Facebook-Anmeldung: Ganz einfach bei Facebook registrieren

Marco Kratzenberg
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Die Facebook-Anmeldung ist kostenlos und schnell erledigt. Trotzdem solltet ihr vorher einiges bedenken und außerdem gibt es ein paar Regeln. Hier mal ein kleiner Facebook-Reiseführer, der euch helfen soll, die ersten Klippen zu umschiffen.

Grundsätzlich darf sich jeder bei Facebook anmelden, der mindestens 12 Jahre alt ist. Aber da die einzige Alterskontrolle darin besteht, das Geburtsdatum angeben zu müssen, tummeln sich auch viele Jüngere dort. Doch egal wie alt man ist, der Anmeldevorgang ist derselbe – und die Gefahren sind es auch.

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Anmelden bei Facebook – die ersten Schritte

Auf der Startseite von Facebook.com könnt ihr euch entweder registrieren oder eine neue Facebook-Anmeldung durchführen. Diese erste Facebook-Registrierung erfordert nicht viel. Ein Name muss dort angegeben werden. Außerdem eine gültige E-Mail-Adresse, ein Passwort und das Geburtsdatum. Im Grunde muss keine dieser Angaben wahr sein, auch wenn man mit der Anmeldung die AGB akzeptiert, die das eigentlich vorschreiben. Nur die E-Mailadresse muss stimmen, denn die wird für eine Kontobestätigung sowie einige andere Überprüfungen benötigt.

Im nächsten Schritt landet man auf einer Seite, bei der man einige Etappen durchlaufen muss, um sein Profil zu verbessern und zu verfeinern. Zuerst sollen wir durch die Eingabe unserer Mailadresse Freunde suchen. Dabei greift Facebook auf die Mailkonten zu, liest die Kontaktlisten und vergleicht sie mit bereits angemeldeten Mitgliedern. Das ist eine Möglichkeit, dort automatisch Freunde ausfindig zu machen.

Andererseits gebt ihr mit diesem Schritt dem Datensammler Facebook Zugriff auf eure Freundesliste. Das sollte also gründlich überlegt sein! Ihr könnt nach der Facebook-Anmeldung auch selbst nach Freunden suchen beziehungsweise euren Freunden den neuen Facebook-Namen durchgeben.

Auch der zweite Schritt dient dazu, eventuell Gleichgesinnte, Bekannte oder Freunde zu finden. Denn hier kann der Facebook-Neuling angeben, wo er zur Schule ging, welche Uni er besuchte, wo er arbeitet und derzeit wohnt sowie seine Heimatstadt. All das dient zum einen natürlich der Freundesuche. Zum anderen sind das wichtige Angaben für das Facebook-Marketing. Auf diese Weise kann Facebook beispielsweise mit Informationen darüber handeln, wo jemand wohnt und ihm regionale Werbung präsentieren. Und damit sind wir schon an einer kritischen Stelle bei Facebook gelandet: Datenhandel und Informationssammlung.

Vorsicht! Facebook-Anmeldung und der Datenhandel

Wenn man sich neu bei Facebook anmeldet, dann ist die Versuchung groß, ganz viele Informationen über sich ins Netz zu stellen. Kurz nach der Anmeldung weiß Facebook im Idealfall bereits viel über euch. Der Dienst kennt euren Namen, euer Geburtsdatum und weiß, wo ihr wohnt. Facebook hat Zugang zu eurem Mailanbieter bekommen und weiß, mit wem ihr befreundet oder zumindest bekannt seid. Das Netzwerk kennt eure Schullaufbahn und weiß auch, wo ihr inzwischen arbeitet oder studiert. Es ist ein Irrglaube, dass Facebook kostenlos ist. Ihr bezahlt mit euren Daten!

