iCloud: Mehr als nur ein Online-Speicher

iCloud von Apple ist eine kleine eierlegende Wollmilchsau – und nicht nur ein Online-Speicher. Wir erklären, warum iPhone-, iPad- und Mac-Besitzer iCloud benötigen und verweisen auf Tipps.

Mit OS X Yosemite und iOS 8 steigt im Herbst 2014 die Bedeutung von iCloud noch ein bisschen mehr. Denn fast immer, wenn sich etwas um mehrere Apple-Geräte oder Online-Funktionalitäten dreht, ist iCloud im Spiel. iCloud ist ein Online-Dienst und Cloud-Speicher von Apple (für Einsteiger: Was ist iCloud?).

iCloud, ein Datenspeicher

Fotos sind auf allen Geräten verfügbar, Dokumente immer griffbereit – mit iCloud haben wir den Speicher auf einen Apple Server ausgelagert. Das spart lokalen Speicherplatz, andererseits benötigen wir natürlich eine Internetverbindung.

5 Gigabyte Speicher sowie alle Funktionen bietet uns Apple kostenlos, optional können wir mehr dazubuchen. Dann wird es zunächst einmal teuer. Zum Glück hat Apple angekündigt, im Herbst ordentlich die Preise zu senken.

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Nicht nur Apple-Apps können den Speicherplatz nutzen, sondern auch die von anderen Entwicklern. Mit iCloud Drive (Bild oben) wird in OS X Yosemite das Dokumentenmanagement einfacher. Dank Finder-Anbindung müssen wir nicht zwangsläufig über die jeweilige App gehen, um an die jeweiligen Daten zu kommen.

iCloud, ein Synchronisations- und Backup-Dienst

Doch iCloud ist nicht nur ein plumper Speicher, sondern synchronisiert die Daten zwischen den einzelnen Geräten – ob Termine für den Kalender, die Fotos inklusive ihrer Bearbeitung (ab Herbst) oder den iCloud-Schlüsselbund mit Passwörtern. Sogar das gesamte iPhone-Backup kann über iCloud laufen. Die Einkäufe aus dem iTunes Store und App Store werden übrigens nicht zu dem Freikontingent von 5 Gigabyte gerechnet – sie gibt es obendrauf, solange sie im Download-Store vorhanden sind.

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Dank dieser Funktion können wir auch einzelne Artikel, die wir bei Apple kauften, erneut herunterladen. Weitere Infos:

Eine kostenpflichtige Erweiterung von iCloud ist iTunes Match: Für einen Aufpreis von 24,99 Euro pro Jahr können wir unsere gesamte Musikbibliothek synchronisieren.

Online-Software dank iCloud

Auch über den Web-Browser können wir uns in iCloud einloggen. Hier finden wir Anwendungen zur direkten Verwendung im Web-Browser. Hierzu gehören Mail, Kontakte, Kalender, Notizen, Erinnerungen, Mein iPhone suchen und die Office-Programme Pages, Numbers und Keynote (iWork). Der Funktionsumfang entspricht nicht unbedingt den Desktop-Anwendungen, er reicht aber für das Wichtigste. Alle paar Monate verbessert Apple einzelne Bestandteile. Seit Ende Juni 2014 zu Beispiel merkt sich iWork für iCloud, welche Dokumente und Einstellungen zuletzt genutzt wurden.

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Fazit zu iCloud von Apple

Erst vor gut zwei Jahren startete iCloud durch, doch mittlerweile ist der Cloud-Dienst für die meisten iPhone- und iPad-Nutzer nicht mehr wegzudenken. Er vereinfacht viele Prozesse mit den Apple-Geräten. Unter anderem durch die ausgefeilte Synchronisation Handoff wird dies ab Herbst noch stärker gelten.

Nicht ganz einfach oder zumindest eingeschränkter wird es für den, der ein Gerät eines anderen Herstellers in seine Apple-Welt einbinden will (Tipps siehe iCloud & Windows im Zusammenspiel).

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Weitere Artikel zu iCloud: Mehr als nur ein Online-Speicher
Mit Apples Cloud-Dienst iCloud könnt ihr auf all eure Inhalte auf iOS-Geräten synchron halten. Was man über iCloud wissen sollte und wie die Cloud funktioniert, lest ihr hier.

Inhaltsverzeichnis

  1. 31.01.2013
    Apple überarbeitet iCloud-Webseite – neue Funktionen
  2. 14.11.2012
    UpThere: Bertrand Serlets iCloud-Konkurrent nimmt Formen an
  3. 01.10.2012
    iCloud-Bug: Meldung verspricht Ex-MobileMe-Kunden 25 Gigabyte bis 2050
  4. 24.09.2012
    iCloud: Apple warnt MobileMe-Umsteiger vor nahendem Downgrade
  5. 12.09.2012
    iCloud: Mail-Zugriff für einige (wenige) Benutzer seit Stunden nicht möglich
  6. 29.08.2012
    iCloud: Apple-Mitarbeiter erhalten 50 Gigabyte Gratis-Speicher
  7. 17.05.2012
    iCloud-Nutzer berichten von unbekannten Zugriffen und gesendeten Spam-Mails
  8. 14.05.2012
    iCloud: Kommendes Update soll Foto- und Video-Funktionen erweitern
  9. 11.05.2012
    iCloud: Beta-Seite zeigt Icons für Erinnerungen und Notizen
  10. 08.05.2012
    Apple-Tests: Benachrichtigungen im iOS-Stil auf iCloud.com
  11. 13.04.2012
    LG Mannheim: Apples Push-E-Mail muss weiterhin deaktiviert bleiben
  12. 04.04.2012
    iCloud: Apple besitzt den Generalschlüssel
  13. 18.03.2012
    Push-Funktion für iCloud bleibt weiter abgeschaltet
  14. 09.03.2012
    iCloud ist schmutzig: Greenpeace verurteilt Energieversorgung
  15. 27.02.2012
    Apple zeigt Werbespot für iCloud
  16. 16.12.2011
    iTunes Match: Apples Cloud-Musik-Angebot jetzt auch in Deutschland erhältlich
  17. 14.10.2011
    iCloud: Apple angeblich kurz vor Lizenzabkommen mit Film-Studios
  18. 13.10.2011
    iPhoto und Aperture: Updates bringen iCloud-Fotostream-Unterstützung
  19. 12.10.2011
    Updates: Numbers, Keynote, Pages für iCloud, iMovie mit Bugfixes
  20. 09.10.2011
    iCloud-Updates für Lion und iTunes vor iOS 5
  21. 12.09.2011
    OS X Lion 10.7.2: iCloud nun in Beta-Version integriert
  22. 08.08.2011
    iCloud Beta – Neue Version von iCloud – Weitere MobileMe-Features sterben
  23. 04.08.2011
    iCloud.com: MobileMe-Benutzer fühlen sich zu Hause – Apple integriert “Meinen Mac finden”
  24. 02.08.2011
    iCloud.com: Apple startet Beta-Test der Web-Oberfläche
  25. 07.07.2011
    Aufwind für Amazon: iCloud-Konkurrent und App-Store-Etappensieg
  26. 22.06.2011
    John Herbold geht: iCloud-Manager verlässt Apple
  27. 22.06.2011
    Apple iCloud und iTunes Match: Will das jemand nutzen?
  28. 21.06.2011
    iCloud: Mehr als 5 Gigabyte gegen Gebühr
  29. 20.06.2011
    Apple iCloud hilft mit automatischem Versionsmanagement beim Datenabgleich
  30. 17.06.2011
    iCloud: Wiederbelebung alter MobileMe-Accounts
  31. 14.06.2011
    iCloud und seine Grenzen: Apple vernachlässigt Web-Apps
  32. 14.06.2011
    Guter Grund für iCloud: 50 Prozent der iPhone-Benutzer synchronisieren nie
  33. 11.06.2011
    iCloud-Rechtsstreit: Alles nur geklaut
  34. 08.06.2011
    iCloud-Konten und MobileMe: Übergang mit Hindernissen
  35. 07.06.2011
    iCloud-Funktionen – so geht’s: Automatischer Download von Apps
  36. 03.06.2011
    iCloud: Deals mit Musik-Labels stehen – iCloud-Logo im Moscone Center zu sehen
  37. 02.06.2011
    iCloud-Gerüchte: MobileMe-Ersatz und kostenlos für Lion-Kunden
  38. 29.04.2011
    iCloud.com: Apple soll Domain übernommen haben

Apple überarbeitet iCloud-Webseite – neue Funktionen

iCloud Dienste in der Übersicht
Passend zur Veröffentlichung von iOS 6.1 Anfang dieser Woche hat Apple die Info-Seite zu iCloud überarbeitet und listet dort alle Dienste auf, die iCloud umfasst.

Erst mit iOS 6.1 systemweit zu iCloud hinzugekommen ist beispielsweise der immer verfügbare Zugriff auf einzelne Musik-Titel in “iTunes in der Cloud” sowie der Download von einzelnen Songs.

Du weißt nie, wo du einen bestimmten Song hast. Mit iCloud lädt iTunes automatisch jeden neu gekauften Titel auf all deine Geräte, sobald du auf „Kaufen“ tippst. Und du kannst auf jedem deiner Geräte auch auf früher gekaufte Musik zugreifen. Drahtlos und ganz ohne Synchronisieren.1 Und wenn du auf einem Gerät einen Film, einen Podcast, eine iTunes U Lektion oder ein Hörbuch abspielst, wissen alle anderen Geräte automatisch, wo du die Wiedergabe unterbrochen hast. Melde dich einfach mit deiner Apple ID beim iTunes Store an.

Natürlich erklärt die Übersichtsseite auch Services wie iCloud Backup, automatische Daten-Synchronisation zwischen allen verbundenen iOS-Geräten, Fotostream und Dokumente in der Cloud. Ein Blick auf Info-Seite dürfte sich auch für erfahrene User lohnen.

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UpThere: Bertrand Serlets iCloud-Konkurrent nimmt Formen an

UpThere, das Cloud-Computing-Angebot von Apples früherem Senior Vice President für Mac OS X, Bertrand Serlet, nimmt langsam Formen an. Das Unternehmen gibt auf seiner Website erste Informationen über seine Gründer und nennt spezifischere Anforderungen für potentielle Bewerber.

Die Gründer des Unternehmens sind neben Bertrand Serlet, sein früherer Apple-Kollege Roger Bodamer und der ehemalige Broadcom-Manager Alex Kushnir. Vizepräsident für den Bereich Produktmarketing ist Chris Bourdon, der zuvor ebenfalls bei Apple arbeitete – 15 Jahre lang hat er sich unter anderem um das Produktmarketing für sämtliche Mac-OS-X-Versionen gekümmert.

Serlet arbeitete einst bei Steve Jobs’ Unternehmen NeXT, bis dieses durch Apple übernommen wurde. Bei Apple kümmerte er sich unter anderem um jede Mac-OS-X-Version bis hin zu Mac OS X 10.6 Snow Leopard. Er brachte auch das Projekt auf den Weg, aus dem später Apples iOS werden sollte. Im Jahr 2011 verließ er das Unternehmen, seitdem sitzt er unter anderem im Verwaltungsrat von Parallels.

Als Investoren des neuen Projekts UpThere, dessen Produkt ein Konkurrent für Apples iCloud werden dürfte, benennt die Website die Unternehmen KPCB, Elevation Partners und Google Ventures. Letzteres ist Googles Investment-Tochter, Elevation Partners ist ein Private-Equity-Unternehmen, hinter dem unter anderem der U2-Frontmann Bono steckt. Elevation Partners war vor einigen Jahren bei dem damaligen Apple-Konkurrenten Palm eingestiegen, bevor HP Palm übernahm.

UpThere sucht nun Software-Entwickler, deren zukünftige Kollegen Arbeitserfahrungen “bei Unternehmen wie Apple, Google, Oracle, VMware und Microsoft” gesammelt haben. Gesucht sind kreative und talentierte Ingenieure, Produktmanager und Uni-Praktikanten, die Erfahrung mit Technologien wie C/C++, Objective-C (die von Apple verwendete Programmiersprache), Node.js und JavaScript sowie “Plattformen wie iOS und Android” haben. Eine iOS-Integration UpThere dürfte es also auch geben.

