Netflix unter Linux (Ubuntu, Debian & Co.): Voraussetzungen, Browser, Probleme

Thomas Kolkmann

Aufgrund von verschiedenen DRM-Maßnahmen, proprietären Plug-ins und anderen „Schutzmaßnahmen“ sind Streaming- und Video-on-Demand-Dienste für Linux-Nutzer häufig nur über Umwege verwendbar. Dank HTML5 und dem Drängen der Community bessert sich die Situation jedoch zunehmenst. Welche Voraussetzungen ihr erfüllen müsst, um Netflix unter Linux (Ubuntu, Debian & Co.) zu nutzen und welche möglichen Probleme dennoch aufkommen können, erklären wir euch in folgendem Ratgeber.

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Was können die Video on Demand-Dienste? (Video)

Netflix unter Linux (Ubuntu, Debian & Co.): Geht das?

Kann man Netflix unter Linux gucken? Kurze Antwort: Ja. Bis zum Herbst 2014 war am PC das Video-Plug-in Silverlight von Microsoft notwendig, um den Video-on-Demand-Dienst im Browser zu verwenden. Mit der Einführung des HTML5-Players sind nun aber keine umständlichen Wege mehr notwendig, um die proprietäre Software auf eurer Linux-Distribution zum Laufen zu bringen, da sie nicht mehr zwingend benötigt wird.

Trotzdem gibt es eine wichtige Voraussetzung, wenn ihr Netflix unter Linux verwenden wollt. Netflix unterstützt die Wiedergabe seiner Inhalte unter Linux offiziell nämlich nur unter den folgenden beiden Browsern, welche das benötigte DRM-System des Streaming-Anbieters unterstützen:

  • Google Chrome (ab Version 37)
  • Mozilla Firefox (ab Version 47)

Darüber hinaus verstrickt man sich unter den verbreiteteren Distributionen häufig seltener in Probleme. So funktioniert Netflix unter Ubuntu oder Debian häufig problemfrei (vorausgesetzt man nutzt die unterstütztenden Browser), während andere Linux-User über Probleme klagen. Aber auch diese sind in den meisten Fällen schnell gelöst (siehe nächsten Abschnitt).

Netflix unter Linux Titelbild

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Probleme mit Netflix unter einigen Linux-Distributionen

Viele Linux-Nutzer klagen darüber, dass Netflix trotz unterstütztem Browser nicht funktioniert. Wenn das auch bei euch der Fall ist, kann das an der verwendeten Linux-Distribution in Verbindung mit dem User-Agent eures Browsers liegen.

So berichten beispielsweise Arch-, Fedora- und openSUSE-Nutzer, dass Netflix mit dem Firefox-Browser nicht funktionieren würde. Die Netflix-Seite weißt dabei nur darauf hin, dass der Browser nicht unterstützt werden würde. Der Fehler liegt in diesem Fall bei Netflix, welcher den User-Agent des Browsers ausliest und anscheinend den Dienst verweigert, sobald eine ihm unbekannte Distribution angegeben wird.

Die einfache Lösung: Ändert den User-Agent eures Browsers, so könnt ihr Netflix vorgaukeln, eine andere, „kompatible“ Version des Browsers zu verwenden. Alternativ könnt ihr natürlich auch den jeweils anderen unterstützten Browser installieren – in diesem Fall Chrome – wobei auch hier das Problem auftauchen kann, wenn der Distributions-Name im User-Agent vorkommt.

Bildquelle: Netflix, Larry Ewing, Simon Budig, Garrett LeSage

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