5G-Auktion gestartet: 332 Millionen Euro für Highspeed-Mobilfunk

Johann Philipp 10

Der erste Tag der 5G-Auktion ist vorbei: Die Telekom, Vodafone, o2 und Drillisch (1&1) haben insgesamt 332 Millionen Euro für die ersten Frequenzen des Highspeed-Mobilfunknetzes ausgegeben. Die Summe wird in den nächsten Wochen allerdings noch steigen.

5G-Auktion gestartet: 332 Millionen Euro für Highspeed-Mobilfunk
Bildquelle: Telekom.
Update vom 19.03.2019 um 18:22 Uhr:
In abhörsicheren Räumen ohne Handys und mit persönlichem Sicherheitspersonal findet in Mainz die Versteigerung der wichtigen 5G-Frequenzen für das Internet der Zukunft statt. Wie die Bundesnetzagentur auf ihrer Internetseite zeigt, haben die vier großen Provider bereits am ersten Tag insgesamt mehr als 332 Millionen ausgegeben. Die Auktion wird noch einige Wochen andauern und der Betrag immer weiter steigen. Bei der Frequenz-Auktion 2015 zahlten die Provider am Ende fünf Milliarden Euro, was Beobachter für die aktuelle Auktion auch für möglich halten.

Originalartikel

Schnelles 5G-Netz: United Internet möchte mitbieten

Die Versteigerung der 5G-Frequenzen könnte spannend werden: Nicht nur, dass die drei großen Anbieter im Streit über die Vergabebedingungen stehen, jetzt macht sich noch ein neuer Konkurrent bereit, um sein eigenes 5G-Netz aufzubauen. Nach Informationen der WirtschaftsWoche plant United Internet bei der Auktion zum Netz der Zukunft mitzubieten.

Damit würde neben der Telekom, Vodafone und Telefónica (o2) ein vierter Anbieter mit eigenem Netz auf den Markt kommen. Ralph Dommer­muth, der Gründer und Chef des Internetkonzerns, hat in den vergan­genen Tagen bereits Vorver­träge mit Koope­ra­ti­ons­part­nern abge­schlossen, die in Zukunft beim Ausbau des 5G-Netzes helfen sollen.

Um den Aufwand zu Beginn überschaubar zu halten, soll das 5G-Netz allerdings wohl nur in Großstädten verfügbar sein. Im Rest des Landes soll dank Roaming weiterhin auf ein anderes Netz gesetzt werden. Die endgültige Entscheidung, ob 1&1 seine Pläne duchzieht, steht aber noch aus.

Welche Anbieter die GIGA-Redaktion nutzt, zeigen wir hier:

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Warum reden alle über 5G?

Der neue Mobilfunkstandard soll das bisherige 4G (LTE) ablösen und höhere Datenraten ermöglichen. Dabei kommt es in erster Linie aber nicht darauf an, dass man einen Netflix-Film in wenigen Sekunden auf sein Handy lädt, sondern auch Zukunftsthemen wie autonomes Fahren, das Internet der Dinge und vernetze Straßen: Das funktioniert nur mit einem schnellen und flächendeckendem 5G-Netz.

In Deutschland werden wohl erst ab 2020 erste 5G-Netze an den Start gehen. 1&1 plant nach den ersten Berichten den chinesischen Konzern ZTE ins Boot zu holen. Der Anbieter könnte sich dann um den Aufbau des 5G-Netzes kümmern. Dennoch gibt es ein paar Hürden: Der Aufbau eines eigenen Netzes ist langwierig und kostenintensiv.

Zudem muss die Bundesregierung überhaupt erst einen weiteren Provider zulassen. Bis zum 25. Januar muss sich United Internet entscheiden, dann endet die Bewerbungsfrist für die Versteigerung.

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