten lässt. Für alle, die das notwendige Kleingeld ihr Eigen nennen – und sich nicht an den eben genannten Kritikpunkten stören – bietet das Convertible jedoch ein brillantes Allround-Paket, das wenig Wünsche offenlässt.

Vorteile

  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Schickes Design
  • Geringes Gewicht
  • Kompakte Bauweise
  • Leuchtstarkes und farbenprächtiges Touch-Display
  • Einwandfreier Fingerabdrucksensor
  • Beigelegter S Pen

Nachteile:

  • Hoher Preis
  • Tablet-Modus in manchen Situationen nicht ganz ausgereift
  • wird unter Last schnell warm
  • Kaum Aufrüstoptionen
  • Glänzende Materialien und Displays ziehen Fingerabdrücke magisch an

Testwertung zum Samsung Galaxy Book Flex

  • Verarbeitung, Haptik und Design: 10/10
  • Display: 10/10
  • Performance: 8/10
  • Video und Audio: 8/10
  • Konnektivität und Speicher: 8/10
  • Akku und Alltag: 9/10

Gesamt: 9 / 10

Samsung Galaxy Book Flex (13,3", i5-Prozessor, 8 GB RAM, 256 GB PCIe-SSD)

Samsung Galaxy Book Flex (13,3", i5-Prozessor, 8 GB RAM, 256 GB PCIe-SSD)

Samsung Galaxy Book Flex im Test: Traumstart für den Laptop

Eigentlich ist Samsung in der Tech-Branche ja eher für seine Smartphones, Fernseher und Monitore bekannt – doch auch im Laptop-Segment versucht der Elektronikriese aus Südkorea bereits seit geraumer Zeit, einen Fuß in die Tür zu kriegen.

Mit dem Galaxy Book Flex könnte das tatsächlich gelingen, denn der Laptop mit Convertible-Funktion ist ein echter Tausendsassa, richtet sich jedoch eher an Premium-Kunden. Das wird einem bereits kurz nach dem Auspacken bewusst. In der Farbe Royal Blue macht das Galaxy Book Flex nämlich dank des Gehäuses aus Aluminium einen beinahe majestätischen Eindruck. Dieser bleibt auch nach dem Aufklappen des Laptops bestehen. Unter dem Deckel verbirgt sich eine flache Tastatur mit Fingerabdrucksensor, sowie ein breites Touchpad.

Das eigentliche Highlight des Samsung Galaxy Book Flex offenbart sich jedoch erst nach einem Druck auf die Power-Taste: das leuchtstarke und kontrastreiche QLED-Display. Dank der Technologie lässt sich der Bildschirm auch bei einfallendem Sonnenlicht stets problemlos ablesen – vor allem dann, wenn man zusätzlich den Outdoor-Modus aktiviert. Dieser erhöht die maximale Helligkeit um ein gutes Stück, verfälscht aber die Farbwiedergabe.

Der 13,3 Zoll große Bildschirm löst zwar im Vergleich zu anderen Ultrabooks aus dem Premium-Segment „nur“ mit Full-HD auf, die Pixeldichte reicht aber dennoch vollkommen aus, um bei normalem Abstand keinerlei einzelne Bildpunkte erkennen zu können.

Selbst wenn man den Bildschirm umklappt und das Convertible als Tablet nutzt, gibt es keinen Grund zum Meckern. Das spiegelnde Display zieht Fingerabdrücke zwar genauso magisch an wie der Rest des Laptops, dank der hohen Helligkeit springen diese jedoch kaum ins Auge.

Einzig der große untere Bildschirmrand fällt negativ ins Gewicht. Hätte Samsung hier auf die Platzierung des Firmenlogos verzichtet, könnte man den zusätzlichen Platz nutzen, um ein größeres Display mit einem Seitenverhältnis von 16:10 einzubauen.

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Samsung Galaxy Book Flex im Test: Leistung satt trotz Mittelklasse-Hardware

Obwohl im Samsung Galaxy Book Flex nur ein i5-1035G4 und 8 GB RAM zum Einsatz kommen, fühlt sich das Arbeiten mit dem Laptop zu keinem Zeitpunkt langsam oder schwerfällig an. Programme und das bereits vorinstallierte Windows 10 starten dank der verbauten 256 GB großen PCIe-SSD sehr zügig. Nur beim gleichzeitigen Öffnen mehrerer Browser-Tabs kommt das Samsung Galaxy Book Flex kurz ins Stocken. Man merkt, dass Samsung die Bedürfnisse der potenziellen Kunden sehr gut ausgelotet und die Hardware entsprechend ausgewählt hat. Zum Spielen eignet sich die Hardware indes eher nicht. Der i5-1035G4 setzt zwar auf eine integrierte Iris-Grafikeinheit, wirklich viel GPU-Power bietet diese aber nicht. Zum Spielen von Titeln wie Rocket League, CS:GO, Valorant oder League of Legends reicht die Performance zwar noch gerade so aus, bei leistungshungrigeren Spielen geht dem Laptop jedoch schnell die Puste aus.

