Bereits 50 Antennen im Einsatz: Berlin wird Testregion für schnelles 5G-Netz

Johann Philipp 5

Zwischen Berlin und der Telekom hat es gefunkt. Der Mobilfunkanbieter möchte die Hauptstadt als Testregion für das schnelle 5G-Netz nutzen. Noch in diesem Jahr soll der Ausbau starten. Weitere Regionen sollen folgen, wie der Anbieter nun erklärt.

Bereits 50 Antennen im Einsatz: Berlin wird Testregion für schnelles 5G-Netz
Bildquelle: GIGA.
Update vom 23.01.2019 um 11:09 Uhr: Die Telekom äußert sich nun selbst zu den Plänen mit seinem 5G-Netz: „Das Berliner Testfeld liefert uns wichtige Testergebnisse für die künftige 5G-Infrastruktur. Wir testen, wie Netzelemente zusammenwirken und das Zusammenspiel zwischen 5G und LTE unter realen Bedingungen funktioniert,“ sagte Technikchef Walter Goldenits gegenüber Golem. Interessant ist, dass schon heute mehr als 50 5G-Antennen ins Berliner-Netz integriert sind und auch bereits senden. Neben der Hauptstadt sollen weitere deutsche Städte als Testregion genutzt werden. Den Anfang im ersten Quartal macht Darmstadt. Für das schnelle 5G Netz errichtet die Telekom in ganz Deutschland 2.000 neue Mobilfunkstandorte. Schwerpunkte des Ausbaus sind der ländliche Raum, Autobahnen, Bundesstraßen und Zugstrecken.

Originalartikel

Berlin wird zum 5G-Pionier: Schneller Mobilfunk in der U-Bahn

Ab 2021 soll mit 5G die nächste Generation des Mobilfunks an den Start gehen. Viel zu spät, wie die Landesregierung in Berlin erklärt. Die Hauptstadt will im globalen Wettbewerb nicht den Anschluss verlieren, sondern Vorreiter sein. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, habe Berlin dafür eine Partnerschaft mit der Telekom geschlossen. Die Stadt soll schon vor dem Start vom schnellen Mobilfunk profitieren.

Die Details der Partnerschaft: Die Telekom soll die Funkmasten schnell ausbauen und die Stadt mit geeigneten Gebäuden und schnellen Genehmigungen helfen. Noch in diesem Jahr soll es losgehen.

Zuerst sollen der Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof und der Siemens Innovationscampus an das Netz angeschlossen werden. Später sollen dann Veranstaltungsorte wie die Messe Berlin dazukommen und im letzten Schritt der Potsdamer Platz, die Stadtautobahn sowie die Berliner U-Bahn.

Wer sich jetzt schon auf das Highspeed-Internet freut, muss sich trotzdem noch gedulden: 5G wird für die breite Öffentlichkeit frühestens 2021 an den Start gehen. Die aktuellen Tests sind vor allem für die industrielle Nutzung gedacht, normale Kunden bleiben erstmal außen vor. Unternehmen sollen mit dem neuen Netz das autonome Fahren, die Steuerung von Robotern, smarte Städte und Industrieanlagen voranbringen.

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5G-Versteigerung und Netzausbau: Das muss vor dem Start passieren

Bevor das Netz freigeschaltet wird, muss sich die Telekom aber erst einmal um die Frequenzen bemühen. Bei der Bundesnetzagentur werden sie in diesem Jahr an die Mobilfunkanbieter versteigert. Doch noch gibt es heftigen Streit. Eigentlich sollte die Auktion schon Angang des Jahres stattfinden. Die Anbieter klagten jedoch gegen zu hohe Anforderungen bei der Vergabe, sodass es zu Verzögerungen kommen wird.

Hinzu kommt: Noch können selbst aktuelle Smartphones 5G noch gar nicht nutzen. Die ersten Geräte sollen erst in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Die Ankündigung lässt hoffen, dass es in der Hauptstadt schnell mit 5G vorangehen wird. Der Streit bei der Vergabe könnte den Start allerdings verzögern. Laut der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ führe die Telekom auch mit anderen Kommunen Gespräche. Vor allem ländliche Regionen werden sich aber wohl noch gedulden müssen, so wie auch schon beim Vorgänger LTE.

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