Das Apple-Logo im Wandel der Zeit: Firmengeschichte in 2D

Thomas Konrad

Als Steve Jobs und Steve Wozniak sich 1976 auf den Firmennamen Apple geeinigt hatten, musste ein Logo her. Fernab vom Minimalismus, für den das Unternehmen heute bekannt ist, war das erste Logo eine sehr filigrane Zeichnung. Wir zeigen, wie es danach weiterging.

Das Apple-Logo im Wandel der Zeit: Firmengeschichte in 2D

Apples erstes Logo: Heute kaum noch bekannt

Zusammen mit Steve Wozniak und dem meist unerwähnten Ronald Wayne gründete Steve Jobs am 1. April 1976 Apple. Zum neu gefundenen Namen musste dann auch ein Firmen-Logo her. Ronald Wayne selbst wurde kreativ und entwarf eine Zeichnung mit Spruchband, auf dem der Schriftzug “Apple Computer Co.” zu lesen war.

Das Bild stellte Isaac Newton dar. Die Verbindung zum Unternehmen: Der Apfelbaum. Ein herunterfallender Apfel soll den Entdecker manchen Erzählungen zufolge auf die Idee gebracht haben, die Gravitation der Erde auf Himmelskörper zu übertragen.

Ein Jahr lang hatte das ursprüngliche Apple-Logo Bestand, dann reichte es Steve Jobs. Er gab ein neues in Auftrag. Den Zuschlag bekam der Designer Rob Janoff, der zu dieser Zeit für Regis McKenna, einen einflussreichen Marketing-Unternehmer im Silicon Valley der 70er-Jahre, arbeitete.

Er schuf das Design, ohne das auch heute kein Produkt Apples Werkstätten verlässt: den angebissenen Apfel. Steve Jobs persönlich, mutmaßt edibleapple.com, soll ein buntes Logo gewollt haben. Menschlicher sollte das Unternehmen dadurch wirken. Die Anordnung der Farben sei wahllos, behauptet Janoff. Lediglich Grün sollte ganz nach oben – des Blattwerks wegen.

Übrigens: Den Biss im Apfel gab es nicht von Anfang an. Die Webseite perfectlyintune.com zeigt das Betriebshandbuch eines Apple I- Computers, das ein ganzer Apfel ziert. Steve Jobs war Perfektionist, das ist kein Geheimnis. Diese Neigung zeigte sich bereits bei Janoffs Logo. Im Druck erwiesen sich die direkt aneinandergrenzenden Farbstreifen als ein äußerst kostspieliges Unterfangen, Mitarbeiter schlugen schwarze Trennstreifen vor. Jobs setzte seinen Willen einmal mehr durch – das Logo blieb, wie es war.

22 Jahre lang zierte dieses Logo die Produkte aus Cupertino, vom Apple II über den Macintosh bis hin zum Newton. Mit der Rückkehr von Steve Jobs im Jahr 1997 und dem Umkrempeln der Produktlinie wurde auch das Apple-Logo überarbeitet.

Es bekam den glänzenden Look, der in den nächsten Jahren insbesondere auch die Software des Herstellers beherrschen sollte. In verschiedenen Farben, je nach Produkt, zierte das Logo Apples Webseite und Verpackungen. Auch als reinen Schattenschnitt, ohne Tiefe und Glanz, sah man den Apfel nun öfter.

Das erste iPhone läutete für Apple eine neue Ära an – sowohl hinsichtlich der Produkte als auch im Hinblick auf die Designsprache. Metall verdrängte Kunststoff zusehends. 2007 verwendete Apple das Metall-Logo erstmals. Es hat sich an manchen Stellen bis heute gehalten: Es erscheint beispielsweise beim Boot-Vorgang des iPhones – zumindest bis iOS 6. Auf Verpackungen und Produkten ist Apples Logo inzwischen meist einfarbig, setzt sich lediglich durch einen Farbkontrast oder eine unterschiedliche Oberfläche vom Hintergrund ab.

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