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iCloud-Bug: Meldung verspricht Ex-MobileMe-Kunden 25 Gigabyte bis 2050

iCloud-Benutzer, die zuvor MobileMe-Kunden waren, können sich (nicht wirklich) freuen: Eigentlich sollte Apple ihr kostenloses Datenvolumen heute von 25 auf 5 Gigabyte umstellen. Stattdessen zeigen die Systemeinstellungen als neuen Stichtag jetzt den 30.9.2050 an. Allerdings dürfte es sich dabei um einen Fehler handeln.

Der iCloud-Vorgänger MobileMe war zwar kostenpflichtig, dafür verfügten die Benutzer auch über 20 Gigabyte Online-Speicher für E-Mails und weitere Daten. Als Apple letztes Jahr auf das kostenlose Angebot iCloud umstellte, erhielten bisherige MobileMe-Kunden eine kostenlose Account-Verlängerung bis zum 30. Juni 2012, die insgesamt 25 Gigabyte Kapazität mit sich brachte – die gewohnten 20 Gigabyte plus die 5 Gigabyte, die im iCloud-Angebot ohnehin enthalten sind.

Im Anschluss verlängerte Apple diese Übergangszeit um weitere drei Monate, also bis zum 30. September 2012. Mit dem heutigen Montag ist die Übergangszeit vorbei, so dass früheren MobileMe-Benutzern ab sofort nur noch 5 Gigabyte Cloud-Speicher zur Verfügung stehen dürfte – soweit sie sich nicht dafür entschieden haben, gegen Entgelt weiterhin über mehr Speicher zu verfügen.

TUAW ist aber aufgefallen, dass dem nicht so ist. Sowohl in den iOS- als auch den OS-X-Einstellungen zeigt Apple den betroffenen Benutzern stattdessen die Meldung, dass sie bis zum 30. September 2050 (in Worten: das Jahr zweitausend-fünfzig) über 25 Gigabyte Online-Speicher verfügen werden. In 38 Jahren dürfte das zwar nicht mehr wirklich viel sein, auch sollte man nicht darauf wetten, dass es iCloud dann überhaupt noch in dieser Form gibt. Dafür gibt’s das Ganze aber Gratis.

Allerdings ist davon auszugehen, dass es sich einfach um einen Fehler bei der Umstellung handelt, den Apple bald beheben wird. Jedenfalls lässt sich aber aktuell noch auf mehr Speicher zugreifen, als das zumindest heute der Fall sein dürfte.

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iCloud: Apple warnt MobileMe-Umsteiger vor nahendem Downgrade

MobileMe-Nutzer, die während der Einführung von Apples iCloud noch einen kostenpflichtigen MobileMe-Account nutzten, erhielten im vergangenen Jahr ein kostenloses Upgrade von 20 GB auf insgesamt 25 GB. Da dieses Schmankerl Ende September ausläuft, warnt Apple seine Nutzer vor dem baldigen Downgrade auf nur noch 5 GB.

Wie The Next Web berichtet, bekommen die Nutzer, die derzeit mehr als die kostenlosen 5 GB nutzen, entsprechende Mails, in denen Apple auf das Ende des kostenlosen Speichers hinweist. Sollte der Nutzer nicht entsprechend Platz schaffen, werden Backups nicht mehr wie gewohnt funktionieren und Apps können keine neuen Dateien im Online-Speicher anlegen.

In der Mail beschreibt Apple wie man etwa auf einem iOS-Gerät Platz schafft und wie man alternativ auf einen kostenpflichtigen iCloud-Account umsteigt:


(Bild: The Next Web)

Nach dem 30. September werden die alten MobileMe-Kunden ihren Zugang zu dem kostenlosen Speicherplatz verlieren. Danach haben sie – wie alle anderen kostenlosen iCloud-Nutzer – nur noch 5 GB Kapazität, sollten sie sich nicht für den Kauf von zusätzlichem Speicher entscheiden.

Dateien oder Backups, die bereits in Apples iCloud gespeichert sind, werden nicht gelöscht. Wie bereits oben erwähnt, werden lediglich keine neuen Backups mehr angelegt und Anwendungen können keine neuen Dateien schreiben.

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iCloud: Mail-Zugriff für einige (wenige) Benutzer seit Stunden nicht möglich

Für iCloud-Benutzer, die seit Stunden nicht auf ihre Mails zugreifen können, gibt es einen kleinen Trost: Sie sind nicht allein. Mindestens seit gestern Abend ist einigen Apple-Kunden der Mail-Zugriff komplett verwehrt. Allerdings sollen nur 1,1 Prozent der Benutzer betroffen sein.

Wer Apples iCloud-Support-Website aufruft, findet dort eine Statusmeldung: Nachrichten und Notizen lassen sich von 1,1 Prozent der Benutzer nicht aufrufen. Apple versichert ihnen, dass das Unternehmen normale Funktionalität so bald wie möglich wieder herstellen wird.

Die aktuelle Statusmeldung – am frühen Morgen europäischer Zeit – stammt von 19:52 Uhr pazifischer Sommerzeit am 11. September, also 4:52 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am Mittwochmorgen. 9 to 5 Mac berichtete aber schon gestern Abend von dem Problem und verwies auf eine Statusmeldung von 19:54 Uhr deutscher Zeit. Die Probleme halten also schon seit vielen Stunden an.

Es bleibt zu hoffen, dass für die betroffenen Benutzer keine Mails verloren gehen. In der Regel sollten zwischenzeitlich eingetroffene Mails nach der Behebung der Probleme aber angezeigt werden.

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iCloud: Apple-Mitarbeiter erhalten 50 Gigabyte Gratis-Speicher

Apple-Mitarbeiter bekommen ebenso wie Angestellte anderer Unternehmen nicht nur ihr reguläres Gehalt, sondern auch Vergünstigungen auf Apples Produkte. Nachdem es seit Januar bereits neue Rabatte für Macs und iPads gibt, können sich die Angestellten jetzt über kostenfreie 50-Gigabyte-iCloud-Speicher freuen.

Bereits für den iCloud-Vorgänger MobileMe bekamen Apple-Mitarbeiter einst Gratis-Accounts. Seit dem Wechsel zu iCloud ist Apples Online-Dienst in der Standard-Ausführung mit 5 Gigabyte Kapazität für alle Benutzer kostenlos, so dass der Vorteil für die Mitarbeiter entfiel. Mit den 50 Gigabyte Gratis-Speicher erhalten die Mitarbeiter nun eine Leistung, die sonst 80 Euro kostet.

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iCloud-Nutzer berichten von unbekannten Zugriffen und gesendeten Spam-Mails

Immer wieder kommt es vor, dass Spammer die E-Mail-Adressen normaler Internet-Nutzer verwenden, um diese für das Versenden von störenden und unerwünschten Mails zu verwenden. In der Regel geschieht dies aber nicht über die Konten der Nutzer direkt, sondern es wird lediglich die Absender-Adresse gefälscht.

Im aktuellen Fall berichten eine Reihe von iCloud-Nutzern in Apples Diskussionsforen jedoch, dass ihre normalerweise ungenutzten E-Mail-Konten bei iCloud auf einmal für das Versenden von Spam-Mails genutzt werden. Ein weiterer Nutzer entdeckte das Problem, als er von seiner eigenen, nicht genutzten @me.com-Adresse eine Spam-Nachricht erhalten hatte.

Die E-Mails werden an die ebenfalls in iCloud gespeicherten Kontakte verschickt. So erfahren die Nutzer auch erst über das eigentliche Problem: Freunde und Kollegen wundern sich, warum sie auf einmal unerwünschte Mails erhalten und wenden sich an den unwissenden Absender.

Die abgesendeten Mails wurden von den betroffenen Nutzern sogar noch in den gesendeten Mails auf iCloud.com gefunden. Ein weiterer Hinweis darauf, dass hier nicht einfach jemand die E-Mail-Adressen verwendet, wie es sonst häufig der Fall ist.

Wie die Absender der Spam-Mails an die Login-Daten der Nutzer kamen ist noch ein Rätsel. Einige der betroffenen Nutzer berichten, dass sie lange und kryptische Passwörter benutzen, die in keinem Wörterbuch zu finden sind, so schreibt “solargaze”:

This happened to me too about 30 minutes ago. I never use my @me email for anything, and I gurantee someone didn’t break into the account by guessing my password (or brute force methods) – it’s a pseudoly randomly generated string of 15 numbers, letters (upper and lower case), and symbols (I worked in IT for many years and am perhaps overly zealous about password security, which makes memorization a real pain).

Inhalt der Mails war unter anderem ein Text wie “Let your computer do the work and EARN money!” oder “Ways to make, earn or get money on the Internet”. Beide Male gefolgt von einem Link.

Denkbar wäre etwa ein Phishing-Angriff oder eine Anwendung, die die Passwörter der Nutzer ausgelesen hat. Eher unwahrscheinlich erscheint die Variante, dass Apples iCloud selbst eine Sicherheitslücke aufweist, über welche der Angreifer Zugriff auf die Konten bekam.

Bis weitere Details zu dem Problem bekannt sind, ist dies eine gute Gelegenheit mal wieder die Passwörter zu ändern und zu überprüfen, ob man nicht selbst zum Opfer geworden ist – unabhängig davon, ob man die Mail-Funktionen von iCloud/MobileMe nutzt oder nicht.

Von Apple gab es bisher keine Auskunft zu dem Problem. Sobald wir auf unsere Anfrage eine Antwort erhalten, werden wir den Artikel entsprechend aktualisieren.

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iCloud: Kommendes Update soll Foto- und Video-Funktionen erweitern

In den vergangenen Tagen waren wir alle mehrfach Zeuge von diversen Änderungen, die Apple an der Webseite von iCloud vorgenommen hatte. Ein kommendes Update soll nun angeblich die Foto-Funktionen der Cloud-Lösung erweitern.

Wie das Wall Street Journal berichtet, soll es die überarbeitete Version von iCloud den Nutzern erlauben, Fotos mit anderen Nutzern zu teilen. Auch eine Kommentar-Funktion soll dann Bestandteil des Foto-Sharings sein. Das Update soll im Rahmen der WWDC im Juni vorgestellt werden.

Nachdem bereits das Synchronisieren von Fotos mit iCloud möglich ist, arbeitet Apple angeblich auch an der Möglichkeit Videos, die etwa mit dem iPhone oder iPad aufgenommen wurden, in der Cloud zu speichern. Natürlich sollen diese Funktionen auch Bestandteil von iOS 6 sein.

Bereits in der vergangenen Woche wurden Benachrichtigungen auf iCloud.com entdeckt, die denen von iOS ähneln. Kurz darauf wurde eine Beta-Version von iCloud.com entdeckt, die unter anderem Symbole für Erinnerungen und Notizen zeigt. Im Quelltext der Seite wurden darüber hinaus Hinweise auf eine Beta von iOS 6 entdeckt.

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iCloud: Beta-Seite zeigt Icons für Erinnerungen und Notizen

Nachdem Apple vor einigen Tagen dabei überführt wurde, Benachrichtigungen auf iCloud.com zu testen, ist nun eine Beta-Seite aufgetaucht, die getrennte Web-Anwendungen für Notizen und Erinnerungen zeigt. Der Code weist daraufhin, dass wir in Kürze eine erste Beta von iOS 6 erwarten dürften.

Ein Login auf der iCloud-Seite beta.icloud.com ist derzeit noch nicht möglich – auch mit vorhandenem Developer-Account. Wie 9to5Mac berichtet, scheint es notwendig, dass man sich zuvor mit einem iOS-Gerät anmeldet, auf dem eine noch nicht öffentlich verfügbare iOS-6-Beta läuft. Dies lassen jedenfalls die im Quelltext der Seite gefundenen Hinweise vermuten.

Tick-Tock. Die Zeit bis zur Veröffentlichung der ersten Beta-Version läuft.

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Apple-Tests: Benachrichtigungen im iOS-Stil auf iCloud.com

Wer aktuell Apples iCloud-Webseite einen Besuch abstattet, wird am oberen Fensterrand der Seite eine kurze Benachrichtigung zu sehen bekommen, die der einen Mitteilung in iOS ähnelt.

