Star Wars Battlefront 2 war so unbeliebt, dass EA 2017 Rekordumsätze gemacht hat

Alexander Gehlsdorf

Mit der Kontroverse um die kostenpflichtigen Lootboxen in Star Wars Battlefront 2 hat sich Electronic Arts im vergangen Jahr ein enormes PR-Debakel geleistet. Trotzdem hat das Unternehmen keine langfristigen Schäden erlitten. Im Gegenteil.

Star Wars Battlefront 2 - Nacht auf Endor.
Noch vor dem offiziellen Start von Star Wars Battlefront 2 war Electronic Arts gezwungen, die Echtgeldkäufe aus dem Spiel zu entfernen. Zu groß war die Aufregung um die Pay-to-Win-Vorteile, die in den Lootboxen steckten. Eine Zeit lang sah es tatsächlich so aus, als würde Electronic Arts durch die ausbleibenden Mikrotransaktionen und dem Ruf-Schaden auch finanziell büßen. So sank die Aktie des Unternehmens um ganze 8,5 Punkte, was einem Verlust von mehr als drei Milliarden Dollar entspricht. Auch die amerikanische Bank Morgan Stanley stufte den Wert des Unternehmens herab.

Wie sich jetzt herausstellt, konnte Electronic Arts trotz allem 2017 zu ihrem umsatzstärksten Jahr seit Bestehen machen. Ganze 5,15 Milliarden Dollar konnte das Unternehmen einspielen, mit einem Gewinn von 1,04 Milliarden Dollar — gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 6,2 Prozent Gesamtumsatz. Natürlich ist nicht Star Wars Battlefront 2 allein für die Einnahmen verantwortlich, Electronic Arts konnte vor allem mit den populären Marken FIFA 18, Need for Speed, Battlefield 1 und Die Sims Gewinne machen.

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Die größten Shitstorms und Skandale 2017.

Die berüchtigten Mikrotransaktionen sind seit April wieder Teil von Star Wars Battlefront 2, allerdings stehen ab sofort lediglich kosmetische Items zum Kauf bereit. Auf die Geschäftszahlen des Jahres 2017 hat diese Wiedereinführung jedoch keinen Einfluss, da das Geschäftsjahr am 31. März 2018 endete.

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