Neue Prozessoren für MacBook, iMac und Co: Was Intels Ankündigungen für 2019 versprechen

Holger Eilhard 3

Intel hat in den vergangenen Stunden die zukünftigen Pläne für die eigenen Prozessoren und Chipsätze angekündigt. Trotz der anhaltenden Gerüchte rund um Apples angeblichen Wechsel zu hauseigenen ARM-Chips, dürften wir einige Vertreter der neuen „Sonny Cove“ genannten Mikroarchitektur in künftigen Macs finden.

Neue Prozessoren für MacBook, iMac und Co: Was Intels Ankündigungen für 2019 versprechen
Bildquelle: GIGA.

Intel „Sonny Cove“: Neue Chips für zukünftige Macs

Die als „Sonny Cove“ getauften Chips sollen ab dem kommenden Jahr verfügbar sein und basieren auf einer 10-nm-Architektur. Die vorgestellte Architektur soll sowohl für Intels Core-Serie als auch für die Xeon-Prozessoren zur Verfügung stehen. Damit eignen sich die neuen Intel-Chips für den Einsatz im Mac Mini über das MacBook Air und iMac bis hin zum fürs nächste Jahr erwarteten neuen Mac Pro.

In einer ausführlichen Zusammenfassung von Intels „Architecture Days“ berichtet unter anderem AnandTech über die geplanten Neuerungen des Chip-Giganten für die kommenden Monate und Jahre. Diese umfasst auch Lösungen, die von Apple derzeit nicht genutzt werden.

Mit der neuen Mikroarchitektur verspricht Intel eine gesteigerte Leistung bei gleichzeitig reduzierter Stromaufnahme. Insbesondere eine optimierte Single-Thread-Performance wurde hier von Intel hervorgehoben. Hinzukommen Verbesserungen für Machine Learning, Artificial Intelligence und Kryptographie.

In Apples aktuellen MacBooks arbeitet allesamt ein Intel-Chip, hier ein Überblick zu den Unterschieden:

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Gen11: Intels neue integrierte Grafiklösung

Neben neuen Prozessoren kündigte Intel auch die „Gen11“ genannte GPU-Lösung an. Das Ziel des Chip-Riesen ist es der weiterhin steigenden Zahl an Gamern eine Lösung zu bieten, die es ihnen erlaubt selbst die beliebtesten Spiele ohne Ruckler spielen zu können. Gen11 beinhaltet darüber hinaus unter anderem einen überarbeiteten HEVC/H.265-Encoder, der zwei Decodern zur Seite steht. Es sollen dabei 4K- und 8K-Streams unterstützt werden und auch HDR-Support ist mit an Bord.

Während Sonny Cove die Mikroarchitektur der CPUs beschreibt, wird derzeit davon ausgegangen, dass die Kombination der neuen CPUs mit der neuen Grafiklösung Gen11 als „Ice Lake“ die Nachfolge von „Coffee Lake“ antreten wird. Intel hat des Weiteren erneut versprochen, dass man im Jahr 2020 einen dedizierten Grafikchip anbieten wird. Dieser könnte von Apple als weitere Option zu den bislang von AMD gelieferten GPUs zum Einsatz kommen.

Die ersten „Sonny Cove“-Chips werden im kommenden Jahr erwartet. Für das Jahr 2020 spricht Intel aktuell von „Willow Cove“, während für 2021 „Golden Cove“ geplant ist. Ob Apple dann noch Interesse an Intels Prozessoren hat, bleibt aufgrund der anhaltenden Gerüchte zum Einsatz hauseigener ARM-Chips, wie sie heute im iPhone oder iPad zu finden sind, offen.

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