Wem 8 GB RAM übrigens zu wenig sind, schaut aktuell in die Röhre. Die Abdeckung auf der Unterseite des Samsung Galaxy Book Flex lässt sich zwar entfernen und gibt einen Blick auf die Hardware frei, da der Arbeitsspeicher jedoch verlötet wurde und es keinen zweiten Steckplatz gibt, gibt es auch keine Möglichkeit zum Aufrüsten des RAMs. Für die SSD hingegen gilt diese Einschränkung nicht. Der schnelle Datenspeicher kann jederzeit gegen ein anderes Modell mit höherer Kapazität getauscht werden. Eine Speichererweiterung fällt aber auch hier aufgrund des fehlenden zweiten M.2-Slots flach. Der Speicherplatz reicht jedoch vollkommen aus, um diverse Programme und Apps zu installieren – nur Fotografen oder Videoproduzenten könnten sich am geringen Speicherplatz stören, wenn sie ihre Bibliothek nicht sowieso in Form eines externen Datenspeichers sichern.

Was Hobbyfotografen ebenfalls sauer aufstoßen könnte, ist die Tatsache, dass Samsung zwar einen microSD-Karten-Slot im Samsung Galaxy Flex verbaut, dieser jedoch nur über einen Schacht erreichbar ist, den man mit einem SIM-Karten-Tool aus dem Gehäuse entfernen muss. Ärgerlich, zumal auf der linken Seite auf den ersten Blick auch genug Platz für einen vollwertigen SD-Karten-Slot gewesen wäre.

Wo wir gerade bei den Anschlüssen sind: Neben dem microSD-Karten-Slot finden sich auf der linken Seite noch ein klassischer 3,5-mm-Klinkenanschluss sowie ein USB-C-Port, der auch als Anschluss für das Netzteil dient, welches das Notebook mit bis zu 65 Watt lädt. Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich neben der Power-Taste und der Aufbewahrungsstation für den S Pen zwei weitere USB-Ports mit Unterstützung für Thunderbolt. Einen klassischen USB-A-Port gibt es zwar nicht, Samsung legt dem Laptop jedoch einen passenden „USB-C auf USB-A“-Adapter bei. Wer jedoch mehrere USB-A-Geräte gleichzeitig am Gerät betreiben oder einen Monitor über HDMI anschließen will, muss also auf einen entsprechenden Dongle zurückgreifen.

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Samsung Galaxy Book Flex im Test: Mit einer Akkuladung durch den Tag

Auch beim Akku hat sich Samsung nicht lumpen lassen. Obwohl das Galaxy Book Flex extrem leicht ist, wird eine Batterie mit einer Kapazität von satten 70 Wh verbaut. Wer die Bildschirmhelligkeit etwas herunterregelt und den Stromsparmodus aktiviert, kommt auf diese Weise problemlos mit einer einzigen Akkuladung über den Tag. Je nach Anwendungsfall beläuft sich die Laufzeit so auf etwa 7-8 Stunden. Wird der Laptop hingegen auf maximaler Helligkeitsstufe und unter Last genutzt, gehen dem Samsung Galaxy Book Flex bereits nach etwa drei Stunden die Lichter aus.

Nicht nur seine Akkulaufzeit macht das Samsung Galaxy Book Flex zum perfekten Alltagsbegleiter – auch das geringe Gewicht spielt hier eine wortwörtlich tragende Rolle. Gerade einmal 1,16 Kilogramm bringt das kompakte Convertible auf die Waage, auch das Netzteil kommt nur auf etwa 200 Gramm. Wird der Laptop in einem Rucksack oder einer Tasche verstaut, nimmt man den Unterschied beim Tragen mitunter kaum wahr.

Falls euer Smartphone nicht so lange durchhalten und euer Notebook noch mehr als 30 Prozent Akku haben sollte, könnt ihr das Touchpad als kabellose Ladestation nutzen. Während des Ladevorgangs kann das Trackpad nicht genutzt werden. Am Ende eine nette Idee, jedoch ohne großen Mehrwert.

