AirPods 2 zerlegt: Diese Verbesserungen bieten Apples neue Kopfhörer

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Neuer Chip, kabelloses Laden, „Hey Siri“-Unterstützung und längere Akkulaufzeiten - das sind einige der Merkmale, die Apple bei der Vorstellung der neuen AirPods 2 hervorgehoben hat. Doch was steckt wirklich in den neuen Kopfhörern? Werfen wir einen Blick ins Innenleben.

AirPods 2: iFixit zerlegt Apples neue Kopfhörer

Nachdem sich am Äußeren der neuen AirPods im Vergleich mit den Vorgängern nur wenig geändert hat, abgesehen von einem neuen Scharnier und einer außen angebrachten LED am Ladecase fürs kabellose Laden, wollten die Kollegen von iFixit wissen, wie es um die inneren Werte der weißen Ohrstöpsel gestellt ist.

Den Anfang des Teardowns machen die eigentlichen Kopfhörer. Nach einem gefühlvollen und vorsichtigen Öffnen mit dem Skalpell offenbart sich ein Origamifest aus dünnen Flexkabeln, welche die Bauteile – darunter der neue H1-Chip mitsamt Bluetooth 5.0 –  miteinander verbinden. Wie bei den Vorgängern sind in den beiden Stielen die Akkus mit jeweils 93 mWh zu finden; dieselbe Kapazität wie bei den alten Modellen. Die längeren Akkulaufzeiten sind also offenbar effizienterer Hard- und Software und nicht etwa gewachsener Akkus zu verdanken. Ein Austausch der Stromspender oder eine Reparatur der Ohrhörer ist aber weiterhin nicht möglich ohne diese zu zerstören.

iFixit hat den Teardown in einem Video festgehalten:

AirPods 2: Keine Punkte für die Reparierbarkeit

Nachdem man die Ohrhörer zerlegt hat, wagt iFixit einen genaueren Blick ins neue Ladecase der AirPods 2; in diesem Fall ist es die Variante, die ein kabelloses Laden ermöglicht. Auch hier hinterlässt der Griff zum Messer und Schraubstock Spuren, die das kleine weiße Gehäuse nie mehr wie neu aussehen lassen. Neben einem Bad in Alkohol kam auch eine gehörige Portion heißer Luft zum Einsatz, um an die Innereien zu gelangen.

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Das Ergebnis ist ein Blick auf den ebenfalls altbekannten Akku, der mit 3,81 Volt, 398 mAh und damit 1,52 Wh exakt dieselben Werte aufweist wie der Vorgänger. Ein genauerer Blick auf das Logicboard zeigt des Weiteren, dass das neue Case offenbar einen besseren Schutz gegen eindringende Flüssigkeiten bietet: Die kleine Platine ist nämlich mit einem wasserabweisenden Schutzfilm überzogen. Apple selbst gibt aber – im Gegensatz zum iPhone – kein IP-Rating für die AirPods an.

Die reparierbare Konkurrenz aus Südkorea: Samsungs Galaxy Buds

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Samsung Galaxy Buds im Ohr, im Case, neben den AirPods: So sehen die Kopfhörer aus

Insgesamt gibt es für die Reparierbarkeit der AirPods von iFixit keine gute Note. Mit 0 von 10 Punkten kann man diese bei einem Defekt oder einem verbrauchten Akku nur noch recyclen. Die vergleichbaren Samsung Galaxy Buds bekamen immerhin 6 von 10 Punkte für ihre Reparierbarkeit, unter anderem, weil man anstelle von Kleber auf kleine Clips setzt und die Akkus im Fall der Fälle ausgetauscht werden können.

Holger Eilhard
Holger Eilhard, GIGA-Experte für iPhone, iPad, Mac und alles andere zum Thema Apple.

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