Die Experten vom ADAC haben preiswerte Elektroautos untersucht und stellen fest: Wer beim E-Auto nur auf den Kaufpreis achtet, steht eventuell vor einer bösen Überraschung. In einigen Fällen können Folgekosten ordentlich ins Geld gehen.

 

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ADAC: Beim E-Auto-Kauf Folgekosten beachten

E-Autos gelten bisher als deutlich teurer als klassische Modelle mit Verbrennungsmotor. Bis sich das ändert, sollen noch einige Jahre vergehen. Es ist also nicht verwunderlich, wenn potenzielle Käufer beim E-Auto auf das Preisschild schauen. Der ADAC weist im aktuellen Kostenvergleich allerdings darauf hin, dass E-Auto-Käufer nicht nur den Preis im Blick haben sollten, es kommt auch auf die Folgekosten an.

Vielen Autofahren ist diese Binsenweisheit bei Verbrennern in Fleisch und Blut übergegangen: Benziner sind günstiger, dafür kostet der Sprit mehr, beim Diesel ist es andersherum. Auch bei E-Autos gibt es Unterschiede. Der ADAC hebt hervor, dass E-Autos zum Beispiel bei Verschleißteilen wie Bremsen im Vorteil sind. Das wirkt sich auf die Kosten für Instandhaltung und gegebenenfalls Reparatur aus. Überzeugen können E-Autos bisher auch wegen günstigerer Stromkosten.

Smart fortwo ist laut ADAC das günstigste E-Auto am Markt

Die Autoexperten haben eine Top 30 der günstigsten E-Autos errechnet. Die vorderen Plätze belegen Kleinst- und Kleinwagen mit geringem Anschaffungspreis. Preissensitive Käufer sollten diesen nicht außer Acht lassen. Bezogen auf die monatlichen Gesamtkosten landet mit dem Smart fortwo Coupé EQ aber ein Modell auf Platz 1, das in der Anschaffung teuerer ist als der Renault Twingo Electric Life auf Platz 2.

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Wer ein größeres Modell sucht, findet mit dem ID.3 von VW den ersten Mittelklassewagen auf Platz 7. Dass vor allem kleine und günstige Modelle auf den vorderen Plätzen zu finden sind, überrascht nicht. Wie der ADAC aber explizit hervorhebt, kommen anhand der Gesamtkosten-Berechnung auch größere Modelle und exklusivere Marken vor: Auf den hinteren Plätzen, aber trotzdem im Ranking der günstigsten E-Autos landen etwa Wagen von Ford, Mercedes, Tesla und Volvo.

Im Kostenvergleich berücksichtigt der ADAC unter anderem Posten wie Wertverlust, Inspektion, Ersatz von Verschleißteilen, Versicherung, Stromkosten und Kfz-Steuer. Auch den Umweltbonus beziehen die Autoexperten mit ein. Gewertet wurde in allen Fällen die günstigste Ausstattungsvariante.