Super Sound dank Kopfhörerverstärker mit DAC – Tipp des Tages

Stefan Bubeck 1

Die Klinkenbuchse am Laptop könnte die Schwachstelle der Klangwiedergabe sein: Rauschen, Knacksen und ein schwacher Bass. Dabei gibt es eine ganz einfache Hardware-Lösung, die nicht nur bei Kopfhörern für glasklaren und druckvollen Klang sorgt.

Kabelgebundene Kopfhörer sind manchmal zickig und wollen am normalen Ausgang des Laptops einfach nicht gut klingen. Ein möglicher Grund: Einige Over-Ear-Modelle sind überdurchschnittlich leistungshungrig – da liefert die integrierte Klinkenbuchse des Computers einfach nicht genug Power für vollen Klang bei großer Lautstärke. Der legendäre mit einer Nennimpedanz von 300 Ohm ist ein gutes Beispiel für ein solch anspruchsvolles High-End-Gadget, bei dem sich das Aufrüsten mit einer externen Soundkarte und einem Kopfhörerverstärker unbedingt empfiehlt. Wer mehrere hundert Euro für einen hervorragenden Kopfhörer ausgibt, sollte sicherstellen, dass sowohl Quelle (z.B. FLAC oder MP3 mit 320 kbit/s) als auch Ausgangssignal entsprechend hochwertig sind – ansonsten verschenkt man leichtfertig das Potential für allerfeinsten Musikgenuss.

 

Mittlerweile gibt es eine stattliche Auswahl an Kombi-Geräten, die in einem kleinen Kasten beides kombinieren: Sie wandeln das digitale Soundsignal um („digital-to-analog converter“ / DAC) und verstärken das analoge Ausgangssignal dann passend für (anspruchsvolle) Kopfhörer. Angeschlossen werden sie an das Laptop, Tablet oder Smartphone per USB, meist ist dabei keine zusätzliche Stromversorgung per Netzteil notwendig. Solche DAC-Kopfhörerverstärker-Kombis machen im Prinzip nichts anderes als die integrierte Soundkarte im Laptop – sie machen es nur hörbar besser. Die Bauteile sind hochwertiger, die gesamte Schaltung auf höchste Klangqualität ausgelegt, zudem ist ein externes Gehäuse weniger anfällig für elektromagnetische Einflüsse aus dem Inneren des PCs/Laptops.

Kopfhörerverstärker mit integriertem DAC: Gut zu wissen

Man kann zwischen stationären oder mobilen Modellen unterscheiden. Letztere haben einen Akku an Bord und werden explizit als Ergänzung für Android-Smartphones (bzw. iPhones) oder -Tablets (bzw. iPads) beworben. So wird der als „USB-DAC und tragbarer Kopfhörerverstärker“ bezeichnet, der rund acht Stunden pro Ladung durchhält. Der ist hingegen ausschließlich für den Gebrauch am PC oder Mac gedacht, er hat keinen integrierten Akku.

An den Klinkenausgang eines Kopfhörerverstärkers mit DAC lässt sich per Adapter (Klinke auf Cinch) durchaus auch eine Stereoanlage oder ein Paar Aktivboxen (z.B. ) anschließen. Je nach Qualität der Lautsprecher kann auch hier dann ein verbesserter Klang festgestellt werden. Einige Modelle bieten hierzu sogar einen eigenen Ausgang, sodass man sowohl den Kopfhörer als auch eine Stereoanlage gleichzeitig mit dem DAC verbinden kann, ohne umzustöpseln.

Preislich geht es bei rund 40 Euro los, nach oben hin ist kaum eine Grenze zu finden. Modelle mit durchweg guten Wertungen bei Fachpresse und Kundschaft sind glücklicherweise schon im zweistelligen Preisbereich vorhanden. Auf Seite 2 findet ihr unsere Übersicht für Kopfhörerverstärker mit integriertem DAC – von bezahlbar bis Luxusobjekt.

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