Nest Hello: Der smarte Türspion der Zukunft

Johann Philipp

Smart-Home-Experte Nest stellt eine smarte Türklingel mit Videofunktion vor. Die Nest Hello erkennt Gesichter und spricht mit dem Postboten.

Nest Hello: Der smarte Türspion der Zukunft
Bildquelle: Nest.

WLAN-Türklingel von Nest weiß, wer vor der Tür steht

Das Technik-Wort der letzten Jahre: Smart. Egal ob Lautsprecher, Uhren oder Handys – jedes Gerät muss mitdenken und smart sein. An der Haustür hört diese Entwicklung nicht auf: Die Google-Tochter Nest stellt eine Türklingel mit Kamera vor. Was macht sie smart? Sie erkennt, wer vor der Tür steht, schickt eine Benachrichtigung auf das Smartphone und spricht mit dem Postboten.

Eine Türklingel ist für gewöhnlich das genaue Gegenteil von smart. Draufdrücken, „Ding-Dong“, fertig. Mit der Nest-Kamera sollen solche Situationen anders ablaufen: Nach dem „Ding-Dong“ zoomt die Kamera auf den Besucher und schickt das Bild an das Smartphone des Besitzers. Über die Nest-App kann man dann mit dem Besucher frei reden oder über festgelegte Antworten die Klingel sprechen lassen.

Über die App kann man die Türklingel noch weiter konfigurieren. Ein Feature klingt erst einmal seltsam, ist aber gerade für Eltern sehr praktisch: Die Klingel lässt sich stumm schalten. Damit bekommt man nur noch auf dem Smartphone einen Hinweis und das schlafende Kind wird nicht geweckt. Weitere technische Daten der Kamera: eine Nachtsichtfunktion, HD-Videoauflösung von 1.600 × 1.400 Pixeln, 160-Grad-Erfassungswinkel und WLAN b/g/n.

Nest-Kamera mit Google-Home verbinden

Wer einen Google Home zu Hause hat, kann die Türklingel auch damit verbinden. Sobald jemand vor der Tür steht, meldet sich Lautsprecher mit: „Es ist jemand an der Tür.“ Für den Einbruchschutz ist die Kamera ebenfalls geeignet. Sobald sie Bewegungen vor der Tür erkennt, schickt sie ein Foto an den Besitzer. Über die App lassen sich solche Aufnahmen der letzten drei Stunden anzeigen und zudem auch in Echtzeit überprüfen, wie es vor dem Haus gerade aussieht.

Wer fünf Euro pro Monat für einen Zugang zur Nest-Cloud bezahlt, bekommt weitere Funktionen: Die Kamera filmt den Eingangsbereich kontinuierlich und speichert die Clips ab. Bis zu 30 Tage werden die Aufnahmen in der Cloud vorgehalten. Zudem kann die Kamera bekannte Gesichter von unbekannten unterscheiden und schickt dann ebenfalls einen Hinweis auf das Smartphone, wer vor der Tür steht.

Die Installation erfolgt an der normalen Stromversorgung der bisherigen Klingel. Optional bietet Nest auch einen Service zum Einbau an. Im Lieferumfang sind ein Bohrer und Befestigungsplatten enthalten. Nachteil der Kamera: Für Mietshäuser ist sie nicht zu gebrauchen, weil es dort eine zentrale Klingelanlage gibt. So kommen also nur Hausbesitzer in Frage.

Für 279 Euro ist Nest Hello ab heute auf der Website des Herstellers vorbestellbar und ab Juni auch im Einzelhandel verfügbar.

Quelle: Nest

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