Apple Quartalszahlen 1-2012: Starkes iPad, starkes iPhone 4S, Rekordumsätze

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Apple verkündete am 24. Januar seine Quartalszahlen für das 1. Finanzquartal 2012. Dieses ist wegen der Feiertags-Saison traditionell stark und auch in diesem Jahr enttäuscht das Unternehmen nicht. 15,4 Millionen iPads, 37 Millionen iPhones und 5,2 Millionen Macs konnte Apple zwischen September und Dezember verkaufen.

Apple Quartalszahlen 1-2012: Starkes iPad, starkes iPhone 4S, Rekordumsätze

Rückblicke und Vorhersagen: Die Erwartungen der Beobachter

Vor drei Monaten gab es einige lange Gesichter unter den Analysten. Viele hatten sich und Apple überschätzt und wurden durch vergleichsweise dünne Wachstumsraten enttäuscht. Überflieger iPad vermochte manche nicht über die nur 21 Prozent Wachstum beim iPhone hinwegtrösten. Heute wurde es dagegen allen mehr als recht gemacht.

Die Analysten sahen für dieses Quartal zum Teil nur mäßige Zahlen voraus – 4,9 Millionen Macs prognostizierte Apple-Guru Gene Munster. Die schweizer UBS ging von 5,1 Millionen aus. Das entspräche einer Zunahme um 23,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Geschuldet sei dies der weiterhin enorm starken Nachfrage nach ultraleichten Notebooks wie dem MacBook Air. Auch Apples geschickt positioniertes Ökosystem sei ein Schlüssel zu solidem Wachstum in der Branche.

Brian White wollte indes von 5,2 Millionen Macs wissen und glaubte an 10,9 Millionen iPads sowie knapp 30 Millionen iPhones. Das ließe die Zahlen erneut Rekordhöhe erreichen und zwar um einige Längen. Die bisherigen Höchststände lauteten: 4,9 Millionen Macs, 11,1 Millionen iPads und 20,3 Millionen iPhones.

Andere Schätzer waren noch optimistischer und erwarteten etwa 13,5 Millionen iPads und bis zu 36 Millionen iPhones.

Die nackten Wahrheiten: Apples Zahlen

Bei aller Liebe zur Spekulation – die Realität ist immer noch weitaus spannender. Und so sehen die Zahlen für Apples erstes Finanzquartal 2012 wirklich aus:

5,2 Millionen Macs, darunter 1,5 Millionen Desktop-Rechner und 3,7 Millionen tragbare Computer verkaufte der Hersteller aus Cupertino – ein Zuwachs um 25,7, beziehungsweise 20,5 und 27,9 Prozent, verglichen mit dem 1. Quartal 2011. Hierfür nannte Peter Oppenheimer unter anderem die nach wie vor stabile Popularität des MacBook Air und der neuen MacBook-Pro-Modelle.

Bei den iOS-Geräten hatte man ebenfalls gute Nachrichten: Stolze 37 Millionen iPhones brachte vor allem der starke Start des iPhone 4S zwischen Oktober und Dezember. Dies entspricht einer Zunahme um 128 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. „Kunden sind bezaubert von SIRI“, erklärt Peter Oppenheimer den Rekord. Man zeigt sich äußerst beeindruckt von der starken Nachfrage, die auch auf die neue Kamera zurückzuführen sei.

Das iPad setzt seinen massenhaften Flug über die Ladentische ebenfalls fort und konnte im vergangenen Quartal 15,4 Millionen Mal verkauft werden, was einem Plus von 110,5 Prozent entspricht. Die iPod-Verkäufe gingen erwartungsgemäß um 20,8 Prozent zurück: 15,4 Millionen der Multimedia-Player brachte Apple unter die Kunden.

Auf die Umsätze und Profite haben diese Werte eine denkbar erbauliche Wirkung. Für das vergangene Quartal meldet der Konzern 46,3 Milliarden US-Dollar Einnahmen (73,3 Prozent Wachstum) und mehr als 13 Milliarden US-Dollar Gewinn (117,7 Prozent Wachstum). Die Bruttomarge lag bei 44,7 Prozent und je Aktie konnten 13,87 US-Dollar hinzugewonnen werden. Dagegen verblassen die Werte aus dem vergangenen Jahr: Q1-2011 brachte 26,7 Milliarden US-Dollar Einnahmen, 6 Milliarden US-Dollar Profit und einen Gewinn von 6,43 US-Dollar.

Ausblicke: Apples Erwartungen und eine Anmerkung zum Apple TV

Für die Monate Januar bis März hat Peter Oppenheimer für sein Unternehmen wie gewohnt äußerst konservative Hoffnungen. Man rechne mit 32,5 Milliarden US-Dollar Einnahmen, was einem Plus von nur 31,7 Prozent entspräche – diese Erwartung ist leicht zu übertreffen. Die Bruttomarge werde bei 42 Prozent liegen und der Gewinn pro Aktie bei 8,50 US-Dollar.

Einen kurzen Moment während der Quartalskonferenz hielten alle Zuhörer den Atem an – Gene Munster stellte ganz frech die Frage nach dem Apple-Fernseher. Auf der CES drehte sich viel um Netz-TV und was könne man von Apple fürs Wohnzimmer in Zukunft erwarten? „Wir erweitern es ständig”, äußert Tim Cook sich nur vage zum Apple TV, das gemessen an seinem aktuellen Umsatzpotential nach wie vor ein Hobby sei.

„Wir probieren viel Neues aus und schauen, wo es uns hinführt”, so Cook weiter. Zweifellos kryptisch und interessant, jedoch kaum konkret genug, um es für eine vernünftige Prognose zu einem möglichen Apple-Fernseher zu verwerten.

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Apple Quartalszahlen

Weitere Themen: iPhone 4s, MacBook Air, iPad 1, iPad 2, iPhone 4, Apple Quartalszahlen


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