Benachteiligt Apple E-Bike- und Radfahrer? Hier scheitert der Branchen-Primus

Sven Kaulfuss 5

Das Wochenende frohlockt und lädt an sonnigen Tagen zur Tour auf Rad und E-Bike ein. Immer mit dabei die Handyhalterung und das iPhone als Navigationshelfer am Lenker. Keine Einladung zur Spritztour erhält allerdings Apples Karten-App von mir. Warum dies so ist und warum Apple noch immer E-Bike- und Radfahrer benachteiligt, erfahrt ihr in der heutigen Wochenend-Kolumne.

Benachteiligt Apple E-Bike- und Radfahrer? Hier scheitert der Branchen-Primus
Bildquelle: Pixabay.

Ich fahre gerne mit meinem Fahrrad, der Drahtesel ist für mich nicht nur Fortbewegungsmittel sondern auch Fitnessgerät und geliebtes Hobby. Meine größeren Touren am Wochenende plane ich meist vorab am Mac über Komoot, um die Route dann mit dem iPhone auf dem Bike abzufahren. Komoot ist ideal für Radfahrer, kennt alle geeigneten Strecken und auch manchen „Schleichweg“ – je nach Terrain und Fahrweise. Suche ich allerdings spontan unterwegs einen bestimmten POI (Point of Interest) wechsle ich zu Google Maps – bereits seit 2010 kennt die Anwendung auch Fahrradrouten, wenn diese auch nicht so ideal auf die Bedürfnisse der Radfahrer abgestimmt sind. Aus diesem Grund kopiere ich dann öfters aus Google Maps einfach die Adresse des POI und füge diese dann in Komoot ein – so kombiniere ich die Stärken der beiden Anwendungen.

Apples Karten-App: Nichts für E-Bike- und Radfahrer

Außen vor bleibt in jedem Fall bei mir aber Apples eigene Karten-App auf dem iPhone. Nicht nur hat die bei vielen POIs das Nachsehen, als Rad- und E-Bike-Fahrer ist die App komplett nutzlos. Bis heute bietet Apple Karten nämlich nur Routen für Autofahrer und Fußgänger an. Hinzu kommt noch der ÖPNV und Fahrdienste.

Wo bleiben aber eigentlich die Fahrradrouten in der Karten-App?

Daran scheitert der Branchen-Primus – sehr bedauerlich und ein Umstand, der sich bitte alsbald ändern sollte. Die Gründe dafür sind doch augenscheinlich …

  • Rad- und E-Bike-Fahrer erweisen der Umwelt einen guten Dienst. Sind sauber und umweltfreundlich. Genau diesem Ideal möchte doch sonst auch Apple nacheifern.
  • Fahrradfahren ist günstiger und in der Stadt oftmals gar die schnellste Möglichkeit der Fortbewegung.
  • Fahrräder und E-Bikes liegen im Trend. Junge als auch ältere Leute greifen zu, das Auto hingegen wird immer öfters verschmäht. Die ständig wachsenden Nutzerzahlen kann auch Apple nicht ignorieren, vor allem weil nicht wenige davon doch auch iPhone-Anwender sind.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern, zur Diskussion aufrufen und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Bitte Apple, baut mir eine Kombination aus Maps und Komoot

Eigentlich bräuchte ich eine Kombination aus Komoot und Google Maps für meine Touren mit dem Rad. Sagt mal liebe Leute bei Apple, wäre dies nicht was für eine zukünftige Version der Karten-App, wollt ihr die Herausforderung annehmen?

Wer Unterstützung beim Fahrradfahren benötigt, der greife zum E-Bike, einen Führerschein bedarf es nicht:

Bilderstrecke starten
12 Bilder
Top-10-Pedelecs: Die aktuell beliebtesten E-Bikes in Deutschland.

Fahrradhalterungen fürs iPhone auf Amazon *

Und so könnte es klappen: Einerseits kauft man sich die Technologie, sprich das benötigte Kartenmaterial hinzu und anderseits könnte man Nutzern auch ermöglichen nach dem Community-Prinzip eigene Routen und Karten zu teilen.

Dann wäre für mich die Karten-App auch mal wieder einen Blick wert. Bis dahin müssen es die besseren Alternativen richten.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung