Smombie: Definition, Bedeutung und was das mit Ampeln zu tun hat

Maria Dschaak

Jedes Jahr wählt eine vom Langenscheidt-Verlag beauftragte Jury das Jugendwort des Jahres. Den Spitzenplatz belegte im Jahr 2015 das Wort „Smombie“ – vor merkeln und rumoxidieren. Wir sagen euch an dieser Stelle, was es bedeutet, warum es das Rennen gemacht hat und was Ampeln damit zu tun haben.

Jugendsprache ist schon eine Sache für sich. Man hört sie so ziemlich überall, aber richtig verstehen tun sie meist nur die Jugendlichen selbst. Und auch wenn so mancher Erwachsener seine Nase über die neuen Wörter rümpft, die Sprachwissenschaft hat die Jugendsprache als wissenschaftliches Objekt schon längst anerkannt. Und seit 2008 wird jährlich ein Begriff zum Jugendwort des Jahres gewählt. 2015 war es das Kofferwort Smombie.

Making Moeff: Wie entsteht ein Jugendwort? Video von KISS FM.

Smombie: Gründe für den Spitzenreiter

Smombie ist ein Kofferwort aus den Begriffen Smartphone und Zombie. Menschen, die die so auf ihr Smarphone konzentriert sind, dass sie ihre Umwelt nicht mehr wahrnehmen, bezeichnet man als Smombies.

Als Kofferwort bezeichnet man ein Kunstwort, das sich aus mindestens zwei sich morphologisch überlappenden Wörtern zusammensetzt. Andere Beispiele sind Brunch oder Spanglisch. Statt Kofferwort kann man auch Schachtelwort oder Port(e)manteau-Wort sagen.

Einer der Gründe, warum die vom Langenscheidt-Verlag beauftragte Jury Smombie Wörtern wie Earthporn, Tinderella oder Alpha-Kevin (um den es einen kleinen Skandal gab) den Vorrang gegeben hat, liegt an folgender Sache: Smombie beschreibt das Selbstverständnis der meisten Menschen im Umgang mit ihrem Handy.

anxious female zombie staring at her cellphone

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Smombie: Ampel für den Fußboden

Weil dieses Verhalten gerade im Straßenverkehr gefährlich ist, wurde für die Generation Kopf unten die Bodenampel erfunden. Manchmal hört man in diesem Zusammenhang auch die Bezeichnung Bompel – Kofferwort aus Boden und Ampel. Gemeint ist damit eine Ampel-Leuchte, die direkt in den Bürgersteig eingelassen ist. Meist handelt es sich dabei um LED-Leuchten, die blinken, sobald sich eine Gefahrenquelle – zum Beispiel eine Straßenbahn – dem Fußgänger nähert.

  • 2010 wurden in Frankfurt am Main an der Haltestelle Lindenbaum rote Lichtstreifen in den Boden installiert. Und seitdem gab es auf dieser Strecke tatsächlich keine tödlichen Verkehrsunfälle mehr.
  • 2016 wurden in Augsburg und Köln vereinzelt Bompeln in den Boden eingepflegt. Köln hat sich indessen dagegen entschieden, weitere Bondenlampen anzubringen.
  • Berlin war von Anfang an gegen die Idee von Bodenlampen.

Also liebe Fußgänger, immer schön die Augen auf!

Dangerous walking

Hier erfahrt ihr die Bedeutung anderer Jugendwörter:

Bildquellen: DragonImages, AlrinoAlvan

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