Super Mario Bros 3: Eigentlich hätte der Klassiker ganz anders aussehen sollen

Alexander Gehlsdorf

Super Mario Bros 3 ist ein zeitloser Klassiker und für manche Fans sogar nach wie vor der beste Teil der Reihe. Logisch, dass das Spiel auch auf dem Nintendo Classic Mini verewigt wurde. Allerdings sah Marios drittes Abenteuer während der Entwicklung noch ganz anders aus.

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Der YouTube-Kanal DidYouKnowGaming? sammelt regelmäßig Fun-Facts, Geheimnisse und Anekdoten rund um deine Lieblingsspiele. In der aktuellen Episode steht Super Mario Bros 3 auf dem Programm. Wie sehr die Fans des Spiels auch nach knapp 30 Jahren noch an dem Titel hängen, beweist nicht zuletzt dieses Projekt.

Besonders überraschend: Der bekannte Side-Scroller sollte ursprünglich, ähnlich wie in den alten Pokémon-Spielen, eine Top-Down-Perspektive erhalten und damit die Abenteuer des Klempners buchstäblich auf den Kopf stellen. Das Schachbrettmuster im Hauptmenü des Spiels ist noch immer ein Relikt aus dieser Produktionsphase.

Außerdem gibt es einen spannenden Zusammenhang zwischen Mario und Wolfenstein: 1990 entwickelten John Romero, John Carmack und Tom Hall eine PC-Demo von Super Mario Bros 3. Damalige Computer konnten die Scroll-Technologie des Nintendo Entertainment System nicht flüssig nachbilden, weshalb Carmack die Technologie Adaptive Tile Refresh entwickelte, die Side-Scrolling-Spiele auch auf dem PC ermöglichte.

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Anschließend machten die Entwickler Nintendo das Angebot, einen offiziellen PC-Port von Super Mario Bros 3 zu entwickeln, was von dem japanischen Unternehmen jedoch abgelehnt wurde – Nintendo wollte Mario auf den eigenen Konsolen behalten. Das Team um Carmack und Romero gründete stattdessen id Software und entwickelte eigene Spiele. Zunächst, auf Basis der für den Super-Mario-Bros-Port entwickelten Technologie die legendäre Commander-Keen-Serie – und damit die ersten echten Sidescroller für den PC. Danach erweckte id unter anderem die heute legendären Spieleserien Wolfenstein, Doom und Quake zum Leben. Maßgeblichen Anteil an deren Erfolg hatte John Carmacks technischer Genius, der für zahlreiche heute noch in 3D-Engines verwendete Technologien sorgte. Welche Geheimnisse sonst noch in Super Mario Bros 3 stecken, erfährst du hier.

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