Kostenloser Formeleditor: So funktioniert OpenOffice Math

Martin Maciej

Texte schreiben mit dem Computer? Kein Problem, noch nie gewesen. Völlig anders sieht das allerdings für Naturwissenschaftler aus, denn die schreiben oft ziemlich komplizierte mehrspaltige Formeln, und die lassen sich mit gewöhnlichen Textverarbeitungsprogrammen nur schlecht bis gar nicht erzeugen. Aus diesem Grund haben die meisten Naturwissenschaftler, die Formeln in ihren Texten darstellen mussten, jahrelang das Textsatzsystem TeX genutzt, mit dem sich solche Formeln erzeugen ließen. Inzwischen gibt es aber auch WYSIWYG-Programme, die das können.

Zum Beispiel der im Apache OpenOffice Download integrierte kostenlose Formeleditor namens OpenOffice Math. Der Formeleditor ist in allen Programmversionen enthalten, also auch in OpenOffice für Mac, der OpenOffice-Portable-Version oder der Abspaltung LibreOffice.

Winload OpenOffice Formeleditor Video.

Der Formeleditor OpenOffice Math - Drei-Fenster-Ansicht

Die Funktionsweise des Editors ist denkbar einfach. Der Formeleditor OpenOffice Math kann gleich beim Programmstart als Modul ausgewählt werden. In der deutschen Ausgabe von OpenOffice heißt Math einfach Formel. Das Programmmodul selbst besteht aus drei Fenstern. Das Hauptfenster oben ist ein reines Ansichtsfenster. Um hier etwas einzutragen, muss man im darunterliegenden Gleichungsfenster die Formel eintragen. Dafür werden allerdings recht kryptische Umschreibungen verwendet, die man glücklicherweise aber nicht auswendig lernen muss. Vielmehr gibt es ein drittes, nicht angedocktes Fenster namens „Elemente“, aus dem passende Formelelemente ausgewählt werden können.  Zur Auswahl stehen unäre und binäre Operatoren, Relationen, Mengenoperatoren, Funktionen, Attribute, Klammern und weiteres. Wer mit den Symbolen nicht so gut zurecht kommt, kann auch mit einem Rechtsklick auf das Gleichungsfenster ein Kontextmenü mit allen verfügbaren Operatoren öffnen.

Arbeiten mit dem Formeleditor OpenOffice Math

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Formeln von außen nach innen aufzubauen, also erst die Hauptfunktion abzubilden und dann immer feiner werdend die Variablen mit weiteren Operatoren zu füllen. Variable werden vom kostenlosen OpenOffice Formeleditor dabei mit dem Symbol <?> weiß auf schwarzem Hintergrund dargestellt. Mit einem Klick darauf können diese mit den passenden Zahlen und Symbolen gefüllt werden.

Formel-Dateiformate ODB und MathML

Der kostenlose Formeleditor OpenOffice Math kann für alle Gleichungen genutzt werden, mit denen Sachverhalte, Regeln und Zusammenhänge in der Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und anderen naturwissenschaftlichen Fächern dargestellt werden sollen. Die fertigen Formeln können anschließend entweder im eigenen ODB-Format oder als MathML-Datei gespeichert werden. Ersteres empfiehlt sich für die Weiterverarbeitung in den anderen Programmmodulen von OpenOffice. So können die Formeln zum Beispiel für eine wissenschaftliche Arbeit in OpenOffice Writer eingefügt oder als Bestandteil einer Präsentation in OpenOffice Impress gezeigt werden. Die Formel kann entweder vorher bereits erstellt und gespeichert werden, oder der Formeleditor während des Arbeitsprozesses in den anderen Programmmodulen wie OpenOffice Writer oder Impress über Einfügen-Objekt-Formel gestartet werden. Für den Export oder den Austausch der Formel mit anderen ist das bekanntere MathML-Format vorzuziehen. Bei MathML handelt es sich ebenfalls um ein XML-basiertes Dokumentenformat. Es ist ein anerkannter Standard für die Formeldarstellung.

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