Apple Card: Alle wichtigen Infos zur Kreditkarte aus Cupertino

Robert Kägler 4

Mit der „Apple Card“ sorgt das Tech-Unternehmen aus Cupertino für Aufsehen. Die Kreditkarte unterscheidet sich in einigen Punkten von den gewohnten Karten der Banken. Wir fassen die wichtigsten Fakten zur Apple Card zusammen:

Die Apple Card ist eine virtuelle und physische Kreditkarte. Das Unternehmen will damit das Bezahlen sicherer, einfacher und günstiger machen. Umgesetzt wird das Ganze in Zusammenarbeit mit Goldman Sachs und Mastercard. US-Bürger können sie voraussichtlich ab Sommer 2019 nutzen, doch auch für eine Veröffentlichung in Deutschland besteht Hoffnung.

Apple Card: Das kann die Kreditkarte für iPhone-Nutzer

Die Apple Card funktioniert nur zusammen mit Apple Pay und der Wallet-App. Dort lässt sich die virtuelle Kreditkarte in wenigen Minuten kostenlos beantragen und ohne Gebühren nutzen. Zusätzlich bekommt man eine physische Kreditkarte zugeschickt, die sich aber von einer herkömmlichen Karte anderer Banken unterscheidet. Sie ist aus Titan gefertigt und nur mit dem Namen, einem Chip und dem Apple-Logo bestückt. Eine NFC-Funktion gibt es nicht.

Alle anderen Informationen, wie die Kartennummer, Ablaufdatum und CVC-Code sind nur in der Wallet-App hinterlegt, wo auch Ausgaben und Kontoauszüge visuell aufbereitet und über Maschinenlernen organisiert werden. Datenschutz spielt ebenfalls eine Rolle.

Nach Aussagen von Apple weiß nur der Besitzer, was genau gekauft wurde. Nutzerdaten werden nicht gesammelt oder für Marketing-Zwecke weitergegeben. Sie werden ausschließlich lokal auf dem iPhone verarbeitet und gespeichert. Alle Käufe müssen zudem über Face ID oder Touch ID autorisiert werden.

Außerdem erhält man über eine Cashback-Aktion Geld bei einem Einkauf über die Apple Card zurück. Apple nennt das „Daily Cash“. Die Konditionen für die USA:

Cashback-Übersicht:

  • Beim Einkauf im Apple Store erhält man 3% der Summe zurück.
  • Bezahlt man mit der digitalen Kreditkarte über Apple Pay in anderen Geschäften, erhält man 2% der Summe zurück.
  • Zahlt man mit der physischen Apple Card aus Titan, erhält man 1% der Summe zurück.

Die Wallet-App liefert folgende Informationen:

  • Alle Ausgaben werden in der App mit Summe, Geschäftsname und Kaufort aufgelistet.
  • Ausgaben werden durch Maschinenlernen in verschiedenfarbige Kategorien (Essen, Entertainment, Shopping …) eingeteilt, um eine klare Übersicht über die Art der Ausgaben zu schaffen.
  • Alle Ausgaben werden in einer täglichen, wöchentlichen und monatlichen Übersicht grafisch dargestellt.

Vor- und Nachteile der Apple Card

Vorteile

Apple will es den iPhone-Kunden mit der eigenen Kreditkarte besonders einfach machen und gleichzeitig die privaten Daten der Nutzer schützen. Eine unkomplizierte Anmeldung, Cashback und keine Gebühren für die digitale Zahloption machen das Angebot schmackhaft. In einem weiteren Artikel haben wir die Vorteile der Apple Card zusammengefasst.

Nachteile

Die gebührenfreie Verwendung der Apple Card hat aber auch Grenzen. Die Überziehungszinsen sind sehr hoch, wenn man ein Soll nicht zum festgelegten Datum ausgleichen kann. Je nach Kreditwürdigkeit zahlen US-Kunden zwischen 13,24 – 24,24 Jahreszins.

Ob die Konditionen so auch für andere Länder gelten, ist noch ungewiss. Zudem ist unbekannt, welche Gebühren international anfallen, wenn man die Titan-Karte anstatt der digitalen Variante über Apple Pay nutzt. Sie soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn eine kontaktlose Zahlung nicht möglich ist.

Informationen zum Release in den USA und in Deutschland

Apple startet die Kreditkarte im Sommer 2019 nur in den USA. Konkrete Informationen zu zukünftigen Plänen und Ausweitung der Apple Card in weitere Länder hat das Unternehmen zunächst nicht genannt.

Der CEO von Goldman Sachs International, Richard Gnodde, verriet in einem Interview, dass man einen Release auch außerhalb der USA in Erwägung zieht. In diesem Zusammenhang wurde nicht nur Europa als nächster Schritt erwähnt, sondern konkret Deutschland. Genauere Informationen gibt es noch nicht.

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