Active Shooter: Valve entfernt das Amoklauf-Spiel bei Steam

André Linken

Das heiß diskutierte Amoklauf-Spiel Active Shooter ist mittlerweile nicht mehr bei Steam zu finden. Valve hat sich die Kritik der jüngeren Vergangenheit wohl zu Herzen genommen.

Studie: Shooter machen angeblich dumm.

Update vom 30. Mai 2018:

Wie aus einer offiziellen Stellungnahme zu entnehmen ist, hat Valve nicht nur das besagte Spiel, sondern gleich auch das Entwicklerstudio Revived Games sowie den Publisher ACID von Steam verbannt. Der Mann dahinter heißt demnach Ata Berdiyev und war in der Vergangenheit bereits unter den Bannern von Interactive und Eluisve Team tätig. Bereits damals gab es einen entsprechenden Bann.

Valve ging diesmal sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnete Berdiyev als einen „Troll, der dafür bekannt ist, Kunden zu betrügen, rechtlich geschütztes Material zu veröffentlichen und Reviews zu manipulieren“.

Ursprüngliche Meldung vom 25. Mai 2018, 15:42

Es handelt sich dabei um den Shooter namens Active Shooter, der aktuellen Planungen zufolge am 6. Juni 2018 bei Steam erscheinen soll. In der Beschreibung heißt es zunächst nur, dass du in die Rolle des Mitglieds einer SWAT-Einheit schlüpfen und Amokläufern das Handwerk legen kannst. Klingt im ersten Moment alles noch recht harmlos – ist es dann aber doch nicht.

Denn in Active Shooter kannst du wahlweise auch in die Rolle des Attentäters schlüpfen und unter anderen einen Amoklauf an einer Schule durchführen. Das ist gerade angesichts der jüngeren Vergangenheit in den USA mit bereits 22 Vorfällen an echten Schulden in diesem Jahr eine mehr als brisante Thematik.

Aus diesem Grund hat sich unter anderem die britische Wohltätigkeitsorganisation Infer Trust zu Wort gemeldet und Valve dazu aufgefordert, die Veröffentlichung von Active Shooter bei Steam zu verhindern. Es sei eine ziemlich schlechte Idee, ein Spiel vermarkten zu wollen, das dermaßen gewalttätig und unempfindlich gegenüber dem Tod zahlreicher Kinder ist.

Im Gegensatz zu Active Shooter waren diese Genre-Vertreter deutlich gehaltvoller.

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Die wichtigsten First-Person-Shooter der Videospielgeschichte.

Der zuständige Entwickler Revived Games hat sich via Steam zu Wort gemeldet und versucht die Lage zu beruhigen. Es sei nicht Absicht des Spiels, Gewalttaten wie Massenschießereien zu fördern. Daher werde das Team die Rolle des Schützen aller Voraussicht nach entfernen. Ob Active Shooter überhaupt erscheinen wird, muss jetzt jedoch erstmal Valve entscheiden.

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