Ubisoft will keine kostenpflichtigen DLCs mehr, die Spieler einschränken

Lukas Flad 4

Viele Spieler reagieren negativ auf das Konzept von herunterladbaren Zusatzinhalten, da sie zwar oftmals große Neuerungen oder Inhalte bieten, gleichzeitig aber gegen echtes Geld gekauft werden müssen. Bei Spielen aus dem Hause Ubisoft soll dieses System nun der Vergangenheit angehören.

Rainbow Six: Siege - Launch Trailer - The Breach.

Ubisoft hat mit dem Multiplayer-Shooter Rainbow Six: Siege bisher eine recht freundliche DLC-Politik vertreten. Besitzer eines Season Pass erhalten neue Inhalte zwar früher als andere und bekommen dann noch kleinere Boni, haben ansonsten gegenüber Nichtkäufern des Pass allerdings keinerlei exklusive Inhalte.

Mit diesem System reagiert Ubisoft auf die oftmals negativen Rückmeldungen im Bezug auf zusätzliche Inhalte, die Geld kosten, das Spiel aber gleichzeitig spielerisch erweitern. Abgesehen von Rainbow Six: Siege will das Unternehmen diese DLC-Strategie nun aber auch in anderen Spielen verfolgen, wie die Vizepräsidentin für Live Operations Anne Blondel-Jouin nun in einem Gespräch mit GamesIndustry verriet:

„Monetarisierung ist etwas, wobei wir sehr vorsichtig sein müssen“, sagt Blondel-Jouin und fährt fort, dass es daher „keine DLCs“ mehr geben wird, die gekauft werden müssen, um „die vollständige Erfahrung“ zu haben.

Blondel-Jouin vergleicht die ideale Verwendung von Download-Content mit einem Besuch im Freizeitpark: Du musst einmal zahlen, um mit allen Fahrgeschäften fahren zu können, aber dennoch musst Du extra Geld für Souvenirs ausgeben. Letztere sind zwar nicht essentiell für das Erlebnis, aber dennoch ganz nett und für manche interessant.

In der Zukunft würde Blondel-Jouin zusätzliche Inhalte gerne ähnlich wie in Rainbow Six: Siege anbieten: „Die Art und Weise, wie wir Rainbow Six monetarisieren ist, dass die Spieler glücklicher darüber sind (…). Wenn die Spieler nicht glücklich wären, könnten wir nicht nach extra Geld fragen.“ Der Grund, warum Ubisoft seine DLC-Politik überarbeiten will, liegt also in erster Linie darin, dass eine höhere Qualität gewahrt werden soll.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass über die Art und Weise des Anbietens von zusätzlichen Inhalten nachgedacht wird. Zuletzt sorgte die Ankündigung von Respawn Entertainment für Aufsehen, dass Titanfall 2 zusätzliche Updates erhalten wird, allerdings keines davon Geld kosten wird.

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Der gamescom-Trailer zu Rainbox Six: Siege

Rainbow Six Siege Gamescom Trailer.

Quelle: GamesIndustry

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