USB 3.0: Geschwindigkeit im Vergleich zu USB 2.0, Thunderbolt & eSATA

Thomas Kolkmann 4

Wie schnell ist eigentlich USB 3.0? Übertrumpft die „universelle“ Schnittstelle eSATA, kann sie mit Thunderbolt 3 mithalten und wie viel schneller ist sie eigentlich gegenüber dem jahrelangen Standard USB 2.0? Wir haben die unterschiedlichen Schnittstellen gegenübergestellt, verraten euch die USB-3.0-Geschwindigkeit und räumen mit einigen Missverständnissen auf.

Gerade wenn man auf der Suche nach einer neuen externen Festplatte ist, will man natürlich auf das schnellste Pferd setzen, damit das Lesen und Schreiben von Daten keine Ewigkeit dauert. Mit USB 2.0 hatte man häufig noch Probleme, wenn man hochauflösende Filme oder Spiele von einer externen Festplatte abspielen wollte. Mit USB 3.0 stellt das kein Problem mehr dar. Doch USB 3 ist nicht gleich USB 3: Mit den Versionen 3.1 Gen 1, 3.1 Gen 2 und demnächst auch USB 3.2 gibt es erhebliche Unterschiede bei der Geschwindigkeit.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen USB 3.0 und 2.0 erklären wir euch in folgendem Video:

USB 2.0 und 3.0 - Alles Wichtige zu den Standards.

USB-3-Geschwindigkeit im Vergleich zu Thunderbolt, eSata und alten USB-Standards

Schnittstelle (alternative Bezeichnungen)
Geschwindigkeit / Bruttotransferrate
Name (Datenrate)
USB-Anschlüsse
USB 1.0 12 Mbit/s (1,5 MByte/s) Full Speed
USB 2.0 480 Mbit/s (60 MByte/s) Hi-Speed
USB 3.0 (USB 3.1 Gen1; USB 3.2 Gen1)
5 Gbit/s (625 MByte/s) SuperSpeed (SS)
USB 3.1 (USB 3.1 Gen2; USB 3.2 Gen2)
10 Gbit/s (1,25 GByte/s) SuperSpeed Plus (SS+/SS10)
USB 3.2 (USB 3.2 Gen 2×2) 20 Gbit/s (2,5 GByte/s)
USB 4
40 Gbit/s (5 GByte/s)
Andere Anschlussarten (zum Vergleich)
Thunderbolt 3 40 Gbit/s (5 GByte/s)
Thunderbolt 2 20 Gbit/s (2,5 GByte/s)
eSATA III 6 Gbit/s (750 Mbyte/s)
SATA Express (PCIe 4.0) 16 Gbit/s (2 GByte/s)

Die in der Tabelle aufgezeigten Geschwindigkeiten sind dabei nur Bruttowerte und deswegen mit Vorsicht zu genießen. Die Bruttotransferrate ist die rein physikalisch mögliche Übertragungsrate. Durch den Overhead des Protokolls und verschiedene andere Verluste, ist die wirkliche Datenübertragungsrate signifikant kleiner.

  • Die theoretische Nettotransferrate liegt über zehn Prozent niedriger, die im Alltag erzielbare Datenrate ist sogar 30 bis 45 Prozent kleiner.
  • Das bedeutet, dass ihr über USB 2.0 maximal 33-40 MByte/s statt der theoretisch möglichen 60 MByte/s und bei USB 3.0 275-300 MByte/s statt der 625 MByte/s erreicht.
  • Neben dem System und den Geräten selbst, können aber auch weitere Faktoren für eine geringere Datentransferrate sorgen. So wird bei USB 3.0 aktuell maximal eine Kabellänge von 1 Meter empfohlen, damit es nicht zu geringeren Geschwindigkeiten kommt.
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So löst ihr Probleme mit USB-Geräten.

USB-C aber keine USB-3.0-Geschwindigkeit?

Häufig wird USB-Typ-C mit USB 3.0 gleichgesetzt, dass ist jedoch nicht richtig. So kann eine USB-C-Buchse am Smartphone oder ein USB-C-Kabel auch nur USB 2.0 unterstützen und somit signifikant langsamer in der Datenübertragung sein und ebenfalls kein schnelles Aufladen (QuickCharge o. ä.) bieten.

Ob der jeweilige USB-Anschluss oder das USB-Kabel wirklich die Geschwindigkeit von USB 3.0 unterstützt, könnt ihr an dem kleinen SuperSpeed-Logo neben dem USB-Port und auf dem USB-Kabel sehen (siehe Bild unten). Wenn gar kein Logo vorhanden ist, müsst ihr in der Beschreibung nachlesen, ob das Gerät oder Kabel USB 3.0 (SS), 3.1 (SS10) oder spätere Iterationen unterstützt.

Was sind eure Erfahrungen mit Lightning, Micro-USB, USB-C am Smartphone und Tablet?

Vielen Dank an die Leser für die Teilnahme an der kurzen Umfrage.

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