Die letzten Telefonzellen – Zahl des Tages

Stefan Bubeck

Was ist gelb oder pink, rund einen Quadratmeter in der Fläche groß und bald vollständig aus unseren Straßen verschwunden? Die Telefonzelle oder das „Telefonhäuschen (TelH)“, wie diese Erfindung aus dem 19. Jahrhundert eigentlich heißt.

Die letzten Telefonzellen – Zahl des Tages
Bildquelle: By High Contrast (Own work), CC BY 3.0, via Wikimedia Commons.

Deutschlands erste Telefonzelle wurde am 12. Januar 1881 in Berlin aufgestellt und nannte sich zu diesem Zeitpunkt noch „Fernsprechkiosk“. Erst waren Telefonzellen auch in den Farben Blau und Rot zu sehen – ab 1946 wurden sie dann einheitlich Gelb. Mitte der 1990er folgten dann die grau-magenta-farbenen Telefonzellen im Corporate Design der Telekom.

Telefonzellen: Verdrängt von Handys und Smartphones

Wie aus über 160.000 Telefonzellen im Jahr 1996 nur noch 23.000 im Jahr 2017 werden konnten, dürfte kein großes Rätsel sein: Mit dem Aufstieg der Handys und Smartphones begann der Niedergang der Telefonzelle.

Telefonzellen werden heute schlichtweg nicht mehr gebraucht. Die letzten Orte, an denen man sie noch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit finden kann, sind Flughäfen und Bahnhöfe. Kaum zu glauben, dass sie früher trotz der deutlich höheren Anzahl regelmäßig belegt waren – die Älteren unter uns erinnern sich bestimmt, wie man zuweilen minutenlang mit Münzen (oder einer Telefonkarte) in der Hand warten musste, bis die belegte Zelle endlich frei wurde.

In mit Keanu Reeves dient eine Telefonzelle als Zeitmaschine, der Zeitungsreporter Clark Kent zieht sich in der Telefonzelle um und wird zu Superman: Telefonhäuschen spielen allgemein in der Popkultur eine bedeutende Rolle. Welche Geschichte in und um Telefonzellen herum habt ihr erlebt? Schreibt uns eure Story in die Kommentare.

Quelle: Bayrischer Rundfunk

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