Dieses Armband lässt Parkinson-Patientin wieder schreiben

Johann Philipp

Microsoft hat auf der Entwickler-Konferenz „Build“ ein Armband vorgestellt, mit dem Parkinson-Patienten wieder schreiben können. Die erste Testerin und Namensgeberin Emma rührt alle zu Tränen

Build 2017: Project Emma.

Emma Lawton ist 33 Jahre alt und nicht in der Lage ihren eigenen Namen zu schreiben. Sie leidet an Parkinson – der Krankheit, die Hände und Arme zittern lässt und meistens nur mit älteren Menschen in Verbindung gebracht wird. Doch die Anzahl junger Patienten, die mit diesem Schicksal leben müssen, ist größer als man denkt: Jedes Jahr erkranken 12.000 junge Leute unter 50 Jahren allein in den USA. Weltweit gibt es 10 Millionen Parkinson-Patienten. Das Microsoft Research Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihr Wissen nicht nur in neue Smartphones und Gadgets zu stecken, sondern Menschen mit Einschränkungen ein besseres Leben zu ermöglichen. Dafür haben sie jetzt ein neues Armband vorgestellt.

Hilfe bei Parkinson: Armband stabilisiert die Hand

Die Entwicklerin Haiyan Zhang war federführend an der Entwicklung des Armbands beteiligt. Von außen sieht es aus wie ein modisches Wearable, ein Fitnesstracker oder eine Uhr. Im Inneren stecken jedoch kleine Vibrationsmotoren, die das Zittern der Hand ausgleichen. Im Video wird der erste Prototyp gezeigt, der nur schwer erahnen lässt, wie das Teil einmal funktionieren soll. Das Ergebnis ist dafür umso erstaunlicher: Wo vorher nur undeutliche Linien auf einem Blatt Papier zu erkennen waren, steht mit dem Armband deutlich und ohne Unterbrechung: „Es wird nicht perfekt, aber mein Gott, es ist besser“

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Microsoft Research Team arbeitet an neuen Ideen

Nicht nur Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen können solche neuen Ideen helfen. Auch für Microsoft selbst ist die Entwicklung derartiger Helfer enorm wichtig, denn daraus können Erkenntnisse für neue Produkte abgeleitet werden. Microsofts Surface Pen könnte einmal von dieser Entwicklung profitieren und eine ähnliche Funktion erhalten. Doch in erster Linie soll es Menschen wie Emma helfen, wieder ein normales Leben zu führen. Noch ist das Armband nicht serienreif, doch das soll laut Microsoft nicht mehr lange dauern. Einen genauen Termin nennt das Unternehmen allerdings nicht.

Quelle: Microsoft

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