Der Text der auf iCloud.com angezeigten Nachricht lautete in unserem Test:

Default Title for English
English – This is test message description

Das holprige Englisch und die Tatsache, dass die Nachricht überhaupt angezeigt wird, lässt relativ eindeutig darauf schließen, dass dies ein interner Test war, der eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war.

Was Apple genau in diesen Mitteilungen anzeigen wird, kann derzeit nur spekuliert werden. Denkbar wären etwa Hinweise auf neue E-Mails, anstehende Termine, Erinnerungen oder auch der Status der verschiedenen iCloud-Dienste.

Apple hat in der Vergangenheit bereits die Nachrichtenzentrale als Bestandteil des kommenden OS X 10.8 Mountain Lion angekündigt. Damit werden die einst in iOS gestarteten Nachrichten nicht mehr nur auf iPhone, iPad und iPod touch sondern auch dem Mac für die Verbreitung von Informationen sorgen.

Wie der heutige Test vermuten lässt, macht Apple auch vor iCloud.com keinen Halt.

Update: Mittlerweile wird die Nachricht anscheinend nicht mehr angezeigt.

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LG Mannheim: Apples Push-E-Mail muss weiterhin deaktiviert bleiben

Nachdem bereits das Landgericht Karlsruhe vor einigen Wochen entschieden hatte, dass Apple mit dem Push-E-Mail-Dienst in iCloud und MobileMe gegen ein Patent von Motorola Mobility verstößt, ist nun auch das LG Mannheim zum selben Urteil gekommen.

Wie Dow Jones Newswires (via The Next Web) in der vergangenen Nacht berichtete, hat sich auch das LG Mannheim auf die Seite von Motorola Mobility Inc. (MMI) gestellt. Dies führt dazu, dass Apples Push-E-Mail-Dienste in Deutschland bis auf Weiteres deaktiviert bleiben müssen.

Das Gericht gab des Weiteren bekannt, dass Apple eine Strafe an Motorola zahlen muss, die Summe nannte man allerdings nicht.

Apple selbst stellt auf seinen Support-Seiten Informationen bereit, wie man die Einstellungen in iOS entsprechend anpasst, um die Mails in regelmäßigen Abständen herunterzuladen. Dort steht unter anderem:

Aufgrund einer kürzlichen Patentklage von Motorola Mobility können Benutzer von iCloud und MobileMe ihre iCloud- und MobileMe-E-Mail derzeit nicht auf ihre iOS-Geräte pushen lassen, wenn sie sich innerhalb der Grenzen Deutschlands befinden.

Betroffene Kunden werden weiterhin ihre iCloud- und MobileMe-E-Mail erhalten; neue Nachrichten werden jedoch erst dann auf ihre Geräte geladen, wenn das Mail-Programm geöffnet wird, bzw. wenn das Gerät periodisch neue E-Mails abruft, je nach Konfiguration der iOS-Einstellungen. Der Push-E-Mail-Service auf Desktop-Computern, Laptop-Computern und im Internet, sowie Dienste anderer Anbieter, wie z. B. Microsoft Exchange ActiveSync, sind hiervon nicht betroffen.

Der Push-Dienst von iCloud und MobileMe ist bereits seit dem 24. Februar inaktiv.

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iCloud: Apple besitzt den Generalschlüssel

Für die meisten Anwender dürfte das Ergebnis einer Untersuchung durch Ars Technica keine Überraschung sein: Die Daten, die bei Cloud-Diensten wie iCloud gespeichert sind, können jederzeit vom Anbieter – in diesem Fall Apple – ausgelesen und gegebenenfalls an die Behörden weitergegeben werden.

Wie die Kollegen von Ars Technica berichten, seien schon die Nutzungsbedingungen von iCloud aufschlussreich genug, um auf diese Tatsache hinzuweisen. Dort heißt es unter dem Punkt “Entfernen von Inhalten”:

Apple behält sich jedoch das Recht vor, jederzeit zu überprüfen, ob Inhalte angemessen sind und mit dieser Vereinbarung übereinstimmen, und kann ohne vorherige Ankündigung und in seinem alleinigen Ermessen Inhalte jederzeit vorab sichten, verschieben, ablehnen, modifizieren und/oder entfernen, wenn diese Inhalte diese Vereinbarung verletzen oder in sonstiger Weise anstößig sind.

“Wären die iCloud-Daten vollständig verschlüsselt, könnten sie die Inhalte nicht überprüfen, an die Polizei übergeben oder in DMCA-Verstößen ermitteln”, so der Sicherheitsspezialist Jonathan Zdziarski gegenüber Ars Technica.

Auch Securosis CEO Rich Mogull stimmt dem Bericht zu und sagte, dass nur der Transport der iCloud-Daten verschlüsselt sei. “Apple könnte die Daten auf seinen Festplatten verschlüsseln, aber auch dann bräuchten sie den Schlüssel”, so Mogull.

Apple handelt hier wie der Rest der Industrie. Robby Gulri, Vice President des Sicherheitsunternehmens Echoworx sagte, dass Apple die richtigen Schritte gewählt habe, um die Daten und Privatsphäre der Nutzer zu schützen. “Die Daten werden mit Hilfe von SSL sicher übertragen, sie werden mit 128-Bit-Schlüsseln verschlüsselt und Apple hat es Entwicklern verboten UDIDs zu nutzen“, so Gulri. “Aber nur weil die Daten verschlüsselt sind, heißt es nicht, dass sie auch sicher sind.” “Es besteht immer die Gefahr, egal wie unwahrscheinlich, dass ein Mitarbeiter illegal auf die Daten der Nutzer zugreifen könnte.”

Verbesserungsvorschläge

Gulri nannte gegenüber Ars Technica aber auch eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen, die Apple und natürlich andere Unternehmen übernehmen könnten, um die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer zu verbessern. Zunächst sollten die Unternehmen ein Public-Key-Verfahren nutzen, um die Daten der Anwender zu verschlüsseln. Sofern niemand anderes Zugriff auf den privaten Schlüssel hat, kann – abgesehen vom Nutzer selbst – niemand die Daten entschüsseln.

Darüber hinaus wünscht er sich, dass die Sicherheitsvorkehrungen der Unternehmen regelmäßig von unabhängigen Firmen überprüft werden sollten. Die Kette dieser Vorkehrungen sei nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Auch bei der Verschlüsselung von E-Mails sieht Gulri dringenden Nachholbedarf. Apple, aber auch andere Anbieter wie Google, legen hier primär Wert auf die Bequemlichkeit. Darunter leidet auch die Sicherheit, wie sie etwa S/MIME bietet.

Weiterhin gilt also: wer auf Nummer sicher gehen will, muss seine Daten entweder vor dem Upload auf Cloud-Dienste selber verschlüsseln oder auf diese Dienste teilweise oder vollständig verzichten. Hier muss jeder für sich entscheiden, wie sehr man dem zuständigen Unternehmen traut. Gulri etwa nutzt nur Foto Stream und die Synchronisation von iTunes-Inhalten. Andere iCloud-Funktionen hat er deaktiviert.

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Push-Funktion für iCloud bleibt weiter abgeschaltet

Die Push-Funktion für Apples mobilen Datendienst iCloud muss in Deutschland auch weiterhin abgeschaltet bleiben. Dies entschied das OLG Karlsruhe am Freitag in dem Verfahren gegen Motorola. Apple hatte einen Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung gestellt. 

“Wir freuen uns über die Entscheidung des Gerichts. Wir werden auch weiterhin unsere Patente verteidigen”, zitiert Patentexperte Florian Müller die Stellungnahme des Gegners Motorola Mobility. Im Februar hatte das Landgericht Mannheim entschieden, dass Apple seine Push-Dienste wegen einer Patentverletzung einstellen muss. Der Gegner Motorola Mobility hatte sich auf Patente berufen, die ursprünglich für Pager konzipiert wurden.

Apple hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt und für den Verlauf des Verfahrens die Einstellung der Zwangsvollstreckung beantragt. Bei der Entscheidung über solche Anträge wägt das Gericht die Erfolgsaussichten der Berufung ab. Im diesem Fall fiel die Einschätzung zum Nachteil Apples. Auch weiterhin müssen deutsche iCloud-Kunden demnach auf die Push-Funktion verzichten. In einem Support-Dokument regt Apple an, die Einstellungen auf den automatischen Abruf in festen Zeitintervallen zu verändern.

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iCloud ist schmutzig: Greenpeace verurteilt Energieversorgung

Die Datenzentren im US-Bundesstaat North Carolina versorgen unter anderem iCloud-Kunden mit Daten aus den Wolken. Davon gibt es inzwischen 100 Millionen, wie Tim Cook auf dem letzten Apple-Event stolz verkündete. Wenig beeindruckt ist derweil Greenpeace. Die Organisation wirft dem Hersteller vor, die Anlage mit „dreckigem“ Kohlestrom zu betreiben.

Ein Sprecher von Greenpeace sagte gegenüber den Kollegen von Cult of Mac, die iCloud-Datenzentren würden zu 60 Prozent mit Elektrizität aus umweltverschmutzenden Kohlekraftwerken versorgt.

„Bei Apple geht es um Innovation, aber Kohlestrom aus einer sehr billigen Quelle zu beziehen, ist nicht innovativ“, meint Gary Cook. Jede Datei, die von den Cloud-Servern auf das eigene iPhone geladen wird, zerstöre die Appalachen.

Cook (keine Verwandtschaft mit Apples CEO Tim Cook) hofft, dass Apple sich besinnt und die Datenzentren mit sauberen Energien betreibt. „Facebook, Yahoo und Google stellen sich schon jetzt sehr viel besser an, wenn es um eine saubere Stromversorgung geht“, erklärt er.

Dieser Wunsch könnte schon bald in Erfüllung gehen. Bereits im Oktober 2011 gab es Berichte, dass Apple eine gigantische Solar-Anlage auf dem Gelände direkt neben den iCloud-Servern plane. Auf 692.000 Quadratmetern sollen Solarzellen aufgestellt werden, die umweltschädlichen Kohlestrom überflüssig machen würden.

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Apple zeigt Werbespot für iCloud

Apple lässt in diesen Tagen einen neuen Werbespot ausstrahlen, der sich auf Cloud konzentriert. Der Spot zeigt ganz ohne Worte, welche Vorteile Apples Cloud-Computing-Angebot für iPhone-, iPad- und Mac-Benutzer bringt.

In dem 30-sekündigen Spot zeigt Apple, wie gekaufte Musik, Apps und iBooks, Terminkalender- und Adressbuch-Einträge sowie Fotos automatisch auf allen mit einem iCloud-Account verbundenen Geräten auftauchen.

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iTunes Match: Apples Cloud-Musik-Angebot jetzt auch in Deutschland erhältlich

Kurz vor Weihnachten ist es nun soweit: iTunes Match ist nun international erhältlich, darunter auch in Deutschland. Zwar lässt eine offizielle Pressemitteilung zum Start noch auf sich warten. Wer aber den deutschen iTunes Store besucht, findet dort bereits Apples 24,99-Euro-Cloud-Musik-Angebot.

Bereits in den letzten Tagen konnten sich einige europäische Benutzer bei iTunes Match registrieren, Apple sprach ihnen gegenüber allerdings von einem Versehen und gab ihnen das Geld zurück. Dieses Versehen sprach aber dafür, dass das eigentliche Angebot nicht mehr lange auf sich warten lassen würde.

Und tatsächlich: Wer heute den deutschen iTunes Store aufruft, findet dort eine Werbung für iTunes Match sowie die dazugehörigen Menü-Einträge auf der rechten Seite. Dort befindet sich sowohl ein Eintrag für “Gekaufte Artikel”, wo sich zuvor gekaufte Musiktitel anzeigen und erneut herunterladen lassen. Dabei handelt es sich um das kostenlose Angebot “iTunes in der Cloud”.

iTunes Match ist wiederum ein kostenpflichtiger Dienst. Für 24,99 Euro pro Jahr lässt sich die gesamte Musikbibliothek des iTunes-Benutzers analysieren und mit den im iTunes Store vorhandenen Titeln abgleichen. Insgesamt 25.000 Titel stehen dann auf allen Geräten als Cloud-Download zur Verfügung – zuzüglich der im iTunes Store gekauften Musik. Befindet sich ein Titel der Musikbibliothek nicht im iTunes-Store-Sortiment, kann der Benutzer diesen hochladen. Im Anschluss lassen sich dann alle Titel, die sich in der “Wolke” befinden, mit allen mit dem iCloud-Account des Benutzers verbundenen iOS-Geräten herunterladen. Das spart auf diesen vor allem Speicherplatz, da der Benutzer dann nicht mehr die gesamte Musikbibliothek synchronisieren muss, um immer Zugriff auf seine Titel zu haben.

