Superhelden-Landung: Die 15 absolut besten Momente aus 30 Jahren Superhelden-Film

Tobias Heidemann 5

Superhelden-Landung! Wir schreiben das Jahr 2016 und „Deadpool“ macht sich erfolgreich über die epischen Posen der Spandex-Helden lustig. Was sagt uns das? Das Genre der Superhelden-Filme ist verdammt weit gekommen. So weit nämlich, dass man mit bissiger Ironie und schlechten Witzen über die Klischees des Genres mittlerweile genauso viel Geld verdienen kann wie mit ernstgemeinten Einträgen. Der unwahrscheinliche Erfolg von „Deadpool“ lädt zum Rückblick ein: Was ist wirklich hängen geblieben? Welche Momente aus Superhelden-Filmen waren letztlich etwas Besonderes? Was bleibt und was war Hintergrundrauschen? Hier ist unsere Liste der absolut besten Momente aus über 30 Jahren Superhelden-Filmen.

X-Men 2 (2003): Nightcrawler im Weißen Haus

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Die besonderen Fähigkeiten von Comichelden überzeugend auf die Leinwand zu bringen, das gehört zu den größten Herausforderungen des Genres. Nicht selten werden Comicverfilmungen durch einen schlechten Umgang mit den übernatürlichen Eigenschaften der Figuren unnötig runtergezogen. Brian Singers „X-Men 2“ ist bis heute ein Paradebeispiel dafür, wie man es richtig macht. Auch ganze 13 Jahre später sieht Nightcrawlers Angriff auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten dank der kinetisch stimmigen Inszenierung und der zweckdienlichen Effekte immer noch verdammt gut aus.

 

 

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Deadpool darf bleiben: Warum das „X-Men“-Universum ein tragischer Clusterfuck ist und einen Neustart verdient

Iron Man (2008): Erste Post Credit Szene – Die Avenger Initiative

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Hand auf´s Herz: Hat es sich jemals wieder so aufregend angefühlt, ein Marvel-Fan zu sein? Die erste Post Credits Scene aus dem Hause Marvel war nicht nur ein industrieller Game Changer, sie war auch das spannendste Versprechen, das uns eine Comic-Verfilmung jemals gemacht hat. In dem Moment, in dem Nick Fury auftauchte und tatsächliche das Wort „Avengers“ aussprach, liefen die Vorstellungskräfte von Millionen Comic-Lesern Amok. Es sollte zwar noch ganze vier Jahre dauern, bis Marvel dieses Versprechen einlöste, doch es war diese Szene aus „Iron Man„,  mit welcher alles begann. Zum Marvel Cinematic Universe kann man heute stehen wie man will – der Moment im Kino war damals einfach großartig.

 

The Dark Knight (2012): Der Bleistift

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Nur eine Szene? Unmöglich! Heath Ledgers atemberaubende Interpretation des Jokers hat einfach keine schwächeren Momente gehabt. Das war alles richtig gut. Jeder seiner Auftritte in Chris Nolans „Dark Knight“ hat irgendein hervorstechendes Feature. Mal ist es eine besonders zitatträchtige Zeile, mal ist es seine körperliche Präsenz, mal ist es die unangenehme Atmosphäre akuter Bedrohung, die von Ledgers berauschend gespieltem Wahnsinn ausgeht. Die folgende Szene hat das alles. Der Lacher am Anfang, der zynische Mord in der Mitte und die rhetorische Wendigkeit am Ende. Ach, und können wir bitte noch einmal alle diesen Blick wertschätzen, den Ledger jenem Gangster zuwirft, der es gewagt hat, ihn „Freak“ zu nennen? Der Wahnsinn!

 

Blade (1998): Das Blutbad

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„Some motherfuckers are always trying to ice skate uphill“. Eigentlich hätten wir „Blade“ allein schon für diesen wohl derbsten (und schwer zu übersetzenden) One-Liner der Superhelden-Geschichte hier platzieren können. Wir haben uns dann aber doch für die legendäre Club-Szene gleich zu Beginn des Films entschieden. Besser hätte man in die Mythologie moderner Vampire wohl kaum einführen können. Bloody Awesome! Und auch ganz schön hinterhältig. Zeit, dass das Reboot kommt! 

 

Superman Returns (2006): Der Flugzeugabsturz

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Ja, dieser Film hat ziemlich viel Prügel einstecken müssen. Vieles davon war sicher auch gerechtfertigt. Ok, eigentlich fast alles. In seiner Mission als Franchise-Reboot ist „Superman Returns“ schlichtweg gescheitert. Doch auf die grandiose Absturzszene lassen wir trotz all der Häme und Kritik nichts kommen! Die Sequenz ist durchgehend packend inszeniert und hat ein paar richtig gute Einfälle, wenn es darum geht, die heroische Essens von Superman auf die Leinwand zu bringen. Oder fällt euch eine Szene ein, die das besser hinbekommen hat? Hätte der Rest des Films hier mithalten können, wäre diese Szene heute sicher sehr viel bedeutender. So wurde sie leider zum Opfer der allgemeinen Ablehnung, die dieser Film erfuhr.

 

Unbreakable (2000): Die Bahnhofsszene

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Dass M. Night Shyamalans Karriere zuletzt ein paar Knicke zu verzeichnen hatte, hat der Rezeption von „Unbreakable“ nicht gerade gut getan. Das viel zu oft übersehene Juwel der Superhelden-Filme besticht nicht nur mit einem wirklich originellem Ansatz und der tollen Leistung von Bruce Willis, auch in puncto Cinematography und musikalischer Begleitung wurde hier wirklich Großartiges geschaffen. Höhepunkt dieses verkannten Meisterwerks ist die atemberaubende Sequenz im Bahnhof, in welcher David zum ersten Mal seine Kräfte einsetzt. Gänsehaut! (Leider nicht im Netz verfügbar.)

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