Das hält PewDiePie davon, dass Ninja nicht mit Frauen streamt

Michael Sonntag 5

Jetzt meldet sich auch PewDiePie zu Wort. Der bekannte schwedische YouTuber stellt sich an die Seite seines Kollegen und versucht den Standpunkt Ninjas zu stützen.

Update vom 16. August 2018, 12:22 Uhr: PewDiePie kommt Ninja zu Hilfe. Ninja ist seit einigen Tagen im Gespräch, da er anmerkte, dass er nicht mit Frauen streamen würde, damit keine Gerüchte entstehen könnten. PewDiePie kann das nachvollziehen. Im Internet sei es nicht so wie mit anderen Jobs. Es wäre nicht vorteilhaft, einfach aufkommende Gerüchte zu ignorieren – es scheint also besser zu sein, erst gar nicht welche aufkommen zu lassen. Denn im Internet „sind die Leute durchgedreht, gerade dann, wenn es um Beziehungen geht. Die Leute sind verrückt.“ PewDiePie habe schon bei anderen YouTuber-Paaren mitbekommen, dass die Beziehung komplizierter geworden sei, da andere Leute über sie online berichteten. Er verrät außerdem noch, dass er mehr Streamer außer Ninja kennt, die es ähnlich halten. „Das ist die hässliche Wahrheit des Internets“, merkt PewDiePie an.

 Update vom 14. August 2018:

Nachdem der Streamer Ninja in einem Interview erklärte, dass er nicht mit Frauen streamen möchte, um der Gerüchteküche zu entgehen, ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Während viele seine Entscheidung nachvollziehen können, argumentieren andere, dass er dem Frauen-Image auf Twitch damit keinen Gefallen tun würde. Jetzt nahm er erneut Stellung zu der Debatte.

Das Netz reagierte mit gemischten Gefühlen auf das Statement von Ninja. Auf der einen Seite sei er gegen Diskriminierung im Internet, auf der anderen Seite befürchte er, dass beim kleinsten Anzeichen eines Flirts zwischen ihm und einer Streamerin das Internet von Clickbait Skandal-Videos überschwemmt werden würde. Nicht nur er, sondern auch seine Frau könne darunter leiden.

Kurze Zeit nach der Aussage erhielt Ninja sowohl viel Unterstützung und Kritik von der Community. So schrieb seine Streaming-Kollegin Valkyrae auf Twitter: „Ich habe viele Tweets gesehen, die Ninjas Entscheidung, nicht mit Frauen zu zocken, verdrehen. YouTube Clips/Clickbaits sind das Schlimmste, um Aufrufe zu bekommen. Menschen sind leichtgläubig. Gerüchte zu hören wie „Ich habe gehört, er betrügt dich“ sind 24/7 schädlich für eine Beziehung. Respektiert Entscheidungen, die das Drama im persönlichen Leben der Menschen einschränken.

Da viele Streamerinnen auf Twitch zurzeit immer noch nicht den Respekt bekommen, den sie verdienen, sehen viele Leute Ninjas Entscheidung auch als Rückschritt an. Samantha Rae verstehe seine Entscheidung, befürworte sie aber aufgrund der negativen Konsequenzen nicht:

Twitch ist für Frauen schon ein harter Ort, von uns wird oft erwartet, dass sie sich als echte Gamer beweisen. Es fühlt sich so an, als ob Frauen aus deinen Streams ausgeschlossen werden. Aufgrund dieser Art und Weise, wie die Menschen es sehen, verstärkt es diese Denkweise. Obwohl ich mir sicher bin, dass das nicht Ninjas Absicht ist, fühlt sich der Gedanke erniedrigend an, dass jemand (nicht einmal unbedingt ein Top-Streamer) nicht mit mir als Produzentin wegen meines Geschlechts zusammenarbeiten will.“

Anschließend meldete sich Ninja noch einmal zu Wort, um die Wogen zu glätten und seine Entscheidung richtig zu stellen. „(…) Ich möchte betonen, dass das Problem, um das es mir geht, Online-Diskriminierung ist und dass es meine Absicht ist, sie in unserem Leben auf ein Minimum zu reduzieren. Es ist etwas, dass alle Streamer betrifft, besonders die, die ihre Beziehung öffentlich machen. Ich wollte auf dieses Problem aufmerksam machen und meine Kommentare sollten nicht als etwas interpretiert werden, was sie nicht sind.“

Er wolle alles tun, um seine Beziehung zu schützen. „Wir sind Fans von vielen verschiedenen Streamern - curvyllama, juliatv and halieatesuto sind ein paar unserer Favoriten und wir empfehlen anderen, ihre Kanäle auszuchecken. Ich freue mich auf die Möglichkeit, auf zukünftigen Turnieren und Events alle Fortnite-Spieler jeder Art zu treffen und mit ihnen zu spielen.

Originalmeldung vom 13. August 2018:

Im Gespräch mit Polygon kam er auf das Phänomen seines bisher frauenlosen Streams zu sprechen. Es habe laut ihm überhaupt nichts mit den Streamerinnen an sich zu tun, sondern mit der Twitch-Community. „Wenn ich mich mit einer Streamerin unterhielt, während wir zusammenspielen, und es gäbe nur ein Anzeichen eines Flirts, würde das sofort aufgegriffen, in jedem Video thematisiert werden und für ewig Clickbait geben“, sagte Ninja.

Weil er die Beziehung zu seiner Frau so sehr schätze, wolle er sie nicht in so etwas mit hineinziehen. „Das war nicht mal ihre Entscheidung. Sie hatte nichts damit zu tun. Das war ganz allein ich“, so der Streamer. „Der einzige Weg, die Gerüchteküche zu vermeiden, ist nicht mit (Frauen) zu spielen.

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Gamescom 2018: Diese YouTuber und Streamer kannst du treffen.

Anfang August erreichte Ninja als erster Streamer überhaupt 10 Millionen-Follower auf Twitch. Seinen Ruhm verdankt er vor allem seinen Fortnite-Streams. Wie stehst du zu seiner Entscheidung, nicht mit Frauen zu spielen? Ist das weise oder sollte er die Gerüchteküche einfach ignorieren? Sag uns deine Meinung!

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