Bis 2030 will Ford in Europa keine herkömmlichen Autos mehr anbieten, sondern den Umstieg aufs E-Auto vollzogen haben. Fords Europa-Chef erklärt jetzt, dass es sogar noch früher so weit sein kann. Das liegt vor allem an den Kunden.

 

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Ford will so früh wie möglich auf E-Autos umsteigen: Zielmarke 2030 wackelt

Es ist erst einige Wochen her, dass Ford Ende Februar ankündigte, ab dem Jahr 2030 keine PKW mit Verbrennungsmotor mehr herzustellen. Bis dahin will man den Ausstieg geschafft und die gesamte Produktpalette auf elektrischen Antrieb umgestellt haben. Ein Ziel, das sich so ähnlich auch andere Hersteller vorgenommen haben. Doch jetzt schärft Ford nach, wenn auch ohne ein konkretes, früheres Zieldatum zu nennen.

Beim „Future of the Car“-Summit der Financial Times erklärte der Europa-Chef von Ford, Stuart Rowley, dass man die Situation ständig neu bewerte. Jedes Mal, wenn man sich die Daten ansehe, forciere man bei Ford die Prognose, so Rowley laut Ecomento. Es sei gut möglich, „dass wir schneller vorgehen“, zitiert ihn das Portal. Das liege vor allem an den Kunden. Die Nachfrage nach Elektroautos sei in Europa stärker als erwartet. Angesichts anhaltender Förderung und dem vorangehenden Ausbau der Ladeinfrastruktur dürfte sie in absehbarer Zeit eher noch zunehmen.

Fords, die bis 2030 nicht elektrisch fahren, werden eingestellt

Darauf bereitet sich Ford mit neuen Elektromodellen vor: Allen voran der Mach-E , der bald auch in Europa ausgeliefert werden soll. 2023 stehe zudem ein weiteres neues E-Auto aus dem Hause Ford an. Es soll auf dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) von Volkswagen basieren, zu dem Ford als erster Wettbewerber der Wolfsburger Zugang hat. Außerdem will der US-Konzern nach Teslas Vorbild vermehrt auf kostenpflichtige Software-Updates setzen.

Wann genau Ford in Europa die Produktion von Verbrennern einstellt – sollte es wie erwartet vor 2030 soweit sein – hat Rowley nicht bekannt gegeben. „Es wird Modelle geben, die bis dahin nicht vollelektrisch sind, aber vielleicht bedienen wir diese Segmente dann nicht“, so der Europa-Chef. Um sich noch stärker auf SUVs zu fokussieren, sollen also andere Modelle fallengelassen werden. Schon im kommenden Jahr will man etwa den Ford Mondeo auslaufen lassen, so Ecomento weiter.