„Jaden Smith tot“: Meldung über Selbstmord von Will Smiths Sohn bei Facebook - Neuer Fake unterwegs

Martin Maciej

Im Internet und vor allem in den sozialen Medien verbreiten sich Nachrichten rasend schnell. Nicht selten erfährt man von News zuerst über seinen Facebook-Feed und nicht aus der Zeitung oder dem Nachrichtenprogramm im TV. Problematisch hierbei ist, dass auch viele ungeprüfte Meldungen den Weg in den Facebook-Feed schaffen. Aktuell kursiert bei Facebook eine Meldung über den Tod von Jaden Smith.

„Jaden Smith tot“: Meldung über Selbstmord von Will Smiths Sohn bei Facebook - Neuer Fake unterwegs

Jaden Smith ist der Sohn von Jada Pinkett-Smith und Will Smith. Der Sprößling tritt in die Fußstapfen seiner prominenten Eltern und war auf der Kinoleinwand unter anderem in der Hauptrolle der „Karate Kid“-Neuauflage 2010 zu sehen. Bei Facebook wird derzeit eine Meldung geteilt, in der es heißt, Jaden Smith sei tot. Der Sohn von Will Smith soll hiernach Selbstmord begangen haben.

Das steckt hinter Hoaxes, Fakes und Betrug im Internet.

Nachricht über den Tod von Jaden Smith ist ein Hoax

Wie so häufig bei vermeintlichen Todesnachrichten, die ausschließlich in sozialen Medien wie Facebook oder Twitter gestreut werden, handelt es sich auch bei der Meldung um den Tod von Jaden Smith um einen Hoax, also eine Falschmeldung.

  • Jaden Smith ist nicht tot, wie man etwa den frischen Posts auf seinem Twitter-Account entnehmen kann.
  • Vor kurzem feierte der Sohn von Will Smith erst seinen 18 Geburtstag.
  • Mit „The Get Down“ steht eine neue Serie mit Jaden Smith in den Startlöchern. Die Serie soll bei Netflix anlaufen.
  • Bereits 2010 kursierten Fake-Meldungen, wonach Jaden Smith im Alter von nur 10 Jahren Selbstmord begangen haben soll.

Hinter den Falschmeldungen über den Tod von Jaden Smith steckt nicht nur die Intention, Fans und Leser im Netz zu erschrecken. Vielmehr lassen sich hier betrügerische Absichten finden. Die Fake-Meldungen werden bei Facebook lediglich angeteasert. Als Quelle wird in der Überschrift ein seriöses Nachrichtenmedium wie CNN oder BBC angegeben, die Meldung selbst führt allerdings auf eine andere Seite. Klickt man die Meldung an, um sich genauer über den angeblichen Tod von Jaden Smith zu informieren, wird man zunächst nicht zur Nachricht weitergeleitet, sondern dazu aufgefordert, einer Facebook-App verschiedene Zugriffsrechte zu gewähren. Werden diese Rechte vergeben, kann die App automatisch in eurem Namen Nachrichten bei Facebook posten. Auf diesem Weg wird die Fakemeldung schneeballartig weiterverbreitet.

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Jaden Smith ist nicht tot: Vorsicht vor Hoax

Ein ähnliches Prinzip steckt hinter den seltsamen WhatsApp-Bildern, die automatisch bei Facebook mit einem „Gefällt mir“ bedacht werden. Über diese Facebook-Apps kann Malware auf den Rechner gelangen. Zudem können so persönliche Daten auf dem Facebook-Account von Unbefugten abgegriffen werden. Die Zielseite, auf der man die Meldung über den angeblichen Tod von Jaden Smith findet, ist voll mit solchen Hoaxes.

Stößt man auf eine vermeintliche Sensationsmeldung bei Facebook, sollte man diese nicht blind anklicken. Immer wieder streuen Betrüger falsche Todesnachrichten bei Facebook, um Daten abzugreifen oder User in Abofallen tappen zulassen. Zuletzt kursierten etwa ähnliche Posts über den Wrestler John Cena, Nicolas Cage oder Charlie Sheen im Netz. Stößt man auf Nachrichten, die auf unseriöse oder unbekannte Seiten weiterleiten, sollte man Facebook verlassen und direkt eine seriöse Nachrichtenquelle aufrufen, um die Meldung dort zu finden. Findet sich auf den großen Nachrichtenportalen kein Wort über den Tod eines Prominenten, ist von einem Hoax auszugehen.

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