Euer MacBook wird immer langsamer? Eine mögliche Lösung dafür ist es, euren Cache zu leeren. Wie das geht, erfahrt ihr bei GIGA. 

Ein Cache ist eine Art der Speicherung von Inhalten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt schneller verfügbar zu machen. Caches können sowohl in Apps als auch im Browser oder im System entstehen. Der Browser speichert die Caches ab, um die Website schneller wiederherzustellen. In diesem Zwischenspeicher werden also eine Menge Daten gelagert, was nach einer längeren Zeit zu Fehlern oder Geschwindigkeitsverlusten führen kann. Damit euer MacBook wieder flüssig und schnell läuft, solltet ihr gelegentlich die Caches löschen. Wie ihr das macht, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Was euer Mac übrigens alles so draufhat, zeigen wir euch im Video: 

Safari: Browser-Cache leeren

Browser speichern die Cache-Daten von besuchten Websites, damit ihr später die Inhalte schneller und einfacher zur Verfügung gestellt bekommt. Diese solltet ihr entfernen, wenn euer Browser langsam wirkt, oder wenn ihr Sicherheits-Bedenken habt. Wie ihr die Caches bei Chrome, Opera, Firefox etc. löscht, haben wir in einem Artikel bereits geschildert. Wie ihr die Caches bei Safari leeren könnt, erfahrt ihr jetzt Schritt für Schritt:

  1. Klickt oben in der Menüleiste auf „Safari“ und dann „Einstellungen“.
  2. Wählt danach im angezeigten Fenster „Erweitert“ aus und klickt auf „Menü ,Entwickler‘ in der Menüleiste anzeigen“.
  3. Wählt anschließend in der Menüleiste „Entwickler“ und danach „Cache-Speicher leeren“ aus.
    Optional könnt ihr die Tastenkombination „[CMD] + [ALT] + [E]“ benutzen.

System-Cache beim Mac leeren

Die System-Caches entstehen grundsätzlich durch die Apps, die ihr auf dem Mac ausführt. Die Cache-Dateien des Systems nehmen weniger Platz ein als beispielsweise Benutzer-Caches, und lohnen sich demnach nicht so sehr. Bei Android-Caches ist das ein wenig anders. Ihr könnt die App-Caches auch auf euren Handys leeren.

Wir raten euch davon ab, den System-Cache auf eigene Faust zu lösen, da es sich als durchaus kompliziert gestalten kann. Wendet euch also besser an einen Experten! Hier erfahrt ihr dennoch eine erste Anleitung:

  1. Erstellt vor der Löschung ein Backup.
  2. Geht danach zu „~/Library/Caches“ und löscht die Inhalte der Ordner, die den Namen einer App tragen. Löscht nicht die Ordner selbst!
    Der Name der System-Cache-Ordner beginnt mit „com.apple“.
  3. Öffnet die com.apple-Ordner und löscht die Dateien darin – nur die Dateien, nicht die Ordner!
  4. Entleert zum Schluss noch euren Papierkorb, damit die Reste endgültig entfernt werden.

Achtung: Ihr könnt nicht alle Cache-Dateien bedenkenlos löschen. Manche App-Entwickler speichern wichtige Daten in Cache-Ordnern. Erstellt also ein Backup des Ordners, bevor ihr die Daten löscht. Wenn im Nachhinein alles funktioniert, könnt ihr das Backup ebenfalls entfernen.

In dieser Bilderstrecke erfahrt ihr, wie ihr iPhone-Apps vom Mac aus installieren könnt:

Benutzer-Caches bei macOS leeren:

Der größte Datenmüll entsteht durch den Benutzer-Cache bei macOS, weil sich mit der Zeit immer mehr Daten auf der Festplatte ansammeln. Gegen diese Platzverschwendung könnt ihr direkt was unternehmen, indem ihr den Benutzer-Cache löscht. Und so geht's:

  1. Auf dem Mac befindet sich ein ausgeblendeter Library-Ordner, der einen Ordner mit Caches enthält. Hierin finden sich die auf dem Mac installierten Anwendungen.
  2. Löscht die Inhalte der Ordner „~/Library/Caches“ und „/Library/Caches“, aber nicht die Ordner selbst!
  3. Entfernt den Rest aus dem Papierkorb.

Arbeitet euer Mac aber immer noch langsam? Vielleicht hilft euch ein anderer Artikel weiter, der weitere Ursachen für die Langsamkeit eures Macs aufzeigt. Wenn ihr bei all den obigen Methoden Bedenken habt oder einfach kein Risiko eingehen wollt, könnt ihr auch auf Softwares zurückgreifen, die die Caches zuverlässig beseitigen. Hier sind einige Empfehlungen:

 Im folgenden Quiz könnt ihr zeigen, wie gut ihr euch mit dem Mac auskennt:

Quiz: Bist du ein Mac-Kenner?

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