Apple am Arm: iWatch 2 wird das iPhone nano

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Der Trend geht wieder zu einer festen Verbindung – zwischen Handgelenk und Handy. Das Konzept der Armbanduhr greift Apple selbst mit dem iPod nano auf. Designer Antonio de Rosa hat das Konzept mit der iWatch 2 weiter entwickelt und stellt sie sich jetzt mit FaceTime-Kamera, WiFi und Bluetooth vor. Damit könnte sie auch fast das iPhone nano werden.

Apple am Arm: iWatch 2 wird das iPhone nano

Der iPod nano ist schon praktisch: Ein ultrakleiner MP3-Player mit Touchscreen, Apps für Freizeit und Sport, mit UKW-Radio und Uhr. Aber nicht nur mit einer. Sondern mit vielen verschiedenen, die sich als Uhrendesign auf dem iPod darstellen lassen. Für jeden Anlass also die richtige Uhr.

Doch der iPod nano für knapp 139 Euro ist in seinem Funktionsumfang beschränkt. Mehr als Musik, Fitness, Uhren und Radio hat er im Grunde nicht zu bieten. Die gesamte Vielfalt der Apps aus dem Store lässt sich aufgrund seiner quadratischen Nano-Gestalt nicht nutzen.

Schon vor einiger Zeit entwickelten daher findige Geister die Idee, das Smartphone auch für das Handgelenk zu optimieren. Heraus kam zum Beispiel bereits 2010 die Konzeptstudie iWatch vom italienischen Rendermeister Antonio de Rosa. Er ist bekannt für hyperrealistische 3D-Darstellung von iPhones wie dem iPhone 4SJ und iPhone 5.

sony smartwatch

Auf der CES 2012 waren dann vor kurzem die Modelle von Sony und i'm zu sehen, die quasi eine darstellende Verlängerung des Smartphones für das Handgelenk sind. Das die Internet- und Telefonverbindung leistende Handy bleibt in der Tasche, funkt aber seine Nachrichten, Meldungen und Funktionen an die SmartWatch oder die i'm watch am Handgelenk. Die i'm watch für 249 Euro verbindet sich aber nicht nur mit Android-Smartphones sondern auch mit iPhones. Dennoch ist der Funktionsumfang beschränkt.

Noch bevor Apple im September 2010 die erste Version des Handgelenk-iPod-nano mit quadratischem Display vorstellte, hatte Antonio de Rosa das Konzept der ersten iWatch entwickelt. Damals wirkte das Handy am Handgelenk noch sehr klobig, besaß aber schon einen Mini-Beamer und war auf die Verbindung mit dem SmartPhone angewiesen.

Die iWatch 2 besitzt nun alle Funktionen des ersten Konzepts, ist aber wesentlich eleganter und schlanker. De Rosa hat sich darüber hinaus auch gleich an ein neues Verpackungsdesign gemacht und einen Slide-to-open-Deckel für das Mini-Paket kreiert.

Das neu gestaltete Gehäuse der iWatch 2 besteht aus Aluminium, Kevlar und Polycarbont und funkt über Wi-Fi und Bluetooth. Ein iPhone oder Android bleibt also weiterhin notwendig. Die Apps laufen nach De Rosas Vorstellung selbständig auf der iWatch 2 und umfassen einen integrierten News-/RSS-Reader und eine Wettervorhersage. Auf der Frontseite ist eine FaceTime-HD-Kamera integriert, mit dem ebenfalls enthaltenen LCD-Beamer lassen sich die Bilder von iPhone oder iPad auf Tisch und Wände werfen.

Die Idee ist nicht neu, die Gestalt der iWatch 2 aber wesentlich hübscher und geeigneter für das Handgelenk als der erste Entwurf. Weil Apple das alles auch mit einem iPod nano der achten Generation erschaffen könnte, betrachten wir die neue iWatch 2 einfach mal als Anregung für Cupertino. Wer weiß, vielleicht erleben wir ja angesichts der Vorlagen von i'm watch und Sony eine (R)evolution der Armbanduhr. Wir sehen es kommen: “Apple has reinvented the Watch“, ruft uns Scott Forstall begeistert im Moscone Center im Herbst 2012 zu.

Bisher beruhen alle Armband-Konzepte auf einem schlanken und leichten iPod-nano-ähnlichen Gerät mi einer Verbindung zum SmartPhone. Das muss also immer dabei oder in der Nähe sein. Beim gegenwärtigen Trend zur Miniaturisierung könnte es aber auch möglich sein, die gesamte Empfangstechnik in ein Handgelenks-Handy mit Touchscreen zu integrieren.

Doch auf den Handschmeichler in der Hosentasche verzichten, zugunsten eines iPhone nano am Handgelenk? Was meint Ihr? Lesen wir irgendwann bei einer Apple-Keynote auf der Leinwand: “iPhone + iPod nano = iPhone nano“?

(Bilder: Antonio de Rosa)

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