Apple Watch und Co: Uhrenhersteller gehen gegen nachgemachte Ziffernblätter vor

Sven Kaulfuss 12

Wer glaubt, demnächst seine Apple Watch mit einem virtuellen Ziffernblatt (Watch Face) einer großen Uhrenmarke zu verschönern, sieht sich getäuscht. Die Hersteller schicken schon jetzt fleißig Unterlassungserklärungen an diverse „Fälscher“.

Apple Watch und Co: Uhrenhersteller gehen gegen nachgemachte Ziffernblätter vor

Theoretisch bietet der Touchscreen diverser Smartwatches die Möglichkeit ein beliebiges, virtuelles Ziffernblatt zu installieren – so wohl auch für die im nächsten Jahr erscheinende Apple Watch. Allerdings gelten auch hier ungebrochen Urheber- und Markenrechte auf das ursprüngliche Design. Das Portal 9to5Mac berichtet unter Bezugnahme der Seite TorrentFreak auf ein neuerliches Vorgehen großer Uhrenmarken. IWC, Panerai, Omega, Fossil, Armani, Michael Kors, Tissot, Certina, Swatch, Flik Flak und Mondaine treten für ihre Rechte ein und versenden dieser Tage entsprechende Unterlassungserklärungen.

Adressat sind Seiten und Privatpersonen, die auf Webseiten eben jene, nachgemachten Ziffernblätter der Uhrenhersteller zum Download für bestehende Smartwaches (beispielsweise Moto 360, LG Watch R etc.) anbieten. Auch erste Reaktionen gibt es. So setzt die Seite „FaceRepo“ nun entsprechende Schlüsselwörter als Filtermethode ein. Nutzt ein solches Ziffernblatt eines der Schlüsselwörter für den Upload, so wird dieser mit einem Hinweis auf das Urheberrecht unterbunden.

Nun ja, für die Schlüsselwörter der genannten Marken mag dies funktionieren. Bei einem kurzen Test konnten wir jedoch noch weitere „Marken-Fälschungen“ entdecken. Beispielsweise von Braun, A. Lange & Söhne und nicht zuletzt auch von Vacheron Constantin, der ältesten und auch eine der teuersten Uhrenmanufakturen der Schweiz.

Übrigens: Auch Apple war einst ein solcher „Produkt-Pirat“, „borgte“ sich einst das Design der Schweizer Bahnhofsuhren für das iPad aus und musste nachträglich Lizenzzahlungen in Millionenhöhe leisten.

Quelle: TorrentFreak via 9to5Mac.

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