Facebook-Virus erkennen und entfernen: Die Gefahr im sozialen Netzwerk

Martin Maciej 12

Das soziale Netzwerk Facebook ist aus der heutigen Welt der Bits und Bytes nicht mehr wegzudenken. Aktuell tummeln sich fast eine Milliarde Menschen auf der sozialen Plattform, in Deutschland liegt die Zahl bei ca. 25 Millionen Usern. Natürlich finden sich hier nicht nur Computernerds und IT-Fachleute, sondern auch Menschen, die mit Computern sonst keine großen Erfahrungen haben. Bei der hohen Nutzerzahl liegt es nahe, dass auch Cyber-Ganoven ihr kriminelles Glück bei Facebook versuchen. Jeder Nutzer wird bereits einmal was von einem Facebook Virus gehört haben.

Video: Vorsicht vor Kettenbriefen und Hoaxes – Auch Klicks auf diese Seiten können Viren verteilen

Hoaxes auf Facebook.

Facebook-Viren verteilen sich im Normalfall über harmlose Nachrichten oder Chat-Mitteilungen. So erhält man z. B. von einem Freund aus der Kontaktliste eine vermeintliche Nachricht, die dazu auffordert, über einen Link ein Bild aufzurufen. Diese Nachricht stammt jedoch nicht aus der Hand des Facebook-Freundes, sondern wurde bereits automatisch im Namen des Kontaktes versendet. Klickt man nun auf diesen Link, ist man bereits selber infiziert. Der Virus auf Facebook verteilt sich nun auch an alle Freunde aus der eigenen Kontaktliste. Zusätzlich kann sich über diese Links eine Schadsoftware auf dem eigenen Rechner einnisten, die z. B. Bankdaten ausspäht und private Informationen auf der Festplatte ausliest.

Die verrücktesten Facebook-Meldungen der letzten Jahre:

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Facebook-Hoaxes: Diese 10 Falschmeldungen sind so dumm, dass wir weinen müssen .

 

Wie erkennt man einen Facebook-Virus?

Die verbreitetste Methode zur Verteilung eines Facebook-Virus, ist die oben erwähnte private Nachricht eines Freundes. Erhält man eine verdächtige Nachricht von einem Nutzer aus der eigenen Kontaktliste, sollte man sich vergewissern, ob die Nachricht tatsächlich aus der Hand des Facebook-Nutzers stammt. Besonders leicht zu enttarnen sind diese virusinfizierten Nachrichten, falls man etwa von einem deutschen Freund eine englischsprachige Nachricht bekommt, die zusätzlich einen Link enthält. Auch bei Links, die keinerlei zusätzlichen Text enthalten, handelt es sich um einen Facebook Virus.

Wie kann man einen Facebook-Virus verhindern?

Neben verdächtigen Nachrichten sollte man zusätzlich keine verdächtigen Anwendungen über Facebook installieren. Häufig finden sich in der eigenen Facebookstatusanzeige Nachrichten wieder, die zu einem Klick verlocken, etwa wenn es sich um ein Nacktvideo eines Prominenten handelt oder um Videos mit erotischen oder ähnlich sensationellen Inhalten. Um dieses Video abzuspielen wird häufig  die Installation einer Zusatzanwendung vorausgesetzt. Unerfahrene PC-Nutzer lassen sich auf diese Installation ein und öffnen dem Facebook-Virus damit Tür und Angel. Auch bei Zusatzanwendungen, die besondere Funktionen für Facebook versprechen, z. B. das Verändern der Menüfarbe oder Versprechen zu sehen, welche Besucher das eigene Facebook-Profil besucht haben, handelt es sich um Facebook-Viren.

  1. Klickt auf keine Links aus Nachrichten von unbekannten Personen!
  2. Auch, wenn euch Freunde schreiben, solltet ihr skeptisch werden, wenn eine verlinkte URL verkürzt ist (z. B. „t.co/12345“). Ein Beispiel für solch einen Facebook-Virus findet ihr hier: „Haha, erinnerst du dich an dieses Bild?“ bei Facebook - Warnung!
  3. Installiert keine Facebook-Anwendungen, die ihr nicht kennt!
  4. Hinter diesen Apps muss nicht nicht zwangsläufig ein schädlicher Virus befinden, allerdings können auch Daten ausgespäht werden, die ihr bei Facebook hinterlegt habt.
  5. Folgt besonders keinen Links, Videos und Angeboten, die euch sensationelle Inhalte versprechen, z. B. „echte Bilder von Michael Schumachers Unfall“ oder das neue Nackt-Video von Gina Lisa.
  6. Sollten in eurem Namen Nachrichten versendet werden, die ihr definitiv nicht geschrieben habt, ändert sofort euer Facebook Passwort und löscht zwielichtige Apps aus Facebook.

So lässt sich ein Facebook-Virus entfernen: Gruppenchat und Co.

Zunächst sollte man vermeiden, unbekannte Links und Anwendungen bei Facebook anzuklicken, bzw. auszuführen. Hat man sich dennoch einen Virus bei Facebook eingefangen, sollten zunächst alle Freunde aus der Kontaktliste gewarnt werden, einen automatisch verbreiteten Link nicht anzuklicken, um sich selbst vor einer Infizierung zu schützen und eine Verbreitung zu vermeiden. Zusätzlich sollte überprüft werden, ob unerwünschte Anwendungen in Facebook installiert wurden. Hierzu klickt man auf das Zahnrad in der rechten oberen Ecke und lässt sich die „Kontoeinstellungen“ anzeigen. Über die linke Menüleiste steuert man den Abschnitt „Anwendungen“ an. Nun werden alle Anwendungen aufgelistet, die für das eigene Facebook-Profil verwendet werden. Findet sich hier ein unbekannter Eintrag, sollte dieser umgehend mit Klick auf das „X“ gelöscht werden. Um weiteren Schaden zu vermeiden, sollte das Facebook-Zugangspasswort geändert werden, um einen Identitätsdiebstahl durch den Facebook-Virus zu vermeiden. Im letzten Schritt muss mit Hilfe eines Antivirenprogramms überprüft werden, ob sich eine schädliche Software auf dem Computer festgesetzt hat. Häufig reicht hierfür bereits ein kostenloser Virenscanner aus.

Erfahrt bei uns auch, wie man Facebook „Gefällt mir“-Angaben verstecken kann.

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