Was tun, wenn man das gebrauchte iPhone schnell und unkompliziert verkaufen will? GIGA erklärt, wie man sein iPhone für den Verkauf vorbereiten sollte und wo man es im Internet loswird.

 

iPhone 2020

Facts 

iPhone gebraucht verkaufen: Smartphone vorbereiten

Wer sein gebrauchtes iPhone im Internet verkaufen will, muss vor dem Verkauf sicherstellen, dass er am Ende nur die Hardware und keine Daten an den Käufer verschickt. Das heißt: Vor dem Verkauf muss man Daten wie Kontakte, Fotos und Musik an einem anderen Ort sichern, wenn man sie behalten möchte. Erst im Anschluss sollte man das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen – das ist der einfachere Teil.

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Welcher Typ Apple-Nutzer bin ich?

Wie man sein iPhone auf einen Verkauf vorbereitet, hängt davon ab, wie sehr man sich im Apple-Universum bewegt.

Der einfachste Fall: Man ist nicht nur iPhone, sondern auch Mac-User und nutzt außerdem die iCloud, hat vielleicht sogar Speicher zugekauft. Wer in den iCloud-Einstellungen auf dem iPhone die entsprechenden iCloud-Dienste für Notizen, Kontakte, den Kalender, Erinnerungen und (bei genügend Speicher) auch für Fotos aktiviert hat, sichert Kontakte, Medien und mehr schon jetzt: Sie sind bereits in der Cloud vorhanden und sind zusätzlich zum Beispiel auf dem eigenen Mac oder einem iPad gespeichert – zumindest, wenn auch dort der eigene iCloud-Account eingetragen und die Dienste aktiviert sind. Welche Daten in der Cloud liegen, kann man auch im Browser unter icloud.com prüfen. Sind die Daten vollständig, kann man das iPhone direkt auf die Werkeinstellungen zurücksetzen (siehe nächster Schritt).

Kein iCloud-Platz für Fotos: Ein typisches Szenario: Man nutzt die kostenlosen 5 GB Speicherplatz in der iCloud für Notizen, diverse App-Daten und Kontakte, doch für Fotos reicht der Speicher nicht aus. Wer keinen Speicher hinzukaufen will, verbindet jetzt sein iPhone mit einem Computer und überträgt alle Bilder und Videos per Kabel auf Mac oder PC.

Daten sichern ohne iCloud: Auch das geht, und zwar mit einem Backup des iPhones – mit iTunes (oder über die iCloud). Wer macOS Big Sur nutzt, findet die Backup-Option nicht in iTunes, sondern im Finder. Natürlich ist diese Backup-Lösung nur dann sinnvoll, wenn man nach dem Verkauf des gebrauchten iPhones auch wieder ein neues anschafft. Das neue iPhone lässt sich dann aus dem lokalen (oder dem iCloud-) Backup wiederherstellen.

iPhone für Verkauf auf Werkseinstellungen zurücksetzen

Sind alle Daten gesichert, setzt man das iPhone auf die Werkseinstellungen zurück – nur so können Ankaufdienste oder ein eBay-Käufer damit etwas anfangen.

So geht ihr vor:

  1. Öffnet auf dem iPhone die Einstellungen.
  2. Wählt jetzt den Bereich Allgemein.
  3. Scrollt nach unten und wählt Zurücksetzen.
  4. Wählt Alle Inhalte & Einstellungen löschen, um das iPhone auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen.
Bild: GIGA

Tipp: Falls euer iPhone in den iCloud-Einstellungen anderer Apple-Geräte oder unter icloud.com weiterhin aufgeführt wird, könnt ihr es dort einfach entfernen. Wählt dafür die Option Aus dem Account entfernen.

Interessant für alle, die ein gebrauchtes iPhone gegen ein iPhone 12 tauschen wollen – der Test zum neuen Apple-Smartphone bei GIGA:

iPhone 12 im Test

Welcher Ankaufdienst ist der richtige?

Ankaufdienste versprechen beim Verkauf eines gebrauchten iPhones eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung. Der Ablauf ist immer gleich: Auf der Website des Dienstes gibt man Auskunft über sein Gerät, schätzt dessen Zustand ein und erklärt, ob das Originalzubehör vorhanden ist.

