Her

Robert Hofmann 1

Her erzählt die Geschichte von Theodore (Joaquin Phoenix), der in der nahen Zukunft sein Geld mit handgeschriebenen Briefen verdient - in der Zukunft sind diese eine Seltenheit. Er hat eine besondere Gabe, die Gefühl anderer Menschen in Worte zu fassen.

Während er anderen dabei hilft, Liebe zu finden, fristet er selbst seit der Trennung von seiner Frau Catherine (Rooney Mara) ein einsames Dasein. In dieser Zeit persönlicher Unzufriedenheit entscheidet er sich dazu, ein neues Betriebssystem zu kaufen, das eine künstliche Intelligenz beinhaltet, die sich wie ein Mensch weiterentwickeln kann.

Er gibt der KI eine weibliche Identität und der von Scarlett Johansson gesprochene Computer gibt sich selbst den Namen Samantha. Während Theodores sonstige soziale Kontakte immer weniger werden, baut er eine intime Beziehung zu Samantha auf. Tatsächlich beginnt sie, die Kontaktversuche zu erwidern und es entwickelt sich eine einzigartige, dramatische Liebesgeschichte.

Dass Spike Jonze ein sehr talentierter Künstler ist, hat er schon zu Genüge bewiesen. Mit seinen bisherigen drei Filmen „Being John Malkovich“, „Adaption“ und „Wo die wilden Kerle wohnen (Where the Wild Things Are)“ hat er sich als absoluter Kritiger-Liebling etabliert - auch wenn seine Filme nicht unbedingt Publikumsmagneten darstellen.

Mit „Her“ setzt er diesen Trend fort und hat erneut einen Film geschaffen, der bei Filmkritikern und anderen Filmemachern unglaublich gut ankommen. Nachdem er bereits einmal als bester Regisseur für „Being John Malkovich“ für den Oscar nominiert wurde, wartet „Her“ nun mit ganzen drei Nominierungen auf - davon zwei in den sehr prestigeträchtigen Kategorien „Bestes Neues Drehbuch“ und „Bester Film“.

Mit Joaquin Phoenix und Scarlett Johansson porträtieren zwei Hollywood-Stars die Hauptcharaktere und könnten so auch für ein bisschen Aufmerksamkeit im Mainstream-Kino sorgen.

 

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