Komaglotzen leicht gemacht: Modern Family

Philipp Schleinig

Das Familienbild hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch geändert, Variationen entstanden. Und so ist es schön, jene Veränderung auch in Film und Fernsehen beobachten zu können. Eine Serie, die dies nicht nur tut, sondern auch zum Brüllen komisch darstellt, ist „Modern Family“. Eine Sitcom, die sich zum Komaglotzen absolut eignet.

Komaglotzen leicht gemacht: Modern Family
Bildquelle: 20th Century Fox.

Eine Warnung vorweg: Wer einmal mit „Modern Family“ anfängt UND sich dafür begeistern kann, den überkommt das dringende Gefühl, möglichst viele Folgen am Stück schauen zu wollen. Ohne Witz! Wenn euch diese Serie gefällt, dann lädt sie absolut zum Komaglotzen ein. Jetzt muss es mir nur noch gelingen, sie euch schmackhaft zu machen. Ein Versuch ist es wert!

Solltet ihr allerdings „Modern Family“ schon kennen, dann verweise ich gerne auf weitere Beispiele fürs Komaglotzen:

Was ist „Modern Family“?

„Modern Family“ ist eine US-amerikanische Serie des Senders ABC, die bisher sechs Staffeln umfasst. Jede Folge dauert um die 20 Minuten und ist im Mockumentary-Stil gehalten. Will heißen, dass die gezeigten Familienmitglieder neben ihren Handlungen auch über ihre Geschichten berichten und das als wären wir die Interviewer. Diese Beobachterposition wird aufrechterhalten und so sind wir immer Teil des Familien-Chaos, welches sich dort vor unseren Augen abspielt.

„Modern Family“ sind drei Personenkonstellationen, die alle miteinander auf die ein oder andere Weise verwandt sind:

  • Jay Pritchett (Ed O’Neill) – Ist das Oberhaupt der Pritchett-Familie, Chef einer Baufirma und Vater von Claire und Mitchell.
  • Gloria Delgado-Pritchett (Sofia Vergara) – Die gebürtige Kolumbianerin hat in den USA Jay kennen und lieben gelernt, auch wenn dieser einige Jahre älter ist als sie. Sie bringt ihren Sohn Manny Delgado mit in die Beziehung.
  • Manny Delgado (Rico Rodriguez) – Obwohl er sich gerade einmal in der Pubertät befindet, gibt sich Manny teilweise sehr erwachsen und reif. Gewöhnliche Jungen-Sache sind eher nichts für ihn.

 

  • Claire Dunphy (Julie Bowen) – Claire ist die Tochter von Jay und hat Phil Dunphy geheiratet. Sie ist Hausfrau und kümmert sich um ihre drei Kinder, Haley, Alex und Luke.
  • Phil Dunphy (Ty Burrell) – Phil ist Immobilienmakler und bringt das Geld in die Dunphy-Kasse. Er ist stets darum bemüht, ein cooler Dad zu sein, was ihn zu den absurdesten Aktionen animiert.
  • Haley Dunphy (Sarah Hyland) – Haley ist die älteste Tochter von Phil und Claire, steht kurz vor dem College und tritt oftmals sehr naiv auf. Sie legt das Augenmerk eher auf gutes Aussehen als auf Bildung.
  • Alex Dunphy (Ariel Winter) – Alex hat immer unter ihrer größeren Schwester zu leiden, ist allerdings vermutlich die schlauste Person der Familie. Ihre Noten sind herausragend, nur soziale Kontakte fallen ihr schwer.
  • Luke Dunphy (Nolan Gould) – Luke ist das jüngte Kind der Familie, etwas tollpatschig und stets mit seinem Vater bei den skurrilsten Aktionen dabei.

 

  • Mitchell Pritchett (Jesse Tyler Ferguson) – Mitchell ist der jüngere Sohn von Jay und Bruder von Claire. Er arbeitet als Anwalt und führt eine homosexuelle Beziehung zu Cameron.
  • Cameron Tucker (Eric Stonestreet) – Nachdem er und Mitchell ein kleines Mädchen aus Vietnam adoptiert haben, kümmert er sich anfangs Vollzeit um das Kind. Er bezeichnet sich selbst als Drama-Queen.
  • Lily Tucker-Pritchett (Aubrey Anderson-Emmons) – Das Nesthäcken der Familie.

Gezeigt wird in „Modern Family“ also der Alltag dieser Personen. Dabei werden lustige, aber auch problematische Dinge aufgegriffen. Fast jede Folge bekommt am Ende eine eigene Moral, die aber bei Weitem nicht mit dem Zeigefinger schwenkt. Vielmehr wird der Zusammenhalt als Familie thematisiert. Dabei kommt aber vor allem eines nicht zu kurz: der Humor!

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Warum sich „Modern Family“ lohnt:

Serien wie „Friends“, „The Big Bang Theory“ und „How I Met Your Mother“ laden oft zum Lachen ein, keine Frage. Doch es vergeht wohl kaum eine „Modern Family“-Folge, bei der ich nicht in schallendes Gelächter ausbreche. Dabei zieht der Witz seine Stärke vor allem aus den Figuren und ihren Darstellern – allen voran: Eric Stonestreet als Cameron und Ty Burrell als Phil.

Phil gibt den absolut sympathischen, liebevollen, aber auch etwas überdrehten Familienvater, der das innere Kind nie so richtig ad acta gelegt hat. Das führt oftmals zu Situationen, die Claire nur mit einem Kopfschütteln abwinken kann, wir als Zuschauer Phil aber am liebsten High-Fiven würden. Cameron schlägt mit seinem übertriebenen, schnell eingeschnappten Verhalten dagegen in eine andere Humor-Kerbe, die direkt mit Gags überzeugt.

Ein kleiner Vorgeschmack bezüglich Phil?

Dabei ist es äußerst angenehm, dass sich „Modern Family“ an bestimmten Erzählpunkten entlanghangelt und nicht lose pro Folge in der Luft hängt. Dinge aus vorangegangenen Folgen werden aufgenommen, Gast-Charaktere (und davon besitzt die Serie einige!) kommen wieder und das Leben der Figuren geht weiter. So schwimmen die Beziehungen nicht nur auf der Oberfläche, sondern lernen wir jeden Charakter einzeln kennen.

Achja, und falls ich es vergessen haben sollte: der Humor!

Wo kann ich „Modern Family“ schauen?

Neugierig? Dann probiert wenigstens mal ein paar Folgen „Modern Family“ und vielleicht werdet ihr ja auch süchtig. Hier könnt ihr „Modern Family“ zumindest schauen:

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