Das Angebot war seit einigen Monaten in den USA und seit einigen Tagen in Brasilien erhältlich. Die Verzögerung des Deutschland- und Europa-Starts erklärt sich durch neue Lizenzabkommen, die Apple erst mit den Rechteinhabern abschließen musste.

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iCloud: Apple angeblich kurz vor Lizenzabkommen mit Film-Studios

In den USA lassen sich nicht nur Fotos, Apps und iBooks-Bücher über iCloud zwischen iOS-Geräten und Macs abgleichen, sondern auch Musik und Fernsehserien aus dem iTunes Store. Was noch fehlt, sind Kinofilme. Auch das könnte sich bald ändern: Apple soll kurz vor einem Lizenzabkommen mit Film-Studios um ein Cloud- und Streaming-Angebot stehen.

Sowohl die LA Times als auch das üblicherweise über Apples Pläne gut informierte Wall Street Journal berichten von den Verhandlungen zwischen Apple und den Film-Studios. Der Deal könnte dazu führen, dass sich Kinofilme noch in diesem Jahr über iCloud zwischen einzelnen iOS-Geräten abgleichen und vielleicht sogar direkt von Apples Servern streamen lassen.

Möglich sei auch, dass das Angebot erst Anfang 2012 startet. Da Apple solche Lizenzabkommen üblicherweise erst in den USA und dann erst in anderen Ländern abschließt, ist aber davon auszugehen, dass sich Film-Freunde hierzulande so oder so noch einige Zeit gedulden müssen.

Die LA Times kann sich außerdem vorstellen, dass Apple dem Cloud-basierten Lizenzierungssystem UltraViolet beitreten wird, das bisher alle wichtigen Film-Studios außer Disney unterstützen. Die Studios hätten Apple gerne mit an Bord, da rund 66 Prozent des digitalen Film-Verleihs und der Film-Downloads auf Apple zurückgingen. Ein solcher Beitritt Apples könnte ein Zugeständnis sein, das Apple den Studios zugunsten einer zusätzlichen Integration mit iCloud macht.

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iPhoto und Aperture: Updates bringen iCloud-Fotostream-Unterstützung

Apple hat eine neue Version 9.2 von iPhoto und eine neue Version 3.2 von Aperture veröffentlicht. Die Foto-Verwaltungs-Apps unterstützen den Abgleich von Fotos mit iOS-Geräten über Apples iCloud. “Fotostream” nennt Apple diese Funktion, die beispielsweise ein mit dem iPhone geschossenes Foto kurz später auf einem iPad oder Mac auftauchen lässt.

iPhoto 9.2 bringt neben der iCloud-Anbindung auch weitere kleinere Neuerungen: In der Vergrößerungsansicht lässt sich nun durch Fingerwischen auch zwischen einzelnen Fotos navigieren. Zuvor importierte Fotos zeigt iPhoto nun in einem eigenen Bereich innerhalb des Importfensters an. Themen für Bücher und Kalender und Kategorien für Karten lasse sich nun mit Hilfe eines Einblendmenüs in der Karusellansicht auswählen. Außerdem behebt das Update ein Problem beim Ausdruck einzelner Seiten eines Buchs sowie bei der Übernahme von gesicherten Diashows und Büchern beim Neuanlegen einer Mediathek.

Aperture 3.2 bringt neben der iCloud-Unterstützung einige Fehlerbehebungen und kleinere Verbesserungen: Unter anderem soll die Anzeige “Laden” nun im Viewer während des Beschneidens eines Fotos nicht mehr erneut erscheinen, außerdem soll Aperture nun automatisch im Vollbild-Modus starten, wenn der Benutzer die Anwendung zuletzt auch in diesem Modus verwendet hatte. Die Geste für den Zoom-Modus aktiviert diesen nun automatisch im Viewer, die “Wischen”-Gesten zur Navigation zwischen Fotos lassen sich nun auch im Viewer verwenden. Benutzer von Microsoft Outlook können diese Anwendung nun als E-Mail-Client auswählen.

Auch soll ein Problem nicht mehr auftauchen, dass Aperture unter Lion beim Verwenden von Pinseln zum Abstürzen brachte. Die Lupe soll Vergrößerungswerte nun korrekt anzeigen, auch soll Aperture unter Lion nun das Farbprofil von extern bearbeiteten Bildern wieder korrekt anzeigen. Das Fenster “Import” besitzt nun eine Option zum Löschen der Bilder nach dem Import von einem iPhone oder iPad, das Werkzeug “Extrahieren & Übernehmen” zeigt nun die richtigen Zeigersymbole in den Modi “Geteilte Darstellung” und “Viewer” an.

iPhoto 9.2 ist ein Update für iPhoto ’11*, das für 11,99 Euro im Mac App Store erhältlich ist. Aperture* gibt es dort für für 62,99 Euro.

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Updates: Numbers, Keynote, Pages für iCloud, iMovie mit Bugfixes

iCloud für iWork
Was wäre die iCloud ohne eine kompatible iWork-Suite? Richtig. Daher stehen ab sofort neue Versionen von Numbers, Keynote und Pages zum Download bereit. Das Update auf Version 1.5 beschert den drei iWork-Apps neue Funktionen und Bugfixes sowie, natürlich, die benötigte iCloud-Kompatibilität. Darüber hinaus gibt es auch ein Update für die beliebte iMovie-Applikation. Version 1.2.2 hat mehrheitlich Bugfixes im Gepäck.

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iCloud-Updates für Lion und iTunes vor iOS 5

Möglicherweise werden die für das iCloud-Update relevanten Aktualisierungen für Mac OS X Lion und iTunes schon am 11. Oktober erscheinen und damit vor dem großen Update auf iOS 5 am folgenden Tag.

Die kommende Woche verspricht eine ereignisreiche Software-Woche im Hause Apple zu werden. Sowohl das Mac OS X Betriebssystem als auch iTunes, iOS und iWork für iOS erfahren fast gleichzeitig eine wesentliche Überarbeitung. Zudem wird Apple den Grußkartendienst “Cards” aktivieren. Laufen alle iCloud-Aktualisierungen glatt, wird der iTunes-Match-Service zwei Wochen später in den USA online gehen. Ein Zeitplan für Europa steht noch aus.

Die vorgezogenen Updates von Lion und iTunes würden die Serverlast bei Apple erleichtern und die größten Datenpakete aus dem Weg schaffen bevor die mobilen Aktualisierungen anstehen.

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OS X Lion 10.7.2: iCloud nun in Beta-Version integriert

Bei Apple registrierte Entwickler, die OS X Lion in der Beta-Version 10.7.2 und die iCloud-Beta für den Mac testen, müssen die Beta-Versionen nicht mehr einzeln herunterladen. Im neuen Beta-Build 11C55 von OS X Lion 10.7.2 ist iCloud nun integriert.

Die neue Beta-Version, die Apple am vergangenen Sonntag veröffentlichte, ist für registrierte Entwickler über Apples Entwickler-Website erhältlich. Weitere Neuerungen, die über die Integration der iCloud-Beta hinausgehen, sind nicht bekannt.

Bild: 9 to 5 Mac

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iCloud Beta – Neue Version von iCloud – Weitere MobileMe-Features sterben

Neben der neuen iOS 5 Beta hat Apple das Wochenende auch dazu genutzt ein neues Beta-Update von OS X 10.7.2, Safari 5.1.1 und eine neue iCloud-Beta zu veröffentlichen.

Wochenendupdates haben bei Apple mittlerweile eine gewisse Normalität. Bestandteil der am Samstag veröffentlichten Beta 6 von iCloud ist nun auch die Migrationsmöglichkeit eines MobileMe-Accounts zu iCloud. Über die Website von MobileMe können zahlende Entwickler und aktive MobileMe-Benutzer jetzt ihren Account umschreiben lassen. Achtung: Apple spricht beim Umschreiben von einem Verschieben der im Account gespeicherten Daten und warnt auch in der Dokumentation davor, iCloud für produktive Systeme zu nutzen. Es kann ohne Vorwarnung vorkommen, dass die Daten gelöscht werden. Es handelt sich um eine Beta!

Wie unter anderem MacStories dabei aufgefallen ist, werden weitere Funktionen von MobileMe auf der Strecke bleiben. Bereits bekannt war, dass die Galerie, iDisk und iWeb nur noch bis zum 30. Juni 2012 funktionieren werden. Neu ist hingegen, dass nun auch die Synchronisation von Dashboard Widgets, Dock-Einträgen, dem Schlüsselbund, Mail-Konten, Signaturen, intelligenten Mailboxen und Systemeinstellungen nicht mehr Bestandteil von iCloud sein wird. Diese Änderung gilt sobald der MobileMe-Account zu einem iCloud-Account wird.

Ersten Berichten zufolge bekommen aktuell bezahlte MobileMe-Accounts bis zum 30. Juni 2012 ein kostenloses Upgrade auf 20 GByte Speicherplatz. Normale iCloud-Benutzer haben nur 5 GByte. In der Web-Oberfläche von iCloud gibt es aktuell noch keine Möglichkeit mehr Speicherplatz zu kaufen, diese Funktion war zuerst in der vergangenen Woche in iOS aufgetaucht.

Benutzt Ihr Cloud-Dienste wie MobileMe, Dropbox oder Google Docs? Traut Ihr solchen Diensten eure privaten Daten an? Sagt uns eure Meinung!

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iCloud.com: MobileMe-Benutzer fühlen sich zu Hause – Apple integriert “Meinen Mac finden”

Seit Anfang dieser Woche können bei Apple registrierte Entwickler eine Beta-Version von iCloud.com testen. Nach einigen Tagen lässt sich sagen: Die Web-Oberfläche von iCloud ähnelt in weiten Teilen Apples bestehendem Online-Dienst MobileMe, wobei Apple allen Web-Apps ein Update spendiert hat. iCloud.com bringt aber auch einige Neuerungen wie eine iWork-Integration, Photo Stream und zusätzlich zu “Mein iPhone finden” auch die Funktion “Meinen Mac finden”.

Keine steile Lernkurve für MobileMe-Benutzer

Die Macher der Website Engadget haben iCloud einige Tage ausprobiert und beenden ihren Kurz-Test der Beta-Version mit einem eher positiven Fazit. Zwar gab es Komplikationen beim Einsatz der Beta-Version der neuen iWork-Apps auf einem iPad – sie stürzten zunächst dauernd ab. Allerdings handelt es sich eben nur um Vorab-Versionen der Apps. Auch mussten die Tester zunächst iCloud für OS X Lion installieren, eine neue Beta-Version von iOS 5 herunterladen und sich die iWork- und iPhoto-Betas besorgen, um alle Funktionen testen zu können. Das dauerte erst einmal seine Zeit.

Wer bereits MobileMe-Kunde ist, sollte sich ohne größere Probleme bei iCloud.com zurechtfinden können. Zwar hat Apple allen Web-Apps eine Verjüngungskur spendiert. Im Prinzip hat sich optisch aber nicht sehr viel verändert, und auch die Technik ähnelt der des iCloud-Vorgängers: Apple hat auch die iCloud.com-Web-Apps mit dem von Apple mit entwickelten JavaScript-Framework SproutCore erstellt. Das Open-Source-Framework hilft beim Erstellen von JavaScript-/HTML5-Inhalten und gilt für einige Einsatzgebiete als eine Alternative zu Adobes Flash. Der geistige Vater von SproutCore, Charles Jolley, hatte Apple letztes Jahr allerdings verlassen, um ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Die einzelnen iCloud.com-Web-Apps entsprechen dann auch denen, die es bereits für MobileMe-Benutzer gibt: Die Web-Mail-Oberfläche ähnelt in weitem Teilen ihrem MobileMe-Pendant, bisher können Entwickler über die Web-App auch nur auf bestehende MobileMe-Mail-Accounts zugreifen. Die Kontakte-App ähnelt äußerlich nun der iOS-5-Kontakte-App und dem Adressbuch von OS X Lion, iCloud gleicht alle Daten zwischen der Web-Oberfläche mit Lion und den iOS-Geräten miteinander ab. Das ist allerdings auch mit MobileMe schon so.

