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iMessage & SMS: Vorteile und Tücken der iOS 5-Nachrichten-App

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Wenn Du ein iPhone mit dem aktuellen Betriebssystem iOS 5 hast, nutzt Du sicher iMessage – und vielleicht sogar, ohne Dir dessen bewusst zu sein. Denn Kurznachrichten sind auf dem iPhone entweder SMS (beziehungsweise MMS) oder eben iMessage. Um Funktionsweise und Tücken zu kennen und nicht von einer teueren Telefonrechung überrascht zu werden, solltest Du Dir das System einmal anschauen.

iMessage & SMS: Vorteile und Tücken der iOS 5-Nachrichten-App

Nachrichten-App: 2 in 1

Seit iOS 5 stecken in der Nachrichten-App zwei Dienste:

  • SMS: Die Kurznachrichten werden wie bisher über das Mobilfunknetz gesendet.
  • iMessage: Ein Messaging-Dienst, eine Art Chat von Apple, über das Internet.

Ist iMessage eingeschaltet (Einstellungen -> Nachrichten -> iMessage), wählt die App automatisch eines der beiden Protokolle: Sofern möglich, wird iMessage verwendet. Dies ist der Fall, wenn der Gesprächspartner ebenfalls ein iOS-Gerät (iPhone, iPod touch, iPad) hat und iMessage verwendet. Andernfalls läuft die Kommunikation wie früher als SMS.

SMS und iMessage – Was ist der Unterschied?

Auf den ersten Blick kann man keinen Unterschied zwischen dem Versand von SMS einerseits und iMessage andererseits erkennen, doch es gibt einige, große Differenzen. iMessage hat einen viel größeren Funktionsumfang: Nur hier siehst Du, ob der Gesprächspartner bereits an einer Antwort schreibt (im Bild linker Pfeil) und erhältst eine Zustell- oder sogar Lesebestätigung (rechts).

 

Die Lesebestätigung muss allerdings auf dem Empfänger-Gerät freigeschaltet sein (Einstellungen -> Nachrichten -> Lesebestätigungen).

Die einzelne Nachricht ist im Gegensatz zur SMS kostenfrei. Dafür ist eine Internetverbindung erforderlich – per WLAN oder Mobilfunknetz.

Hier die Unterschiede von SMS und iMessage im Überblick:

Nachrichten-App auf dem iPhone
SMS iMessage
Kennzeichnung Nachricht iMessage
Farbe grün (ankommend: grau) blau (ankommend: grau)
Netz Mobilfunk (2G, 3G) WLAN, Mobilfunk
Kosten Je nach Handyvertrag kostenlos (aber Internetverbindung notwendig)
Mögliche Empfänger
(fast) alle Handy-Besitzer iPhone-, iPad-, iPod touch-Besitzer
Zustellbestätigung nein ja
Lesebestätigung nein ja
Gruppenversand ja ja
Fotoversand als MMS ja, plus Videos, Sprachmemos, Kontakte, Orte

 

Tücken, die Du kennen solltest

In Verbinung mit den beiden Protokollen lauern ein paar Tücken, deren man sich bewusst sein sollte.

Verzögerte, kostenpflichtige Zustellung

Nehmen wir mal an: Ein Freund hat wie Du ein iPhone und ihr habt euch schon Nachrichten geschrieben. Jetzt ist er im Ausland und hat deshalb mobile Daten ausgeschaltet. Du willst ihm eine Nachricht schicken – sie kommt nicht sofort an.

Grund: Das iPhone will den Text wie bisher über iMessage verschicken. Da aber die Internetverbindung abgeschaltet wurde, funktioniert der gewohnte Weg nicht. Wenn die iMessage für ein paar Minuten nicht zugestellt werden konnte, versendet die Nachrichten-App den Text aber automatisch als SMS (was natürlich dem Absender wieder etwas kostet!).

Willst Du eine iMessage, die nicht sofort zugestellt werden konnte, in eine SMS umwandeln, kannst Du das manuell machen: Drücke circa 1 Sekunde auf die betreffende iMessage. Ein Auswahlfenster erscheint, über das Du den Text als SMS (“Nachricht”) versenden kannst.

Dein Freund oben in dem Beispiel, also ein Absender ohne Datennetz, hat dieses Problem der verzögerten Zustellung nicht, wenn er Dir schreibt. Der Text geht sofort als SMS raus.

Bilder als teuerer Spaß

Sofern möglich läuft wie gesagt alles über iMessage. Ist das nicht möglich und Du willst ein Foto verschicken, gehen die Daten als MMS über das Mobilfunknetz. Das kann schnell teuer werden. Um diese Gefahr zu bannen, gehe in Einstellungen -> Nachrichten -> MMS-Messaging und schalte es aus. Hier kannst Du auch den SMS-Versand ausschalten, falls Du nur per iMessage kommunizieren möchtest.

Geräteübergreifendes iMessage

iMessage-Nachrichten sind geräteübergreifend, SMS aber nicht. Das heißt: Hast Du ein zweites iOS-Device (zum Beispiel iPad), kannst Du dort den iMessage-Gesprächsverlauf einsehen. Zudem bekommst Du auf dem Zweitgerät (sofern aktiviert) eine Push-Benachrichtigung, selbst wenn Du die Nachricht schon gelesen hast.

Die SMSen fehlen dagegen in dem Gesprächsprotokoll.

Auch bei Gruppennachrichten lauern ein paar Tücken:

Besonderheiten bei Gruppennachrichten

Du kannst eine Nachricht an mehrere Empfänger gleichzeitig verschicken. Klicke dazu in der Adresszeile einer Nachricht auf das “+”.

iMessage: Alle oder keiner

Sind die Empfänger alle iPhone-Besitzer, schickt die App die Nachricht an alle als iMessage. Ist dagegen ein iOS-5-Fremder dabei, geht die Nachricht an alle (!) als SMS raus. Bei vielen Empfängern wirds dann gleich teuer, sofern Du keine SMS-Flatrate hast.

Rufnummer sichtbar

Sendest Du eine iMessage an mehrere iPhone-Besitzer gleichzeitig, sehen alle Empfänger die komplette Adressatenliste. Das kann ungewünscht sein, aber andererseits können wie bei einer Mail alle Empfänger allen antworten.

Sendest Du dagegen eine SMS an mehrere Leute, ist die Situation anders: Die Empfänger sehen nicht, dass die Nachricht noch an andere ging, und erst Recht nicht deren Kontaktdaten.

Fazit

Die hier genannten Besonderheiten sollte man im Hinterkopf behalten. Generell ist die Nachrichten-App – eine der Top 10-Neuheiten in iOS 5 – eine gute Möglichkeit, für Kurznachrichten öfters nichts zahlen zu müssen und auf mehr Funktionen zurückgreifen zu können.

Weitere Themen: iMessage, SMS, Apple

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