Und nicht nur das. Wenn ihr nicht vorsichtig seid, stellt ihr eure Daten nach der Facebook-Anmeldung auch dem gesamten Internet zur Verfügung. Jeder kann eure Fotos sehen. Man findet euch in Suchmaschinen. Die persönliche Meinung zum Weltgeschehen ist Teil eurer Postings bei Facebook. Arbeitgeber nutzen den Dienst als Informationsquelle. Es hat bereits Kündigungen gegeben, weil sich jemand bei Facebook negativ über seinen Arbeitgeber äußerte und es jeder sehen konnte. Aber selbst vermeintlich harmlose Dinge können einem hier den Hals brechen: Hat ein Bewerber in den letzten Monaten über den ganzen Tag verteilt bei Facebook gepostet, obwohl er doch eigentlich zu dieser Zeit arbeiten sollte?

All das solltet ihr bei eurer Facebook-Anmeldung bedenken!

Trotz aller Euphorie gebt besser nur das Nötigste bei Facebook an und vor allem die Facebook Einstellungen der Privatsphäre sehr gründlich durcharbeiten. Nutzt eine neue E-Mail-Adresse, die nur für Facebook genutzt wird! Wer bekommt was zu sehen? Was ist unbedingt nötig, um mich zu finden? Will ich das überhaupt? Der Euphemismus „Freunde“ soll bei Facebook verschleiern, dass man sich oft mit Dutzenden von Personen vernetzt, mit denen man nicht mal am Telefon auch nur ein Wort gewechselt hat. Erwachsene nutzen diese Facebookfunktion meist viel verantwortlicher als die Jugendlichen, bei denen die Zahl der „unsichtbaren Freunde“ schon mal in die Tausende geht.

Aber aus allem was ihr tut, was euch „gefällt”, wozu ihr euch äußert, zieht Facebook einen Nutzen. Daraus lässt sich wunderbar ein Profil erstellen, für das Marketingunternehmen bares Geld bezahlen. Facebook kann dieses Profil nach den Wünschen der Werbetreibenden sortieren und anbieten: 30.000 Studenten im Einzugsbereich Köln? Arbeitnehmer zwischen 25 und 50 in Süddeutschland? Frauen mit Kindern in Ostdeutschland? Kein Problem. Facebook kann liefern – ihr habt ihnen diese Infos ja gegeben. Und wenn ihr brav seid, dann schenkt ihr Facebook noch weitere Informationen. All das im Glauben, damit euer Profil interessanter zu machen. Und ihr bekommt auf der Profilseite ja schon gesagt, was Facebook von euch will:

  • Füge Musik hinzu, die dir gefällt
  • Füge Filme hinzu, die du gesehen hast
  • Füge Fernsehsendungen hinzu, die du gesehen hast
  • Füge Bücher hinzu, die du gelesen hast

Auch wenn ihr alles so einstellt, dass nur die besten Freunde diese Infos sehen können – Facebook hat sie, wird sie verkaufen und für Werbung nutzen.

Facebook-Alternativen im Überblick

Bei Facebook anmelden: Privatsphäre

Die Facebook-Anmeldung ist abgeschlossen, ihr habt bereits ein Foto hochgeladen. Vielleicht sogar schon Freunde gefunden und euch etwas umgesehen. Jetzt sollte es umgehend an den Feinschliff gehen und selbst Facebook weist den Neuling darauf hin.

Facebook liegt an einer möglichst großen Verbreitung seiner Inhalte und einer maximalen Erreichbarkeit aller Seiten. Darum sind die Grundeinstellungen so gewählt, dass jeder direkt nach seiner Facebook Anmeldung eine öffentliche Person wird. Jeder kann ihn in den Suchmaschinen finden. Alle Bilder, Äußerungen und sonstigen Schritte können von jedermann gesehen werden. Man sollte sich schon von Anfang an gut überlegen, wer einen Einblick in die direkten oder indirekten Facebook-Aktivitäten bekommen soll.