Die Kalender-Web-App ist eine Art Mischung aus der Lion- und der iOS-5-Version mit eigenen Elementen. Die Übersicht über einzelne Kalender stellt die App ähnlich wie in früheren Mac-OS-X-Versionen als Spalte und nicht als Pop-Up-Menü dar, unterhalb der eigentlichen Termine gibt es eine Art Schiebe-Regler, um zwischen Wochen oder Monaten zu wechseln – wie in der iOS-5-App. Auch die Kalender-App bietet wie ihr MobileMe-Vorgänger eine direkte Synchronisation mit ihren Mac- und iOS-Pendants, auf Wunsch lassen sich Daten auch in einem Cache des Macs ablegen.

iCloud-iWork: Synchronisation, aber keine Browser-Bearbeitung

iWork-Dokumente lassen sich nun mit Hilfe der neuen iOS-Apps, die es bisher ebenfalls nur als Beta-Version gibt, direkt mit iCloud synchronisieren. Wer also beispielsweise ein Dokument mit Pages auf dem iPad bearbeitet, findet es später im gleichen Stadium auf einem iPhone wieder und umgekehrt. Auch in der iCloud.com-Web-App, die das bisherige iWork.com ablösen dürfte, lassen sich die iWork-Dokumente wiederfinden. Dort lassen sie sich allerdings nicht bearbeiten, sondern nur auf einem Mac oder PC herunterladen – dafür aber auf Wunsch auch direkt als Word-, Excel-, PowerPoint- oder PDF-Datei. Umgekehrt lasen sich iWork-Dokumente von einem Mac über iCloud.com auf Apples Online-Speicher hochladen, später erscheinen sie dann auch auf den iOS-Geräten.

Die Funktion Photo Stream erlaubt es wiederum, Fotos, die der iCloud-Benutzer mit einem iPhone, iPad 2 oder iPod touch der vierten Generation geschossen hat, direkt in iPhoto wiederzufinden – ohne das Gerät manuell mit iPhoto verbinden zu müssen. Im Engadget-Test hat auch dieses Feature ohne Probleme funktioniert.

“Mein iPhone finden” bekommt Schwester-Funktion: “Meinen Mac finden”

Seit letzter Nacht gibt es auch eine neue Version der “Mein iPhone finden”-Web-App – in den ersten Tagen verlinkte Apple nur auf die MobileMe-Version. Die Funktionalität scheint sich gegenüber der MobileMe-Variante nicht verändert zu haben, dafür erscheint die App in einem neuen Gewand: Die Google-Maps-Karten sehen klassischer aus, außerdem gibt es iOS-ähnliche Pop-Up-Menüs. Spannender ist derweil die Integration einer “Meinen Mac finden”-App: Lion-Benutzer werden die Funktion im in den iCloud-Systemeinstellungen aktivieren und einen verloren gegangenen oder geglaubten Mac auf einer Landkarte verfolgen können. Der Mac erkennt seine eigene Position anhand der WLAN-Router, zu denen er eine Verbindung aufnehmen kann. Dass Apple ein entsprechendes Angebot plant, hatte bereits eine der Beta-Versionen von OS X Lion verraten.

Bilder: Engadget, 9 to 5 Mac

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iCloud.com: Apple startet Beta-Test der Web-Oberfläche

Bei Apple registrierte Entwickler können ab sofort die Beta-Version von iCloud.com ausprobieren. Die Web-Oberfläche soll mittelfristig die MobileMe-Website ablösen. Außerdem gibt es eine Beta-Version des iOS-iWork und von iPhoto mit iCloud-Funktionen für Entwickler. Auch ist nun bekannt, wie viel zusätzlicher iCloud-Speicher kosten wird.

iCloud.com: Bekanntes Lion- und iOS-Design

iCloud erlaubt es Benutzern, Daten wie den Terminkalender und Einstellungen zwischen mehreren Apple-Geräten abzugleichen und Musik, Fotos, Apps und Dokumente online zu speichern, um sie dann auf allen Geräten wiederzufinden. iCloud.com bietet wie bisher MobileMe.com die Möglichkeit, über den Browser auf E-Mails, den Terminkalender, das Adressbuch und die Funktion “Mein iPhone finden” zuzugreifen. Auch lassen sich iWork-Dokumente über iCloud.com aufrufen. Die Oberfläche der einzelnen iCloud-Web-Apps ähnelt dem von OS X Lion und iOS bekannten Design.

iWork und iCloud: Möglicher Nachfolger für iWork.com

Die Beta-Versionen der iWork-Apps Pages, Keynote und Numbers für Apples iOS-Geräte erlauben es wiederum, Dokumente auf einem iPad, iPhone oder iPod touch zu bearbeiten, um sie dann auf dem jeweils anderen Gerät oder bei iCloud.com auf dem jüngsten Stand wieder zu finden. Ob iCloud.com somit auch der Nachfolger des von Apple bisher eher stiefmütterlich behandelten iWork.com werden soll, ist bislang unklar, erscheint aber nicht unwahrscheinlich.

Zwischenzeitlich soll die Beta-Version von iCloud.com sogar für Benutzer erreichbar gewesen sein, die nicht als iOS- oder Mac-Entwickler bei Apple registriert sind. Mittlerweile bleibt die Beta-Website aber wieder ausschließlich Entwicklern vorbehalten.

iPhoto 9.2: Anbindung an iCloud-Photo Stream

Entwickler können außerdem eine Beta-Version von iPhoto 9.2 für Mac OS X testen, die das Photo-Stream-Feature von iCloud in die App integriert. Photo Stream erlaubt es, Bilder direkt nach der Aufnahme mit einem iPhone oder iPad 2 über iCloud mit anderen iOS-Geräten oder dank iPhoto 9.2 auch mit der iPhoto-Bibliothek abzugleichen.

iOS 5 zeigt Preise für mehr iCloud-Speicher

Seit dem Start von iCloud.com zeigen die Einstellungen der Beta-Version von iOS 5 auch die Preise an, die Benutzer für zusätzlichen iCloud-Speicher bezahlen müssen. Im kostenlosen iCloud-Angebot sind bereits 5 Gigabyte Online-Speicher enthalten. Wer mehr Platz braucht, erhält für 16, 32 und 80 Euro im Jahr zusätzlichen Speicherplatz in Höhe von 10, 20 und 50 Gigabyte.

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Aufwind für Amazon: iCloud-Konkurrent und App-Store-Etappensieg

Amazon hat einige Änderungen seines Cloud Drive Dienstes angekündigt. Damit scheint das Unternehmen auf Apples iCloud zu reagieren, denn wer die Neuerungen betrachtet, findet alte Bekannte. Darüber hinaus lehnte ein Richter in Kalifornien zugunsten des Online-Riesen Apples Antrag auf einstweilige Verfügung im Streit um die Bezeichnung “App Store” ab.

Mit dem günstigsten kostenpflichtigen Abonnement (20 US-Dollar pro Jahr) erhält man derzeit unbegrenzten Speicherplatz für MP3- und M4A-Dateien. Damit ist das Angebot, Musik kostenfrei in der Cloud zu lagern, nicht mehr nur auf Titel aus dem Amazon MP3-Store beschränkt.

Doch auch für alle, die sich mit den kostenfreien 5 Gigabyte zufrieden geben, die Amazon allen Kunden zur Verfügung stellt, gilt: Alles, was der User im Amazon MP3-Store erwirbt, wird nicht auf die Kapazität angerechnet. In freier Abwandlung eines geflügelten Berliner Wortes: iCloud, ick hör’ Dir trapsen.

Für US-Kunden erfreulich, die im Besitz eines iPad sind: Der Cloud Player, mit dem die gespeicherte Musik aus dem Webbrowser heraus abgespielt werden kann, wurde für das Apple-Tablet optimiert. Leider funktioniert der Zugang nur von einem Server aus den USA, hierzulande läuft das Web-Streaming nicht.

Apples iCloud startet zusammen mit iTunes Match noch in diesem Herbst. In dieser Kombination jedoch, wiederum, vorerst nur in den USA. Das Paket wird mit 24,99 US-Dollar pro Jahr voraussichtlich etwas teurer als Amazons Alternative. Dafür klappt die iOS-Integration natürlich besser.

Ins Cloud-Geschäft dringt jetzt auch Dell vor und erweitert sein Programm namens Stage um diverse Cloud-Funktionen. Die Möglichkeit, mehr als kostenlose 2 Gigabyte mit Fotos, Videos und mehr zu füllen, kostet hier ab etwa 20 US-Dollar im Jahr für 5 Gigabyte. 100 Gigabyte gibt es für 150 US-Dollar per annum.

Übrigens: Hierzulande können Smartphone-Besitzer seit neuestem einen Synchronisations-Dienst von simyo nutzen. Mit simyo Synch stellt der Anbieter nicht nur den eigenen Kunden eine kostenfreie Möglichkeit zur Verfügung, Kontakte und Kalendereinträge in der Cloud zu speichern. Bei einem Geräteverlust oder -wechsel lassen sich diese Daten dann problemlos übertragen.

Noch mehr gute Nachrichten für Amazon, die Apple sorgen könnten, kommen aus Kalifornien. Ein dortiges Bezirksgericht lehnte einen Antrag der Anwälte aus Cupertino auf eine einstweilige Verfügung ab. Das Unternehmen wollte erreichen, dass der Richter Amazon vorerst und mit sofortiger Wirkung untersagt, den Namen “App Store” zu verwenden.

Die ehrenwerte Phyllis Hamilton sah jedoch in Apples Vorträgen keine ausreichenden Anzeichen für die “Wahrscheinlichkeit der Verwirrung” unter den Kunden. Der Mac-Macher verwies einer Meldung von Reuters zufolge auf vorige Stellungnahmen, in denen Amazon gebeten wurde, den Namen App Store nicht zu verwenden, da er die Kunden “verwirren und in die Irre führen” könne. Dieses Vorbringen war jedoch nicht substantiiert genug, um das vergleichsweise drastische Rechtsmittel einer einstweiligen Verfügung zu erwirken.

Allerdings ist der Prozess damit nicht beendet. Richterin Hamilton hatte bereits zuvor einen Verhandlungstermin für Oktober 2012 angesetzt. Bis zum Urteilsspruch wird Amazon also weiterhin ungehindert mit dem eigenen App Store werben dürfen.

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John Herbold geht: iCloud-Manager verlässt Apple

Der Senior Product Manager für iCloud hat kürzlich Apple verlassen und arbeitet nun für ein Fitness-Unternehmen. Wie sich dem LinkedIn-Profil von John Herbold entnehmen lässt, freut er sich auf die Herausforderung als Produktmanager im Fitness- und Wellness-Bereich tätig zu sein. Nach der Arbeit an iCloud und Photo Stream wolle er die dort gesammelten Erfahrungen in einer neuen Umgebung einbringen.

Herbold wird nun versuchen, bei HealthTeacher Fitness-Produkte zu entwickeln, die “anregende und innovative Erfahrungen vermitteln und gesundes Leben cool und erstrebenswert machen”.  Damit verlässt innerhalb kurzer Zeit der  dritte hochrangige Apple-Mitarbeiter den Campus in Cupertino.

Zuvor waren bereits Betrand Serlet, vor Craig Federighi verantwortlich für Mac OS X, und Ron Johnson, das Genie hinter dem Apple-Store-Konzept gegangen. Übrigens scheint jeder noch so erfahrene Mitarbeiter zunächst als Praktikant arbeiten zu müssen.

In Herbolds Profil ist vor der Anstellung als Senior Product Manager zu lesen: “Product Marketing Intern bei Apple Computer”. Jeder muss klein anfangen in Cupertino.