Samsung Galaxy Book Flex im Test: Praktische Tablet-Funktion mit kleinen Problemen

Wenn mir jemand vor dem Test des Galaxy Book Flex gesagt hätte, wie oft ich die Tablet-Funktion im Alltag nutzen würde, hätte ich ihm nicht geglaubt. Doch tatsächlich habe ich das Notebook unfassbar oft umgeklappt, um von der Touch-Funktion optimal Gebrauch machen zu können. Vor allem zum Lesen von News und anderen Online-Artikeln eignet sich die Tablet-Funktion, wenn man das Gerät zusätzlich um 90 Grad dreht. Auf diese Weise hat man ein besonders hohes Display zur Verfügung, auf dem erstaunlich viel Text Platz findet.

Doch vor allem im Browser macht der Tablet-Modus aktuell noch Probleme. Einige Textfelder werden nicht als solche erkannt, sodass sich das Tastatur-Overlay nicht öffnet. Auch das automatische Umschalten zwischen Laptop- und Tablet-Modus dauert oftmals ein paar Sekunden. Das ist am Ende des Tages zwar kein großes Problem, aber doch ein kleines Ärgernis, das bei einem knapp 1.500 Euro teuren Gerät nicht auftreten sollte.

Samsung Galaxy Book Flex im Test: Tastatur, Webcam und Lautsprecher

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur Peripherie. Tastatur und Touchpad des Samsung Galaxy Book Flex funktionieren makellos. Die einzelnen Tasten haben zwar keinen langen Betätigungsweg, trotzdem bieten sie ein sehr gutes haptisches Feedback, aus dem man genaustens ablesen kann, wann man eine Taste wirklich gedrückt hat. Ähnliches gilt für das Touchpad. Die breite Fläche bietet ausreichend Platz, um damit problemlos von links nach rechts über den Bildschirm zu navigieren, nur etwas mehr Höhe hätte hier nicht geschadet. Die Oberfläche des Trackspads lässt den Finger problemlos darüber gleiten und Mausklicks werden mit einem satten Klicksound und einem spürbaren Einrasten belohnt. Hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln. Wer zudem öfters im Dunkeln arbeitet, wird sich freuen, dass die Tastatur auch eine Hintergrundbeleuchtung bietet, welche die Tasten subtil illuminiert.

Etwas weniger gut fällt das Fazit zu den Lautsprechern aus. Der Ton des Samsung Galaxy Book Flex wirkt charakterlos, es fehlt schlichtweg an Wärme und Präsenz. Vor allem tiefe Frequenzen werden von den Treibern nicht gut abgebildet. Hinzu kommt, dass die Lautsprecher auch auf dem höchsten Pegel nicht sonderlich laut sind. Bei geöffnetem Fenster schafft es selbst ein vorbeifahrender Bus problemlos, den Laptop-Sound zu übertönen.

Ähnlich mau sieht es bei der Webcam aus. Mit einer Auflösung von 0,9 MP wirken selbst Aufnahmen bei guter Ausleuchtung verrauscht – für einen simplen Videoanruf reicht die Qualität aber trotzdem vollkommen aus. Verhältnismäßig gut klingt hingegen das Mikrofon des Samsung Galaxy Book Flex. Das rückt den Sprecher ganz klar in den Fokus, Hintergrundgeräusche hingegen werden bei passender Ausrichtung kaum aufgenommen.

Samsung Galaxy Book Flex (13,3", i5-Prozessor, 8 GB RAM, 256 GB PCIe-SSD)

Samsung Galaxy Book Flex (13,3", i5-Prozessor, 8 GB RAM, 256 GB PCIe-SSD)

Samsung Galaxy Book Flex im Test: Technische Daten im Überblick

Display 13,3 Zoll Full-HD-Bildschirm mit QLED-Panel @ 60 Hz, spiegelnd
Prozessor Intel Core i5-1035G4 (4 Kerne, 8 Threads, maximaler Boost-Takt 3,7 GHz)
Grafikkarte integrierte Grafikeinheit Intel Iris Plus
Speicher 256 GB PCIe-SSD
Arbeitsspeicher 8 GB LPDDR4x RAM (verlötet, nicht erweiterbar)
Anschlüsse
  • 3x USB Typ-C (davon 2x Thunderbolt)
  • 1x Kopfhörer/Mikrofon-Kombianschluss
Akku 70 Wh
Betriebssystem Microsoft Windows 10 Home 64-bit
Gewicht 1,16 kg
Preis 1.500 Euro