Studien, die sich mit dem Thema Gewalt und Videospielen auseinandersetzen, gibt es einige. Jetzt ist eine neue Studie erschienen, die ganze zehn Jahre durchgeführt wurde und beweisen will, dass Spiele wie GTA 5 und Co. Kinder und Jugendliche nicht aggressiv machen.

 

Videospielkultur

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Werden Kinder durch gewalttätige Videospiele aggressiv?

Diese Frage wird immer wieder in den Raum geworfen, wenn es um die „Killerspiel-Debatte“ geht. Wie Gamesage berichtet, will eine kürzlich erschienene Studie beweisen, dass keine Verbindung zwischen dem Spielen gewalttätiger Games wie GTA 5 im Kindesalter und dem späteren Verhalten im Erwachsenenalter bestehen.

Das Besondere an dieser Studie: Sie habe sich ganze zehn Jahre mit der Thematik beschäftigt und konnte somit verfolgen, wie sich das zu frühe Zocken von nicht geeigneten Spielen auf Kinder auswirkt.

Beobachtet wurden Gruppen an Kindern und Jugendlicher, wobei einige zum Start der Studie gerade einmal zehn Jahre alt waren. Der Titel der Studie lautet übersetzt „Aufwachsen mit Grand Theft Auto: Eine zehn Jahre laufende Verlaufsstudie von gewalttätigen Videospielen im Jugendalter“.

Die Studie verfolge einen moderneren Ansatz zum Analysieren der vorhandenen Daten. Dieser sei mehr personenzentriert. Die Studie startete 2007 in den USA und bestand aus einer gemischten Gruppe unterschiedlicher Ethnien und sozialem Status.

Spiele, die GTA sein wollten

Die Einordnung über die Gewalttätigkeit in den Spielen sei nach dem Ranking einer Non-Profit-Organisation vorgenommen worden. Die Teilnehmenden wurden zudem nach verschiedenen Verhaltenscharakteristiken wie Aggression, depressive Symptome, Angststörungen und sozialem Verhalten bewertet.

Die Ergebnisse der Studie

Die Ergebnisse zeigen, dass Jungen gewalttätigere Spiele als Mädchen spielen. Vier Prozent der Gruppe spielten im Jugendalter Videospiele mit einem hohen Grad an Gewalt, 23 Prozent spielten mit einem moderaten Grad an Gewalt und 73 Prozent zockten Spiele mit einem niedrigen Grad an Gewalt.

Die Studie schließt mit dem Fazit, dass „die Gruppe mit niedrigem Gewaltgrad kein stärkeres Aggressionsverhalten als die Gruppe mit hohem Gewaltgrad am Ende der Studie zeigte.“ Das Niveau sei also bei beiden Gruppen gleich.

Damit sei bewiesen, dass Jugendliche und Kinder, die gewalttätige Videospiele konsumieren, im späteren Leben kein aggressiveres Verhalten als jene zeigen, die wenig bis gar keine Stunden mit dem Zocken solcher Spiele verbringen.

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Natürlich ist diese Studie kein Aufruf dazu, dass Jugendliche künftig Spiele mit einer Altersempfehlung von 18 Jahren kaufen und spielen sollten. Sie zeigt allerdings auf interessante Weise auf, dass Aggressionen nicht auf das Videospielen im frühen Alter zurückzuführen ist.