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Apple iCloud und iTunes Match: Will das jemand nutzen?

Eine Cloud-Computing-Lösung für die private Musikbibliothek, so etwas hat Apple mit iTunes Match vorgestellt. Die Musik liegt auf Apple-Servern und wird auf alle persönlichen Abspielgeräte  über das Internet synchronisiert Will diese Möglichkeit, für die Apple 24,99 US-Dollar verlangen wird, jemand nutzen?

Ja, es will. RBC Capital Markets hat eine Studie veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommt: 30 Prozent der iPhone-Nutzer wollen den Musik-Streaming-Dienst iTunes Match sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich abonnieren. iCloud möchten sogar 76 Prozent nutzen, das wären 150 Millionen iPhone-Besitzer. Apple spiele damit in einer (Synchronisations-)Liga mit Google und Yahoo.

iCloud als Selbstverständlichkeit

Eine hohe erwartete Nutzung von iCloud ist keine Wunder: Erstens ist iCloud bis 5 Gigabyte kostenlos, nur wer mehr Speicherplatz braucht, muss die Geldbörse zücken. Zweitens sehnen sich viele Mac- und iPhone-Besitzer nach einer guten Lösung, Kontakte, Termine und Daten zu synchronisieren. Von dem bisherigen Dienst MobileMe war selbst Steve Jobs nicht überzeugt.

Die Möglichkeit des Datenaustausches ist fest im Betriebssystem iOS 5 integriert, damit sind die Hürden für die Nutzung sehr gering. Ein Einwand höchstens, den ja vielleicht die 13 Prozent Ablehner im Kopf haben: Die eigenen privaten Daten werden irgendwo im Netz gespeichert, und nicht mal nach europäischem, sondern amerikanischem Recht.

iTunes Match: “nur” 30 Prozent

Interessanter ist da schon der Fund zu iTunes Match: “Nur 30 Prozent“, schreibt CNN Money. Aus europäischer Sicht (es ist davon auszugehen, dass bei der Umfrage vor allem Amerikaner befragt wurden) ist das viel, und für Apple auf jeden Fall eine große Einnahmequelle. Ein Prozent des Umsatzes könne der Dienst für Apple bringen, schätzt der Analyst Abramsky laut Appleinsider.

Knapp 25 US-Dollar zahlt der Nutzer pro Jahr für der Dienst, der im Herbst in den USA starten soll. Zu den Details auf dem deutschen Markt wollte sich Apple auch auf Anfrage von macnews.de nicht äußern, auf der Webseite schreibt das Unternehmen zumindest für iTunes in der Cloud bezüglich des Termins: “Zunächst nur in den USA”. Auch laut Aussage des Mitarbeiters eines Plattenlabels wird iTunes Match im Jahr 2011 nicht mehr nach Europa kommen.

Und was bietet iTunes Match für sein Geld? Die Musikbibliothek iTunes durchsucht, welche Songs auf der privaten Festplatte im iTunes Store verfügbar sind. Diese Musik wird automatisch zur eigenen iCloud-Bibliothek hinzugefügt. Und über diese private iCloud-Bibliothek, die auf Apple-Servern online gespeichert ist, greifen wiederum die persönlichen Geräte wie iPhone oder iPad zu. Songs, die nicht im iTunes Store sind, können manuell in den 5 Gigabyte großen iCloud-Bereich geladen werden. Heißt: Eine Bibliothek für alle Geräte.

Umgerechnet rund 20 Euro pro Jahr, das klingt akzeptabel. Natürlich fallen noch die Kosten für die Musik, ob online oder als CD gekauft, an.

Warum sind die 30 Prozent Interessenten ein guter Wert? Auch ohne iTunes Match können zukünftig Songs auf alle Geräte geladen werden, sofern sie im iTunes Store gekauft wurden. 256 kBit pro Sekunde ist die Datenrate, High-Fidelity-Freunde müssen auf Apple Lossless, WAV und Co also verzichten. Wer nicht alle zwei Tage seine Bibliothek ändert, dem dürfte eine normale Synchronisation – bei iOS 5 übrigens kabellos – reichen. Dass viele den Dienst trotzdem nutzen möchten, ist deshalb überraschend.

Wahrscheinlich wird es so sein, wie bei manch anderen Produkten: iTunes Match braucht man nicht, aber wenn man es hat, will man es nicht mehr hergeben.

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iCloud: Mehr als 5 Gigabyte gegen Gebühr

Wenn Apple im Herbst sein Cloud-Computing-Angebot iCloud startet, bekommen alle Benutzer einen kostenlosen 5-Gigabyte-Online-Speicher für E-Mails und Datenabgleich spendiert. Doch was, wenn die fünf Gigabyte einmal voll sind? Apple hat nun indirekt verraten, dass sich weitere Kapazitäten hinzukaufen lassen werden.

MobileMe-Benutzer, die ihre fünf Gigabyte nahezu ausnutzen, erhielten in den letzten Tagen von Apple eine Mail zu ihrem iCloud-Account – der ja eigentlich noch nicht iCloud heißt: Der iCloud-Speicher sei fast voll, deshalb würden die iOS-Geräte Daten nicht mehr mit iCloud abgleichen. Auch würden keine E-Mails mehr beim me.com-Account mehr ankommen.

Der Benutzer hätte nun die Möglichkeit, die iOS-Backup-Einstellungen so anzupassen, dass mehr Platz frei würde. Oder er könne mehr Speicherplatz kaufen: Hierzu müsste er in den Backup-Einstellungen auf dem iOS-Gerät die Option wählen, weitere Kapazitäten hinzuzukaufen. In der Mail, die Apple offensichtlich versehentlich bereits jetzt an MobileMe-Benutzer verschickt, steht allerdings nicht, wie viel das kostet.

Mit iCloud können Benutzer von iOS-Geräten die Daten auf ihrem iPhone, iPod touch oder iPad drahtlos untereinander oder auch mit ihrem Mac oder PC abgleichen lassen, wobei Daten wie Einstellungen und Bilder auf Apples Servern liegen werden. Gleichzeitig ist das Angebot der Nachfolger des bisher kostenpflichtigen Online-Dienstes MobileMe, den Apple nächstes Jahr einstellen möchte.

Die fünf Gigabyte Speicher werden allen Benutzern kostenlos zur Verfügung stehen. Zu erwähnen sei allerdings, dass Apps und iTunes-Store-Einkäufe die freien Kapazitäten nicht schmälern werden: Diese Daten liegen auf Apples iTunes-Store-Servern ohnehin vor, so dass iCloud die Apps und Musik auf allen Geräten installieren wird, ohne dass der Benutzer sie zuvor auf seine Online-Festplatte hochladen muss. Unabhängig vom iCloud-Speicher wird auch Apples kostenpflichtiger Dienst iTunes Match sein, mit dem der Benutzer 25.000 Musiktitel zusätzlich zu seinen iTunes-Store-Einkäufen online speichern kann

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Apple iCloud hilft mit automatischem Versionsmanagement beim Datenabgleich

Die Wahrheit liegt in der Cloud, sagte Steve Jobs bei der Keynote zur WWDC 2011. Und die iCloud entscheidet über die Daten. Während beim Synchronisierungsdienst MobileMe letztlich immer wieder der Anwender gefragt wurde, welche Adress- oder Kalenderdaten von verschiedenen Versionen nun die richtigen seien, löst die iCloud derartige Konflikte offenbar selbständig.

Neues von der iCloud: In der letzten Folge der US-TV-Sendung The Talk Show mit John Gruber und Dan Benjamin sprach Gruber über das Versions- bzw. Konfliktmanagement beim Synchronisieren über die iCloud. Das Problem ist bekannt: Jeder, der an verschiedenen Orten (Macs, iPad, iPhone) mit den gleichen Daten arbeiten will, hat möglicherweise unterschiedliche Versionen von Dateien auf den einzelnen Gräten. Die einen sind aktueller als die anderen, nur eine Version ist die richtige, die auf allen Geräten identisch sein soll. Der bisherige Apple-Dienst MobileMe hat in einem solchen Konfliktfall den Nutzer informiert. Man wählt manuell, welche Version die “richtige” ist, um sie weiter zu nutzen.

John Gruber geht nun davon aus, dass dieses leidige Thema mit iCloud der Vergangenheit angehört. iCloud wird angeblich automatisch die jeweils “richtige” Version auswählen und auf alle synchronisierten Geräte pushen.

Natürlich taucht da die Frage “Was passiert, wenn iCloud die falsche Version auswählt?” auf. Für diesen Fall soll es eine Möglichkeit geben, manuell in den alten Versionen zu blättern und die richtige auszuwählen. Für den Anwender wird vermutlich nicht ersichtlich sein, nach welchen Kriterien iCloud die “richtige” Version auswählt, deswegen spricht Gruber von dem Verfahren als eine Art “black box”.

Auf die Frage, ob Gruber wisse, dass ein solches Versionsmanagement komme, oder ob es Spekulation sei, antwortete Gruber “I know this” (ich weiß es). Als Beleg für seine Annahme sieht Gruber iBooks, bei dem eine derartige Entscheidungsautomatik schon genutzt werde. iBooks ist in der Lage Lesezeichen, Notizen und den “gelesen” Status zu synchronisieren, ohne dabei jemals eine Nachfrage wegen etwaiger Konflikte an den Nutzer zu stellen.

Mit dieser Methode sollen in Zukunft alle Konflikte in der Cloud gelöst werden, sodass Adressbücher, Notizen, Kalender aber auch alle weiteren Daten immer synchron sind.

Eine offizielle Bestätigung von Apple zur Entscheidungstechnik von iCloud gibt es noch nicht. iCloud ist auf der WWDC 2011 vorgestellt worden und soll im Herbst verfügbar sein.

Zum Nachlesen: Das Magazin macstories.net hat Teile des Gespräches, insbesondere zum Versionsmanagement von iCloud, niedergeschrieben.

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iCloud: Wiederbelebung alter MobileMe-Accounts

Apples Synchronisationsdienst MobileMe wird im nächsten Jahr eingestellt, als Ablösung startet iCloud. Sie hatten einen MobileMe-Account, mittlerweile ist er aber schon aufgelöst? Die Entwickler-Vorschau verrät: In dem neuen Speicher- und Synchronisationsdienst scheinen auch alte Benutzerkonten wieder reaktiviert werden zu können.

Bis zur Veröffentlichung im Herbst kann und wird Apple sicher noch einige Änderungen an iCloud vornehmen. Aktuell sieht es danach aus, dass alte Anmeldedaten wieder verwendet werden können: 9to5mac wollte sich auf dem Tipp eines Lesers hin mit dem Zugang eines “lange abgelaufenen” MobileMe-Benutzerkontos einloggen. Antwort des Systems: “Kein MobileMe-Account – Dieser Account wurde in iCloud migriert“. Heißt also: Abgelaufene MobileMe-Nutzernamen und Passwörter können mit iCloud wiederbelebt werden.

Ehemalige Nutzer dürfte das erfreuen, Datenschützer nicht. Geht man davon aus, dass der verwendete Zugang nicht aus irgendwelchen anderen Gründen nur ausnahmsweise noch existiert, zeigt es gleichzeitig: Apple löscht Daten der Benutzerkonten selbst nach Abmeldung nicht. Ein Passwort für alle Accounts für immer – davon ist wieder einmal dringend abzuraten, und die oben genannte Speicherung sollte als Warnung gelten. Es ist davon auszugehen, dass viele andere Unternehmen deutlich unachtsamer mit den Nutzerdaten umgehen als Apple. Für die ehemaligen Nutzer bietet es andererseits den Vorteil, dass sie dann vielleicht wieder ihre frühere me-Adresse verwenden können.

iCloud dürfte generell mit der persönlichen Apple-ID, die zum Beispiel für den Einkauf in iTunes verwendet wird, verknüpft sein. Wie Apple dies in Verbindung mit der Übernahme von bestehenden MobileMe-Adressen umsetzten will, ist noch nicht ganz klar. Aktuell wirkt die Handhabung noch etwas durcheinander und unausgereift.