Nach der Facebook-Anmeldung die Privatsphären-Einstellungen anpassen:

  • Oben rechts im Facebook-Fenster befindet sich ein Icon, das wie eine breite Pfeilspitze aussieht.
  • Ein Klick darauf öffnet ein Menü, in dem ihr unten den Punkt „Einstellungen“ findet.
  • Im nachfolgenden Fenster befindet sich links im Menü der Punkt „Privatsphäre“.
  • Danach könnt ihr verschiedene Einstellungen abändern. Zum Beispiel, wer eure Beiträge sehen kann, wer Zugriff zur Freundesliste bekommt und wie man nach euch suchen kann.

Es gibt erst einmal keine wichtigeren Einstellungen bei Facebook! Hier entscheidet sich, was andere von euch zu sehen bekommen. Was man wirklich von sich öffentlich preisgibt, hängt ja stark vom eigenen Trieb zur Selbstdarstellung ab. Nicht umsonst gilt die Floskel, dass viele Leute online ein interessanteres Leben führen, als in Ihrer Wirklichkeit. Dennoch ist ein gutes Prinzip, die verschiedenen Genehmigungen maximal auf bestätigte Freunde zu erstrecken. Lockern kann man das immer noch. Aber es ist unbestreitbar so, dass es leichter ist, dem Internet etwas hinzuzufügen, als etwas zu entfernen.

Tipps zur Facebook-Privatsphäre:

  • Empfehlenswert ist es also, alle Beiträge nur seinen Freunden sichtbar zu machen.
  • Neue Freundesanfragen sollte man auch zu Anfang nur von Leuten annehmen, die zumindest bereits mit anderen Freunden befreundet sind.
  • Auch die Auffindbarkeit der eigenen Person aufgrund von E-Mailadressen oder Telefonnummern sollte man auf seine Freunde beschränken.
  • Und die Suchmaschinensichtbarkeit am besten ganz deaktivieren. Schließlich können ja die Freunde von Freunden uns bei Facebook bereits finden und andere bekommen sowieso nichts zu sehen.

Hat man diese Einstellungen angepasst, ist man noch lange nicht fertig! Denn Facebook hat noch andere Bereiche, in denen sich verräterische Informationen befinden. Klickt ihr oben auf euren eigenen Facebook-Benutzernamen, so öffnet sich das eigene Profil. Neben dem Profilbild gibt es einen Link zur Infoseite. Hier sammelt Facebook viele Angaben, um sie anderen zu präsentieren (und natürlich, um sie zur Vermarktung zu nutzen!). Man wird überrascht feststellen, was sich da bereits alles angesammelt hat und im Laufe der Zeit noch ansammelt.

An jedem der angezeigten Bereiche gibt es einen Button namens „Bearbeiten“. Hier öffnet sich dann jeweils ein Einstellungsfenster, bei dem ihr verschiedene Genehmigungen vergeben könnt. Meist stehen die Infos bereits auf „Öffentlich“ und das bedeutet, jeder Besucher dieses Facebook-Profils kann sie sehen.

Mit „Nur ich“ wird die Anzeige nach außen ganz abgestellt. „Nur Freunde“ sorgt dafür, dass nur diejenigen das zu sehen bekommen, mit denen ihr befreundet seid. Und auch das lässt sich noch eingrenzen, wenn man seine Facebook-Freunde in Listen verteilt. Die Sichtbarkeit für die Liste „Enge Freunde“ sorgt zum Beispiel dafür, dass nicht alle Freunde diese Informationen zu sehen bekommen, sondern nur jene, die man in die Liste „Enge Freunde“ aufgenommen hat. Wenn ihr euch mit diesen Optionen etwas beschäftigt, werdet ihr schnell sehen, dass ihr die Sichtbarkeit eures Facebook-Profils gut anpassen könnt.

Lustige Profilbilder für WhatsApp, Facebook und Co.

Ein Facebook Account wieder löschen

Man kann sein Facebook Konto natürlich auch wieder löschen. Wahlweise auch einfach nur deaktivieren. In dem Fall bleiben aber alle persönlichen Daten und viele private Hinwiese erhalten. Darum haben wir eine kleine Anleitung geschrieben, wie man seine Facebook Daten sichern und das Facebook Konto löschen kann.

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