USB Type-C im Apple MacBook: 10 Fakten, die man wissen sollte

Ben Miller 31

Mit dem neuen MacBook hat Apple das erste Notebook mit USB-C  vorgestellt. Was man über den neuen Standard wissen sollte, haben wir folgend zusammengefasst.

USB Type-C im Apple MacBook: 10 Fakten, die man wissen sollte

Das neue Apple MacBook ist eines der ersten Geräte, das mit USB-C (auch USB 3.1 oder USB Type-C genannt) daherkommt. Dieser neue USB-Standard wird schon in naher Zukunft in sehr vielen (hoffentlich allen) Tablets, Smartphones, Computern, Monitoren und Kameras zu finden sein.

Apple MacBook 2015.

One, to rule them all.

Heute warten Notebooks und Desktop-Rechner mit zahlreichen Buchsen für verschiedenste Standards auf. Bald jedoch wird man anstelle von regulärem USB, Thunderbolt, DisplayPort, VGA, HDMI und sogar MagSafe nur noch USB-C-Buchsen vorfinden – in mehrfacher Ausführung.

Besonders in der jetzigen Übergangsphase werden wir uns öfter als uns lieb ist mit herumschlagen müssen. Doch wenn sich die Hersteller anstrengen, müssen wir nicht lange durch das Adapter-Tal wandern.

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USB Type-C – was man wissen sollte 

USB-C ist reversibel. Apples Lightning hat uns eine Welt gezeigt, in der man Stecker nicht erst dreimal drehen muss, bevor sie in die Buchse passen. Nach 17 Jahren der Qualen ist nun endlich auch USB reversibel, kann also beidseitig eingesteckt werden. Halleluja.

Reversible USB

USB-C ist superschnell. Wir reden hier von Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s – gleich schnell wie Thunderbolt 1 und deutlich schneller als viele SSDs. Sogar 4K-Monitore kann man über USB-C bespielen. Im MacBook kommt USB-C der 1. Generation zum Einsatz. Hier liegt die Übertraungsrate bei 5 Gbit/s.

USB-C ist kompakt. Der neue Stecker ist nur ein klein wenig größer als Apples Lightning-Stecker, kann aber weit mehr. Dadurch sind komplett neue, dünnere, leichtere und günstigere Geräte-Designs möglich. Und das Wichtigste überhaupt: USB-C ist nur EIN einziges Steckerdesign. Keine 5 verschiedenen Stecker für 8 verschiedene Einsatzgebiete. Ein Stecker – für alles.

USB-C ist kraftvoll. Die aktuellen Ausführungen von USB-C können auch als Stromkabel herhalten, aber nicht nur für Smartphones und Tablets. Bis zu 100 Watt (20 Volt und 5 Ampere) kann USB-C übertragen. Das ist mehr als die MagSafe-Ladegeräte der aktuellen MacBook Pros ausgeben. Es lassen sich also auch Notebooks, Monitore und sogar kleinere Desktop-Rechner über USB-C mit Strom versorgen. Ein Mac mini mit USB-C als Stromstecker wird kommen.

USB-C ist passiv. Der neue USB-Standard wurde ausdrücklich als passives Kabel ohne integrierte Elektronik konzipiert. Im Gegensatz dazu findet sich in jedem Lightning-Stecker ein spezieller Controller-Chip. Kein Chip im Kabel macht Selbiges günstiger. USB-C wird also günstig, sowohl für Kunden als auch für Hersteller. Wenig überraschend hält dies Apple aber nicht davon ab, einen  anzubieten. #AppleTax

USB-C ist multifunktional. USB-C kann und wird zahlreiche Stecker ablösen. HDMI, DisplayPort, VGA, (altes) USB, Strom, VGA, etc. Der neue Standard kann also als Stromkabel, Monitorkabel und natürlich Datenkabel verwendet werden. USB-C wird ALLE Funktionen von DisplayPort 1.2a bieten – und mehr. Das ermöglicht das Bespielen von 4K-Monitoren mit Auflösung 4096 x 2160 Pixel bei 60 Hz Bildwiederholungsrate.

USB-C ist langlebig. Konzipiert ist der neue Standard für mindestens 10.000 Ansteckvorgänge. Wenn man viermal am Tag an- und absteckt und das 365 Tage im Jahr, dann hält der Stecker mit Buchse, laut Richtlinien, mindestens 7 Jahre.

USB-C ist abwärtskompatibel. Das bedeutet zwar nicht, dass man einen Micro-USB-Stecker in eine Typ-C-Buchse stecken kann oder umgekehrt. Aber USB-C (3.1) versteht sich mit USB 1, USB 2 und USB 3.0. Es wird Kabel mit USB-C am einen Ende und altem USB-Stecker am anderen Ende geben.

USB-C ist günstiger. USB war schon seit jeher ein relativ günstiger Standard für Hersteller. Die Lizenzgebühren sind vergleichsweise niedrig. Demgegenüber stehen beispielsweise die Lizenzkosten für Apples Lightning. Da jeder Lightning-Stecker mit einem Chip ausgestattet sein muss, ist allein schon die Lightning-Hardware deutlich teurer als ein USB-Stecker. Dazu kommt, dass Apple für seine lizenzierten Lightning-Stecker und -Chips Mindestabnahmemengen veranschlagt hat.

Auch Thunderbolt ist ein vergleichsweise teurer Standard. Das ist auch einer der Gründe, warum sich Thunderbolt (noch) nicht durchgesetzt hat, obwohl Apple und Intel dahinterstehen und Thunderbolt (zumindest ab Version 2) ein durchaus interessanter Standard ist. Thunderbolt 2 ist doppelt so schnell wie USB Type-C und noch schnellere Thunderbolt-Typen sind bereits in der Pipeline. Man kann derzeit aber sagen, dass Thunderbolt primär für den Profi-Bereich interessant ist und wohl auch bleibt.

USB-C befreit. Ein Stecker für alles – das wird auch dazu führen, dass wir endlich weniger Kabel und Ladegeräte mit uns herumschleppen müssen. Jedes Gerät wird USB-C integriert haben und jedes Smartphone und Tablet – wohl auch iPhones und iPads – werden sich über den neuen USB-Standard laden und synchronisieren lassen. Damit findet auch endlich die EU-Kommission ihren Frieden, die ja sonst nichts Wichtigeres zu tun hat, als einheitliche Ladegeräte zu fordern.

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