Bis zur Veröffentlichung des neuen Cloud-Dienstes im Herbst hat Apple noch etwas Zeit für Verbesserungen. MobileMe soll in der bestehenden Form bis 30. Juni 2012 laufen. Neue Benutzerkonten können seit der WWDC 2011 aber nicht mehr angelegt werden.

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iCloud und seine Grenzen: Apple vernachlässigt Web-Apps

Bei aller Bewunderung für Apples iCloud und aller Vorfreude auf die neuen Funktionen ist das Unternehmen einigen Beobachtern nicht genug auf das Internet eingegangen. Das scheint zunächst merkwürdig, ist doch das Internet unabdingbarer Bestandteil der Cloud-Dienste. Es geht jedoch viel mehr um die Möglichkeit, auf Daten und Dienstleistungen auch außerhalb der iOS-Tools zuzugreifen. Web-Apps fehlen, so die Kritik. Apple überlasse so ein enorm wichtiges Feld fast gänzlich der Konkurrenz.

MobileMe-User werden sich bereits gefragt haben, wo denn der Webmail-Zugang bleibt, die Möglichkeit, online den Kalender und Kontakte zu verwalten oder Fotogalerien anzulegen. Apple-Fans, die auf Google Docs umgestiegen sind, weil Cupertino ihnen nichts Gleichwertiges bot, müssen eine weitere Runde ausharren. Hier setzt auch die Kritik von Joshua Topolsky, ehemals Chefredakteur von Engadget, an.

Seit der Keynote mit Steve Jobs und Kollegium am 6. Juni gebe es auch über die PR-Abteilung von Apple nur wenige Informationen darüber, wie die aktuellen Funktionen von MobileMe in iCloud umgesetzt werden. Ein klares “Nein” habe er jedoch auf die Frage erhalten, ob es künftig Web-Oberflächen für Kalender, Kontakte oder E-Mail geben würde. Schlechterdings seien iOS-Geräte künftig die einzigen Portale für den Zugriff auf Daten und Dienstleistungen in der Cloud. Anders sehe es bei Google, Microsoft und anderen aus. Online-Kollaboration? Kein Problem dank Google Docs. Foto-Alben für alle? Flickr kann’s am besten. Doch will Steve Jobs dieses Feld wirklich der Konkurrenz überlassen?

Topolsky spekuliert, dass Apple die volle Kontrolle behalten möchte und aus diesem Grund die vergleichsweise offenen Web-Apps scheut. Denkbar sei auch, dass “die Truppe in Cupertino einfach ‘Internet’ nicht gut kann”. Bis zum endgültigen Abdanken von MobileMe geht noch mehr als ein Jahr ins Land. Bis dahin wäre es möglich, dass Apple die vermissten Web-Funktionen noch nachrüstet. Bevor wir also Zeter und Mordio schreien, sollten wir uns vergegenwärtigen, dass iCloud, wenn es nicht mit der heißen Nadel gestrickt wurde, dann immerhin noch in der Beta-Phase steckt. Bis der Dienst offiziell gestartet wird, kann also noch eine Menge passieren.

Andererseits muss man bedenken, dass es für Apple kaum interessant sein dürfte, die kostenfreien iCloud-Dienste auch auf Android-Geräten oder BlackBerrys zur Verfügung zu stellen. Die Begrenzung der Funktionen auf iOS ist wirtschaftlich durchaus sinnvoll. iTunes Match könnte hingegen ohne weiteres auch plattformunabhängig funktionieren, denn dafür wird Apple bezahlt – egal in welchem mobilen Ökosystem die Musik gehört wird.

Bild: thisismynext.com

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Guter Grund für iCloud: 50 Prozent der iPhone-Benutzer synchronisieren nie

Apples Entscheidung, das iPhone, den iPod touch und das iPad mit dem iOS 5 vom Mac und PC zu emanzipieren dürfte sich auch durch das bisherige Kundenverhalten erklären lassen. Angeblich sollen die Hälfte der iPhone-Benutzer, die ihr Gerät für einen Austausch in einen Apple Store bringen, ihr Smartphone nie mit iTunes synchronisiert haben.

Auch bisher lässt sich ein iPhone meistens durchaus ohne die Hilfe eines Mac oder PC einsetzen: Die erste Aktivierung des Geräts erfolgt zwar mit Hilfe von iTunes auf einem Desktop-Rechner oder Laptop, danach kann das iPhone aber eigenständig Apps installieren, Musik aus dem iTunes Store herunterladen und Fotos und Videos schießen. Musik, Fotos und Videos, die nicht aus dem iTunes Store oder von der iPhone-Kamera stammen, lassen sich allerdings bisher nur mit Hilfe von iTunes auf dem Gerät installieren. Auch ein Backup erstellt das iPhone bisher nur auf einem Mac oder PC.

Viele Benutzer scheinen all dies aber auch nicht nötig zu haben. Der Blogger David Chartier, der zuvor unter anderem für Macworld und Ars Technica schrieb, berichtet, dass 50 Prozent aller iPhones, die Kunden im Apple Store austauschen lassen, seit der ersten Aktivierung nie mit iTunes auf einem Mac oder PC kommuniziert haben.

Das Ganze stellt für die Service-Mitarbeiter in den Stores, die Apple Geniuses, eine Herausforderung dar: Sie erhalten ein defektes iPhone und sollen dem Kunden ein Ersatzgerät bieten, mit dem der Kunde dann aber wieder bei Null beginnen müsste: Er hatte von seinen Daten ja nie ein Backup erstellt. Die Geniuses dürften sich daher auf den Start von iCloud im Herbst mit der Einführung des iOS 5 freuen: Dann erstellt das iPhone selbständig ein Backup aller Daten auf Apples Servern, die sich dann auf das Ersatz-iPhone aufspielen lassen – ganz ohne iTunes.

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iCloud-Rechtsstreit: Alles nur geklaut

“Apple ist dafür bekannt, absichtlich und rücksichtslos auf den Rechten anderer Unternehmen herumzutrampeln”, schimpft iCloud Communications. Der Service-Anbieter aus dem US-Bundesstaat Arizona zögerte nicht lange und reichte nur drei Tage nach der Vorstellung von Apples neuem iCloud-Service Klage ein. Für die angebliche Verletzung von Markenrechten verlangen die Kläger Schadensersatz und den Marktrückzug.

Schon mit dem Beatles Plattenlabel, der Mighty Mouse Cartoon-Figur und McIntosh Labs habe Apple ähnliche Ignoranz bewiesen und einfach fremde Marken verwendet, heiß es in dem Schriftsatz von iCloud Communications. Das Unternehmen behauptet, bereits seit 2005 identische oder eng verwandte Dienstleistungen zu dem von Apple am Montag vorgestellten iCloud-Service anzubieten. Vor dem U.S. District Court in Arizona verlangen die angeblich Geschädigten deshalb Schadensersatz und Unterlassen zukünftiger Verwendung des Namens iCoud.

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iCloud-Konten und MobileMe: Übergang mit Hindernissen

Derzeit befinden sich iCloud und MobileMe in einer schwebenden Position. Der eine Dienst ist noch nicht aktiv, der andere ist es beinahe nicht mehr – das sorgt für einige Verwirrung. Ebenso besteht Unklarheit über den Status der Apple-ID unter iOS 5 in diesem Zusammenspiel. Auch die Funktion von iMessage, integriert in die Nachrichten-App, hängt offenbar mit dieser ID zusammen. Ein Versuch, Licht ins Dunkel zu werfen.

iMessage – eine Frage der Qualität

Apple kündigt in einem Support-Dokument an, dass bis zur Einführung von iCloud das Erstellen oder Bearbeiten von E-Mail-Aliassen nicht mehr möglich sein wird. Außerdem sieht es so aus, als könnte nicht jede beliebige E-Mail-Adresse die iMessage-Funktion innerhalb der Nachrichten-App auf den Plan rufen.

Ein Kommunikationspartner, der iOS 5 auf seinem Gerät installiert hat, wird mit der einen E-Mail-Adresse zweifelsfrei als passender iMessage-Kontakt erkannt. Eine andere, ebenfalls für diese Person hinterlegte Adresse hat zur Folge, dass als Nachrichtentyp eine MMS eingestellt ist. Offenbar hängt es also von der Qualität der Kontaktdaten ab, ob iOS 5 seinen Zwilling am anderen Ende der Leitung erkennt.

Welche Eigenschaft es aber ist, die eine E-Mail-Adresse iMessage-kompatibel macht, ist fraglich. Von der laufenden WWDC 2011 erhielt macnews.de den Hinweis, dass Apple eine Übereinstimmung der Apple-ID mit der iCloud-Adresse verlangt. Möglich also, dass auch iMessage sich an diesen Informationen orientiert und nur bei einer Adresse, die auch mit einer Apple-ID verknüpft ist, anschlägt. Dies lassen auch unsere Tests vermuten, zu denen uns Leser “Cold-1” durch seinen Kommentar anregte.

Apple-ID, MobileMe, oder was?

Ganz ausgereift scheint das System noch nicht zu sein. Den Beta-Status merkt man dem Dienst dort an, wo die strikte Trennung zwischen

Apple-ID und iCloud-E-Mail nicht konsequent durchgehalten wird. So etwa beim Fotostream. Hier fragt iOS 5, welche E-Mail-Adresse für die Freigabe von Bildern in iCloud verwendet werden soll und bietet sowohl die Apple-ID als auch einen aktuellen MobileMe-Account zur Auswahl.

Anders sieht es aus, wenn man iCloud Mail aktivieren möchte. Hier akzeptiert das System ausschließlich @me.com als Domain, von welchem Anbieter die mit der Apple-ID verknüpfte Adresse stammt, spielt offenbar keine Rolle. Gleichzeitig ist letztere aber für die Erstellung des iCloud-Kontos in den Systemeinstellungen

Pflicht. Aktuell hat hier schlechte Karten, wer für die Apple-ID nicht seine MobileMe-Adresse angegeben hat.

Im Übrigen lässt sich anhand dieser Bildschirmfotos feststellen, dass die Lokalisierung von iOS 5 noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

iDisk und me.com-Homepages?

Da bleibt nur zu hoffen, dass die Zusammenlegung der Dienste sowie die Verschmelzung zwischen Apple-ID und iCloud in den kommenden Monaten noch etwas optimiert wird. Was genau mit den anderen Daten, wie iDisk-Inhalten oder me.com-Homepages passiert, steht augenscheinlich noch in den Sternen.

Apple selbst gibt zu, außer den bislang veröffentlichten Informationen keine zusätzlichen Details zu dem genauen Geschehen im Sommer des kommenden Jahres zu haben. “Wir wissen es auch nicht genau”, so eine Mitarbeiterin gegenüber macnews.de, “aber es ist anzunehmen, dass alle Daten in iCloud übernommen werden, auch iDisk-Dokumente und natürlich auch Homepages”. Bis zum Zeitpunkt des Abschaltens von MobileMe am 30. Juni 2012 soll es aber noch genauere Informationen geben.

Alias, ade

Damit der Wechsel möglichst glatt über die Bühne geht, schaltet Apple schon jetzt die Alias-Funktion unter MobileMe ab. Außerdem verlängerte das Unternehmen alle laufenden Abonnements (auch kostenlose Test-Konten) kostenfrei bis zum 30. Juni 2012. Wer schon vorher seine Daten von MobileMe in die iCloud transferieren möchte, kann einem offenbar (noch) nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Dokument entnehmen, wie vorzugehen ist.

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iCloud-Funktionen – so geht’s: Automatischer Download von Apps

Das neue iTunes in der Cloud, gestern während der Einführungsveranstaltung zur WWDC präsentiert, wird erst ab Herbst verfügbar sein. Einige praktische neue iTunes-Funktionen kann man allerdings jetzt schon nutzen. So lassen sich Apps und Bücher automatisch auf allen Geräten installieren. Die App-Store-Anwendung wurde zudem durch eine Einkaufs-Liste ergänzt.

