Spirit FM - Deaktiviertes FM-Radio wieder aktivieren

Andre Reinhardt 4

Mit FM-Radios ist das so eine Sache. In Zeiten von Webradios und MP3s wirken analoge Funkwellen etwas überholt. Praktisch ist so ein Radio aber dennoch. Nicht überall ist Internet-Empfang vorhanden und nicht jeder schleppt seine MP3-Sammlung mit sich herum. Auch aufgrund der örtlichen Meldungen zu Verkehr, Kultur und Politik wird immer mal wieder das Radio bemüht.

Spirit FM - Deaktiviertes FM-Radio wieder aktivieren

Viele Smartphone-Hersteller sehen ein Radio aber nicht mehr als allzu wichtig an und deaktivieren meist diese Funktion von Haus aus. Einen FM-Empfänger haben dennoch die meisten Geräte. Also dachte sich Mike Reid, wieso nicht eine App entwickeln, die die deaktivierten Chips wieder funktionstüchtig macht? Das ist Sinn und Zweck von Spirit FM. Das Programm gibt es in einer Light-Variante für 1,99 Euro oder in einer deutlich umfangreicheren Fassung für 7,99 Euro.

Ein weiterer Vorteil des analogen Radios ist – es verbraucht keine Daten-Bandbreite. Somit spart man sich Volumen bei der Internet-Flatrate. Ihr solltet am besten eine Rootberechtigung auf eurem Handy haben. Zwar funktioniert Spirit FM auch ohne Root, dabei soll es aber diverse Bugs geben und einige Funktionen werden nicht verwendbar sein. In der App gibt es jede Menge, teils verwirrende Einstellungsmöglichkeiten. Darum werde ich mich auf die Grundfunktionen beschränken, mit denen ihr euer Handy fit fürs Radio machen könnt.

Ob das überhaupt mit eurem Gerät möglich ist, seht ihr in dieser Kompatibilitäts-Liste. Wenn ihr das Programm aufruft gleicht das Erscheinungsbild etwas einem Taschenrechner. Ganz oben seht ihr die Frequenz und darunter den Balken für die aktuelle Radio-Lautstärke.Als erstes klickt ihr die Schaltfläche mit dem Schraubenschlüssel an um zu den Einstellungen zu gelangen. Alternativ könnt ihr auch die Menütaste eures Handys betätigen und auf Settings klicken.

Das Regionalband habe ich auf Germany gestellt. Darunter, im Bereich „Audio“ kommen aber die wichtigsten Optionen. Bei Method müsst ihr nach eurem Handy-Modell suchen. Wenn euer Gerät nicht direkt angezeigt wird, probiert einfach den Hersteller aus. Bei meinem Optimus Speed hat es mit der Methode „LG 4“ geklappt. Bei Output Device legt ihr fest, ob der Sound über die Lautsprecher oder über die Kopfhörer ertönen soll. Bei manchen Modellen, wie auch bei meinem Speed, funktioniert eine Soundausgabe über Kopfhörer nicht.

Auf jeden Fall braucht ihr aber die Ohrstöpsel als Antenne für das Radio. Die maximale Lautstärke könnt ihr hier auch festlegen. Anschließend ruft ihr wieder den Startbildschirm der App auf. Unter den Anzeigen für Frequenz und Lautstärke seht ihr die Senderwahltasten und dazwischen die Anzeige der aktuellen Frequenz. Feintuning lässt sich mit den Tasten in der zweiten Reihe betreiben. Das sind also die wichtigsten Bedienelemente. Die Lautstärke könnt ihr jedoch auch über die Handytasten ändern oder ihr klickt auf die Stelle im Balken, die ihr haben möchtet.

Die Freuquenz kann man ebenfalls per simplen Touch ändern. Links unten findet ihr die Wiedergabe-Taste. Drückt diese, um das Radio zu aktivieren, falls es deaktiviert ist. Nun solltet ihr das obligatorische Rauschen hören. Daneben findet ihr noch ein Kopfhörer-Icon mit dem ihr zwischen Kopfhörern und Lautsprecher als Audio-Ausgang umschaltet. In den Einstellungen bei User Interface kann man (je nach Version) auch die RDS-Funktion aktivieren oder die Ausrichtung der App festlegen.

Eine Sleep-Funktion, Stereo/Mono-Umschaltung und Einstellungen für die Ansicht sind auch integriert. Man hat also jede Menge Möglichkeiten. Bei mir hat das Programm problemlos funktioniert. Mit einem halben Megabyte fiel die App auuch nicht zu groß aus. Wenn ihr Radio-Freaks seid könnt ihr euch die Anwendung mal genauer anschauen. Mit der kostenlosen Version könnt ihr die Kompatibilität überprüfen. Der Funktionsumfang ist vorbildlich und der Radio-Empfang sehr stark.

Spirit FM kaufen (7,99 Euro)

spirit fm qr code

Spirit FM Light kaufen (1,99 Euro)

spirit fm light qr code

Neue Artikel von GIGA ANDROID

  • Android Wear & Wear OS: Googles Betriebssystem für Smartwatches

    Android Wear & Wear OS: Googles Betriebssystem für Smartwatches

    Android Wear (jetzt Wear OS) ist Googles Software-Plattform für Wearables und Smartwatches, die im März 2014 angekündigt und im Zuge der Google I/O im Juni 2014 offiziell vorgestellt wurde. Neben Benachrichtigungen liefern Smartwatches auch weiterführende Informationen und Interaktionsmöglichkeiten per Touch- und Sprachsteuerung ans Handgelenk.
    Robert Kägler 2
  • YouTube-Music-App: Musik-Streaming für Android und iOS

    YouTube-Music-App: Musik-Streaming für Android und iOS

    Mit der neuen YouTube-Music-App will Google das Videoportal weiter ausbauen und in direkte Konkurrenz zu Musik-Streamingdiensten wie Spotify, Apple Music, Tidal & Co. gehen. YouTube Music ist dabei kostenfrei und im Premium-Abo verfügbar. Die App ist ab sofort auch in Deutschland für Android und iOS erhältlich.
    Thomas Kolkmann
* gesponsorter Link