Targobank: Telefon-PIN kostenfrei erneuern - Phishing-E-Mail

Kristina Kielblock

Wie Mimikama berichtet, ist eine Phishing-Mail der Targobank im Umlauf, die auf Telefon-Banking Kunden abzielt. Man soll seine Telefon-PIN aufgrund von neuen Sicherheitsrichtlinien kostenfrei erneuern. Falls man dies unterlässt, werden Gebühren von 53,99€ in Rechnung gestellt. Mit diesem Argument sollen die Kunden dazu bewegt werden, dem eingebundenen Link zu folgen und Login- und Bankdaten in die Hand von e-Kriminellen zu geben.

Wieder einmal sind es die Kunden der Targobank, die zur Zielscheibe einer der Top-Ten-Gefahren des Internets, dem Phishing-Betrug geworden sind. In diesem Fall sind es neue Sicherheitsrichtlinien, die es notwendig machen, die Telefon-Banking-PIN zu erneuern und aktuellen Standards anzupassen. Die Mail ist natürlich gefälscht und sollte schnellstmöglich im Papierkorb landen, denn der eingebundene Link ist eine Datenklau-Attacke.

Telefon-Banking-PIN jetzt kostenfrei erneuern - Cyber-Kriminelle wollen an eure Daten!

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Phishing: Die fiesesten Tricks der Betrüger

Diese E-Mails, so authentisch sie auch wirken mögen, sind nie echt. Keine Bank der Welt fordert ihre Kunden auf, einem eingebunden Link in einer Mail zu folgen, um sensible Daten einzugeben. Banken, Online-Shops und andere Unternehmen, die mit den persönlichen Daten ihrer Kunden umgehen müssen, können aber nicht viel mehr tun, als diese Tatsache ihren Kunden glaubhaft zu machen und ihnen entsprechende Sicherheitshinweise zur Verfügung zu stellen.

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Die Targobank stellt ihren Kunden kursierende Beispiele für Phishing Mails im Namen der Targobank zur Verfügung, darunter auch das hier besprochene Exemplar. Die Betrüger werden handwerklich immer perfekter und es ist davon auszugehen, dass immer wieder gefälschte E-Mails der Targobank, von UPS, DHL, und Co. in den Postfächern landen werden. Hin und wieder enthalten diese Mails Trojaner in angehängten Dokumenten oder wie in diesem Fall einen eingebundenen Link, der euch direkt zu einer gefakten Targobank-Seite leitet, mit der zunächst eure Login-Daten abgefangen werden.

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TARGOBANK Online-Konto*

Im nächsten Schritt geht es dann um die Abfrage eurer Bankdaten.

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Wer nicht bereits die Mail mit ausreichendem Misstrauen zur Kenntnis genommen und einige Auffälligkeiten entdeckt hat, wird sicher von diesen recht überzeugenden Eingabe-Masken nicht mehr irritiert. Mit der Eingabe der Daten allerdings sind diese in den Händen von Kriminellen gelandet. Hinweise, die für Misstrauen sorgen sollten sind:

  1. Die Mail enthält keine persönliche Anrede.
  2. Die Kursiv-Schrift ist äußerst ungewöhnlich und weder dem Inhalt noch dem Absender angemessen.
  3. Die Androhung einer negativen Konsequenz, in dem Falle einer Gebühr, ist typisch für Phishing, aber nicht für seriöse Unternehmen.
  4. Die Mail weist zwar nicht viele Formfehler auf, aber die vorhandenen hätten eine Rechtschreibkorrektur der Targobank wahrscheinlich nicht passieren können. So ist im ersten Absatz „Kostenfrei“ groß geschrieben und am Schluss „Mit Freundlichen Grüßen“ groß. Marginal vielleicht, aber dennoch haut kein Unternehmen sowas an alle Kunden raus.

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Schutz vor Phishing

Der einzige wirksame Schutz gegen Daten-Angriffe dieser Art ist, abgesehen von einem aktuellen Virenscanner, die prinzipielle Einsicht, dass solche Mails nie echt sind. Falls es Unsicherheiten gibt, ob nicht doch eine großes Sicherheitsproblem aufgetreten ist, eine  falsche Bestellung von eurem Konto abgebucht wurde oder eine Paketsendung verfolgt werden soll, loggt euch bei dem entsprechenden Anbieter auf der Website mit euren Kundendaten ein. Falls es eine wichtige Mitteilung gibt, werdet ihr sie dort auch erhalten. Abgesehen davon könnt ihr auch das entsprechende Unternehmen dazu befragen und den Spam dort melden.

Die Daten schon eingegeben? Dann solltet ihr umgehend die Targobank und die Polizei darüber informieren!

Screenshots via Mimikama, Data Theft via Shutterstock.com

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