Ein Blick in die App-Store-App am iPhone macht stutzig: Was soll das iCloud-Symbol in der Liste der Updates? Soll der Dienst nicht erst im Herbst eingeführt werden? Der macnews.de-Artikel zu iCloud und eine iTunes-Sonderseite helfen hier weiter: Es handelt sich um eines von zwei neuen iCloud-Features, die bereits als Beta-Version verfügbar sind. Beide sollen den Abgleich von Programmen und Medien auf verschiedenen Geräten einfacher gestalten. So lassen sich Apps und Bücher nun auch ohne Synchronisation mit iTunes übertragen.

1. Automatischer Download

Einige Apps lagern in iTunes auf dem Rechner, einige befinden sich nur auf dem iPhone und wieder andere hat man nur auf dem iPad installiert. Möchte man nun beispielsweise die iPad-Apps auch auf dem iPhone installieren, geht das jetzt sehr einfach über den automatischen Abgleich.

In den iOS-Einstellungen im Menüpunkt Store findet man neuerdings die Funktion “Automatische Downloads”. Wird diese Funktion aktiviert, werden die auf einem Gerät gekaufte Medien automatisch auch auf anderen Geräten installiert, auf denen man mit der selben Apple-ID angemeldet ist. Hierzulande funktioniert das bisher mit Apps und/oder mit den Büchern in iBooks. Der US-iTunes Store erlaubt zusätzlich den Abgleich von Musiktiteln. Natürlich lassen sich auch nur mit dem jeweiligen Gerät kompatible Apps automatisch herunterladen. Der Download geschieht zunächst nur bei einer aktiven WLAN-Verbindung, auf Wunsch aber auch über die mobilen Daten (also Mobilfunk), was ebenfalls in den Einstellungen zum Store festgelegt werden kann.

2. Manueller Download per iTunes-Einkaufsliste

Einen Nachteil hat die eben erwähnte Funktion: Sehr große Programme möchte man zwecks Speicherplatz vielleicht nur auf einem Gerät installiert haben, beispielsweise eine Navigations-App, die sich sowieso eher für den Gebrauch am iPhone eignet.

Wer also seine Anwendungen lieber manuell für mehrere Geräte verwaltet, dem sei die neue iTunes-Einkaufsliste empfohlen. Diese zeigt auf jedem Gerät die zuletzt gekauften Titel an. In der App-Store-App findet man unter dem Menüpunkt Updates ganz oben eine neue Zeile Gekaufte Artikel. Hier lassen sich entweder alle bisher mit der entsprechenden Apple-ID gekauften, kompatiblen Anwendungen auflisten oder auch nur jene, die sich gerade nicht auf dem aktuell genutzten Gerät befinden. Per Klick auf das Cloud-Icon werden sie herunterladen. Dies kann sich beispielsweise dann als praktisch erweisen, wenn man den Namen einer bestimmten App vergessen hat. Die Eingabe des Passworts ist trotzdem noch erforderlich. Im Store der iBooks-App findet man einen ähnlichen Menüpunkt.

Und auch im iTunes-Store haben sich die neuen iCloud-Funktionen bereits eingefunden. Wer schon auf iTunes 10.3 aktualisiert hat, kann über den rechts befindlichen, neuen Menüpunkt Gekaufte Artikel auf die Einkaufsliste zugreifen.

In den iTunes-Einstellungen unter Store lässt sich der automatischen Abgleich von Apps und iBooks festlegen.

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iCloud: Deals mit Musik-Labels stehen – iCloud-Logo im Moscone Center zu sehen

Apples Cloud-Musik-Angebot steht bereit: Das Unternehmen hat nun auch mit dem letzten der vier großen Musik-Labels einen Deal für die Musik aus der Wolke abgeschlossen. Derweil tauchen Details zu den Kosten für das Musik-Angebot auf, während im WWDC-Austragungsort, dem Moscone Center in San Francisco, bereits das iCloud-Logo zu sehen ist.

Universal ist an Bord

Nach Informationen von CNet konnte Apple mit Universal Music nun auch das letzte der vier großen Musik-Labels für das Angebot an Bord holen. Zuvor konnte sich Apple bereits mit der Warner Music, EMI Music und Sony Music einigen. Einer Präsentation des iCloud-Musik-Angebots mit umfangreichem Musik-Katalog zur Eröffnung der Worldwide Developers Conference (WWDC) am Montag im Rahmen der Keynote von Apple-CEO Steve Jobs steht also nichts mehr im Weg. Die Umsätze sollen sich der Website zufolge wie folgt aufteilen: Die Labels erhalten 58 Prozent, die Rechteinhaber 12 und Apple 30 Prozent.

iCloud-Musik: 25 Dollar pro Jahr

Dafür muss Apple mit dem Angebot aber natürlich erst einmal Geld verdienen. Nach Informationen der Los Angeles Times wird das iCloud-Musik-Angebot nach einer kostenlosen Einführungsphase für alle iTunes-Kunden 25 US-Dollar im Jahr kosten – umgerechnet rund 17 Euro. Das Angebot dürfte wie folgt funktionieren: iTunes analysiert die Musik, die der Benutzer auf seinem Rechner gespeichert hat und schaltet diese Titel für den Streaming-Vertrieb von Apples Servern, also aus der “Wolke” frei.

Die Konkurrenzprodukte von Amazon und Google lassen sich hingegen erst benutzen, nachdem der Benutzer seine Musik erst auf eine Online-Festplatte hochlädt – ein Nachteil, der daraus entsteht, dass die Anbieter sich nicht mit der Musikindustrie einigen konnten oder wollten.

Mittelfristig werde Apple der LA Times zufolge auch Fernsehserien und Filme über iCloud anbieten. Auch werde Apple iCloud-Werbung schalten – ob diese auch zahlende Kunden hören oder sehen werden oder ob es sich dabei um eine Gratis-Alternative zum kostenpflichtigen Angebot ohne Werbung handeln wird, ist nicht klar.

iCloud-Icons im Moscone Center

Dass Steve Jobs zur Eröffnung der WWDC am Montag neben Mac OS X 10.7 Lion auch das iOS 5 und iCloud präsentieren wird, hat Apple bereits Anfang der Woche in einer Pressemitteilung verraten. Wer in diesen Tagen am Moscone Center in San Francisco vorbeischaut und neugierig durch die Fensterscheiben des Gebäudes blickt, kann dort bereits die Icons der drei Produkte erkennen.

Welche Leistungen Apple genau unter dem Namen iCloud anbieten wird, hat das Unternehmen noch nicht verraten. Gerüchten zufolge soll das Angebot aber Apples bisherigen Online-Dienst MobileMe ersetzen.

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iCloud-Gerüchte: MobileMe-Ersatz und kostenlos für Lion-Kunden

Apple hat bereits am Dienstag in einer Pressemitteilung angekündigt, dass Steve Jobs in der Eröffnungs-Keynote zur Worldwide Developers Conference (WWDC) Apples neues Cloud-Computing-Angebot iCloud präsentieren wird. Ein ungewöhnlicher Schritt für das sonst so schweigsame Unternehmen – was sich jüngsten Meldungen zufolge dadurch erklären lässt, wie wichtig Apple das Angebot ist.

iCloud: Kostenlos für Lion-Kunden?

Nach Informationen von AppleInsider soll iCloud Apples bisherigen Online-Dienst MobileMe ersetzen – der nach iTools, .Mac und MobileMe dann schon den vierten Namen tragen würde. Gleichzeitig soll ein Teil des Angebots kostenlos werden – zumindest für Käufer von Mac OS X 10.7 Lion. Während Benutzer älterer Betriebssysteme oder von Windows weiterhin eine Gebühr bezahlen, sollen Lion-Kunden zumindest einen Teil von iCloud kostenlos benutzen können. Zumindest, wenn die Quellen der Website die richtigen Informationen verbreiten: Laut 9 to 5 Mac soll iCloud für Bildungseinrichtungen und Studenten beim Kauf eines Macs kostenlos sein. Das spräche gegen ein Gratis-Angebot für Lion-Kunden.

Apple werde aber auch laut AppleInsider wahrscheinlich eine Gebühr für das Musik-Cloud-Angebot erheben, das seit Monaten als Gerücht die Runde macht. Auch dieses könnte vielleicht in einer Trial-Phase kostenlos zu haben sein, dann dürfte Apple die Kosten, die durch neue Verträge mit der Musikindustrie entstehen, aber an den Kunden weitergeben. Die Deals mit den Platten-Labels sollen es ermöglichen, dass iCloud-Kunden ihre gesamte Musik-Sammlung an alle ihre Apple-Geräte streamen lassen können, ohne einzelne Titel zuvor auf eine Online-Festplatte hochladen zu müssen. Letzteren Weg gehen Google und Amazon mit ihren Musik-Cloud-Diensten.

Derweil können sich die Quellen von AppleInsider vorstellen, dass der Wechsel zu Mac OS X 10.7 Lion finanziell nicht so sehr schmerzen wird: Ähnlich wie für Mac OS X 10.6 Snow Leopard* könnte Apple nur einen kleinen Betrag verlangen – zumal das Unternehmen mit dem Vertrieb über den Mac App Store einige an Kosten sparen wird. Snow Leopard kostete als Upgrade bereits bei der Einführung nur 29 Euro.

iCloud-Markenname und iCloud.com gesichert – Server-Farm gesichtet

Derweil hat Apple die rechtliche Seite von iCloud bereits abgesichert: Zum einen gehört die Domain iCloud.com, die Apple schon im April vom Cloud-Anbieter CloudMe übernommen haben soll, jetzt auch offiziell dem Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller. Auch den Markennamen iCloud hat sich Apple zumindest in Europa schon gesichert.
Zukünftige iCloud-Kunden, die sehen möchten, wo Apple ihre Daten speichern wird, müssen Google Earth nur auf den US-Bundesstaat North Carolina ausrichten: Die Satellitenbilder zeigen mittlerweile die Server-Farm, die Apple dort errichtet hat.

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iCloud.com: Apple soll Domain übernommen haben

Ein von Apple geplanter Cloud-basierter Dienst mit Streaming für Musik, Videos und andere Inhalte zum Mac, iPhone, iPad und iPod touch geistert schon lange durch die Gerüchteküche. Bisher lässt ein entsprechendes Angebot aber noch auf sich warten. Das Kind könnte aber schon vor der Geburt einen Namen haben: Gerüchten zufolge soll Apple den Domain-Namen iCloud.com übernommen haben. Ob darauf aber auch tatsächlich ein Cloud-Angebot folgt, bleibt ungewiss.

iCloud.com gehörte bisher dem schwedischen Unternehmen Xcerion, der sein Cloud-basiertes Online-Computer-Angebot mittlerweile in CloudMe umbenannt hat. Auch heute noch leitet iCloud.com den Benutzer direkt zu CoudMe.com weiter. Giga Om zitiert allerdings eine unbenannte, Xcerion nahe stehende Quelle, der zufolge Apple den bisherigen Domain-Namen für 4,5 Millionen US-Dollar übernommen habe.

Für ein Cloud-basiertes Streaming-Angebot von Apple gibt es einige mögliche Indizien: Zum einen hatte Apple Ende 2009 den Streaming-Musik-Anbieter Lala übernommen. Außerdem baut Apple im US-Bundesstaat South Carolina eine riesige Server-Farm, die die Infrastruktur für ein groß angelegtes Streaming-Angebot bereitstellen könnte.

Apples “iCloud” könnte Benutzer Musik, Fotos, Filme und andere Inhalte ähnlich wie auf Apples iDisk als Teil des MobileMe-Angebots online hinterlegen lassen. Dann könnten sie von einem Mac, PC oder einem iOS-Gerät auf den Online-Speicher zugreifen und die Inhalte direkt über eine WLAN- oder UMTS-Verbindung auf ihr Gerät streamen lassen, so dass sie die Dateien nicht mehr lokal abspeichern müssen.

Allerdings hatte der Ex-Lala-Ceo Bill Ngyuen Ende März erklärt, dass Apple sein Unternehmen vor allem wegen seiner Mitarbeiter übernommen habe – immerhin stellte Apple den Betrieb von Lala im letzten Jahr ein. Auch eine Übernahme von iCloud.com könnte unter Umständen nur bedeuten, dass Apple den an das Unternehmen erinnernden Markennamen nicht in Händen Dritter sehen will. Daher bleibt die Ungewissheit, welche Pläne Apple im Cloud- und Streaming-Bereich hat.

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