Anbieten könnt ihr euer iPhone zum Beispiel bei reBuy, Flip4New und Zoxs und anderen Ankaufdiensten. Natürlich lohnt es sich, bei allen Diensten einmal zu schauen, wie viel das eigene Gerät im Falle des erfolgreichen Ankaufs bringt – es gibt nämlich durchaus Unterschiede. Hat man sich für ein Angebot entschieden, druckt man meist ein gestelltes Versandlabel aus, bringt das iPhone gut verpackt zur Post oder vereinbart, falls möglich, eine Abholung.

Hier erfahrt ihr mehr über reBuy und erhaltet Alternativen:

Nach dem Einsenden des iPhones muss man nicht nur warten, sondern auch hoffen: Denn nicht immer bleibt es beim ursprünglichen Ankaufspreis – zum Beispiel dann, wenn der Ankaufdienst schlechter bewertet als man selbst oder weitere Kratzer entdeckt. Dann erhält man ein neues Angebot und entscheidet: Will ich mein iPhone zurück oder lasse ich mir den neuen Ankaufspreis ausbezahlen?

Manchmal kann es sich lohnen, noch einen weiteren Dienst auszuprobieren, auch wenn der in der ersten Bewertung ein schlechteres Angebot abgegeben hat. Der Autor, der verschiedene Ankaufdienste schon einige Male in Anspruch genommen hat, weiß: Etwas Glück gehört eben auch dazu. Mitunter gehen die eigene Einschätzung und der am Ende ausgegebene Ankaufpreis weit auseinander. Macken, die einen selbst nicht stören, sind im Verkauf offenbar Dealbreaker. Ein Blick auf Bewertungsportale wie Trustpilot – hier zum Beispiel die Bewertung für rebuy – kann beim Vergleich der Ankaufdienste nicht schaden, ist aber noch keine Garantie, dass das Preisangebot am Ende den eigenen Vorstellungen entspricht. Zumal sich gerade bei reBuy einige Bewertungen auch auf den Kauf von Geräten beziehen. Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Flip4New kaufte eine funktionstüchtige Apple Watch für die Hälfte des Neupreises an, während reBuy das Gerät für knapp einen Euro wohl dem Elektroschrott zugeführt hätte.

Tipp: Im GIGA-Interview verriet Flip4New-Gründer und -CEO Michael Sauer, wann man sein gebrauchtes iPhone am besten verkaufen sollte, nämlich kurz vor einem Apple-Event: „Am besten man schaut schon einige Tage vor einem etwaigen Event herein um sich den Preis vorab zu sichern. Schließlich hat man danach noch zwei Wochen Zeit, das Gerät einzusenden“, lautet sein Ratschlag.

Oder doch lieber eBay?

Letzter Ausweg eBay? Naja, fast: Wenn beim Ankaufdienst nichts zu holen ist, weil das eigene iPhone vielleicht im Überfluss auf dem Markt vorhanden ist oder Schrammen hat, über die der Ankaufdienst nicht hinwegsehen will, lässt sich immer noch etwas bei eBay herausholen (immer abzüglich der Verkaufsprovision von 10%). Hier hat man etwas mehr Aufwand, kann aber mit anderen Dingen punkten: Zum Beispiel mit einer guten Story. Heißt: Wer Originalverpackung, Rechnung und Zubehör akkurat beisammen hat, kann Eindruck schinden und zeigt damit: Ich habe dieses Gerät pfleglich behandelt.

Wer eBay schon häufiger verwendet hat, wird beim Einstellen eines iPhones keine großen Probleme haben: Die Artikelmerkmale werden meist automatisch und korrekt zugeordnet. Mühe geben sollte man sich bei den Fotos. Klingt offensichtlich, wird von vielen Privatverkäufern aber sträflich missachtet. Daher: iPhone gut reinigen und Macken ehrlich präsentieren. Und immer das Display einschalten: Für ein „totes“ Gerät gibt niemand gerne Geld aus. Und dann ist da noch die Frage: Festpreis oder Auktion? In den letzten Jahren wurde die Option Sofort-Kaufen immer beliebter. Gerade bei Artikeln wie iPhones, die vielfach vorhanden sind, dürften Bieter-Schlachten ohnehin ausbleiben. Wer ein gutes Gesamtpaket hat, sollte also einen (noch) realistischen Wunschpreis angeben und die Option für Preisvorschläge aktivieren. Melden sich mehrere Interessenten, hat man nicht nur die Wahl zwischen den Preisen, sondern auch  zwischen Käufern.

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