Zu unserem Leidwesen: Beliebte WhatsApp-Funktion soll umgebaut werden

Simon Stich

WhatsApp räumt beim Status auf: Statt einfach alle Status-Updates aufzulisten, sollen stattdessen Algorithmen bald bestimmen, welche Inhalte ganz oben angezeigt werden. Das dürfte aber nicht allen Anwendern gefallen, wie schon das Beispiel Facebook zeigte.

Zu unserem Leidwesen: Beliebte WhatsApp-Funktion soll umgebaut werden
Bildquelle: GIGA.

WhatsApp Staus soll nützlicher werden

Wie Mashable berichtet, testet WhatsApp gerade eine neue Funktion für den Status. Bislang war es hier so, dass alle Status-Updates anti-chronologisch angezeigt wurden – oder mit anderen Worten: Der neueste Status von Freunden, Bekannten und Familie war ganz oben zu finden. Damit dürfte aber bald Schluss sein. Ganz wie zum Beispiel bei Facebook, YouTube und Instagram sorgt in Zukunft ein Algorithmus dafür, die jeweils relevantesten Status-Updates an erster Stelle anzuzeigen.

Wie genau WhatsApp herausfinden möchte, welcher Status für euch am relevantesten ist, steht auch schon so gut wie fest. Falls ihr mit einer Person häufig kommuniziert oder ihr euch dessen Status öfter mal anschaut, wird euch eben dieser in Zukunft häufiger angezeigt. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass Status-Updates von eher fernen Bekannten nur noch weit unten in der Liste auftauchen.

WhatsApp testet die Funktion laut XDA Developers gerade bei der iPhone-Variante der Messenger-App in den Ländern Brasilien, Spanien und Indien. Android-Nutzer und weitere Länder dürften in nächster Zeit hinzukommen. Nach Angaben von Facebook wird der WhatsApp Status täglich von mehr als 450 Millionen Anwendern genutzt.

Bei WhatsApp gibt es immer wieder Neues zu entdecken, wie unsere Bilderstrecke zum Thema zeigt:

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WhatsApp: Relevanz statt Chronologie

WhatsApp ist sicher nicht der erste Dienst, der sich von einer reinen anti-chronologischen Ansicht von Inhalten verabschiedet. So gut wie jeder andere App-Riese ist diesen Schritt schon vor Jahren gegangen. Facebook, YouTube, Instagram und weitere zeigen längst nicht mehr die neusten, sondern die vermeintlich relevantesten Inhalte ganz oben an.

Nutzern gefällt diese Sortierung nicht immer, da sie mitunter das Gefühl haben, etwas zu verpassen. Gerade bei Facebook gibt es immer wieder Beschwerden darüber, dass die angezeigten Inhalte zwar vielleicht vielen Freunden gefallen mögen, sie aber für andere Nutzer nicht relevant sind. Einfach nur neueste Inhalte anzuschauen ist auch bei anderen Diensten fast unmöglich geworden. Einstellungen dazu werden immer häufiger versteckt oder fehlen mittlerweile einfach ganz.

Während die automatische Sortierung nicht jedem Nutzer gefallen dürfte, hat WhatsApp aber noch ein weiteres Feature parat, dass sicher für mehr Begeisterung sorgen wird. Bald ist es nämlich möglich, selbst zu bestimmen, wer einen in Chat-Gruppen einladen kann und wem das nicht erlaubt ist. Neben weniger unerwünschtem Spam wird damit auch die Privatsphäre der Nutzer gestärkt.

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