Schleichwerbungs-Vorwürfe: PewDiePie will nichts falsch gemacht haben

Marco Schabel 2

Vor einigen Tagen wurde Publisher Warner Bros. verwarnt, weil das Unternehmen YouTuber wie PewDiePie für positive Berichterstattung bezahlt hat. Der will sich aber nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen und wehrt sich in einem neuen Video.

Schleichwerbung ist nie etwas Feines. Sie hat oft den Anschein von etwas Schmutzigen, etwas Gekauftem. Vermutlich deswegen, weil es das auch ist. Es ist eine Sache, wenn die Kamera in Uncharted 4 A Thief`s End sehr nah an ein Sony-Smartphone heranzoomt, immerhin ist es ja auch ein Sony-Spiel, aber etwas anderes, wenn eigentlich unabhängige und kritische Menschen dafür bezahlt werden, positiv über ein Spiel wie Mittelerde Mordors Schatten zu berichten. Genau das hat aber Publisher Warner Bros. getan. Und wurde dafür von der amerikanischen Kartellbehörde, der Federal Trade Comission (FTC) verwarnt. Mittendrin im Skandal: Der YouTuber Felix Kjellberg, besser bekannt als PewDiePie, der zu jenen gehören soll, die Geld vom Publisher nahmen, den Zuschauern davon aber nichts erzählt haben.

PewDiePie sauer über Clickbait-Überschriften

Tatsächlich wird PewDiePie in der entsprechenden Pressemitteilung sogar als einziger namentlich erwähnt, was viele Medien sofort nutzten, um mit seinem Namen Leser anzulocken. Überschriften wie „PewDiePie Bestochen“ oder „Warner Bros. zahlt PewDiePie Tausende Dollar“ waren die Folge. Der Vorwurf: PewDiePie (und andere YouTuber) haben Geld von Warner Bros. angenommen um positiv über Mittelerde Mordors Schatten zu berichten und waren nicht verpflichtet, dies auch anzugeben. Damit sollten die potenziellen Käufer beeinflusst werden. Das Problem an der Sache ist jedoch, dass PewDiePie gar nichts falsch gemacht hat.

Mittelerde – Mordors Schatten: So gut und eigen ist das Herr-der-Ringe-Spiel

Wie der YouTuber, der zu den 100 einflussreichsten Menschen der Erde gehört, in seinem neuen Video klarstellt, hat er in der Tat im fraglichen Video darauf hingewiesen, dass das Video von Warner Bros. gesponsert wurde. Wie er einräumt, hätte er diese Klarstellung durchaus prominenter platzieren oder im Video selbst erwähnen dürfen, im Jahre 2014, als sich dieser Vorfall ereignete, gab es jedoch noch keine Verpflichtung seitens der FTC, Derartiges überhaupt anzugeben. Diese Regelung trat erst 2015 in Kraft. Und seitdem weist PewDiePie auch innerhalb der Videos auf Unterstützer hin. Entsprechend wütend ist er über die irreführen Überschriften, die seinen Namen nicht nur missbrauchen, sondern in den Schmutz ziehen.

Der Schwede ist sich keiner Schuld bewusst

Warum PewDiePie als Einziger namentlich erwähnt wird, ist schnell geklärt. Laut der FTC ist er als größter YouTuber, dessen fragliches Video alleine 3,7 Millionen Aufrufe erzielt hat, auch das größte Ziel. Der als „weithin bekannter PewDiePie“ beschriebene Videoproduzent, der Millionen mit seinen Videos verdient, habe entsprechend auch die größte Verantwortung für die Zuschauer, die viel Vertrauen in ihn haben. Der ist sich aber keiner Schuld bewusst und betont, dass er nicht einmal ein Test-Video mit einer Wertung gemacht habe. Jegliche Meinungsäußerung beschränkte sich auf einen YouTuber, der ein von den Kritikern hochgelobtes Spiel spielte und am Ende äußerte, dass er dabei Spaß hatte. Zudem ist die Angelegenheit zwei Jahre her.

„Wenn ich etwas falsch mache, dann trage ich auch die Konsequenzen“, so PewDiePie. „In diesem Fall denke ich aber nicht, dass ich irgendetwas falsch gemacht habe.“ Zuletzt bedankt er sich bei jenen Fans und Zuschauern, die nicht auf den von den Medien inszenierten Shitstorm gegen ihn aufgesprungen sind und bereits in Tweets und Foren den Fakt hervorgehoben haben, dass PewDiePie, im Gegensatz zu anderen YouTubern, eben nicht auf eine Klarstellung verzichtet habe und demnach allzeit transparent war, dass er für das Video bezahlt wurde.

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